Architekturobjekt 1 von 584

Architekturobjekte

Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer


Campus Ohlauer Straße

10999 Berlin, Ohlauer Straße 18

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Jahn/

Campus Ohlauer Straße - Campus Ohlauer Straße

© Alexander Rentsch

Campus Ohlauer Straße - Campus Ohlauer Straße

© Campus Ohlauer Straße

Campus Ohlauer Straße Facade Detail - Campus Ohlauer Straße

© Campus Ohlauer Straße

Campus Ohlauer Straße Facade Detail - Campus Ohlauer Straße

© Campus Ohlauer Straße

Campus Ohlauer Straße Balcony Detail - Campus Ohlauer Straße

© Campus Ohlauer Straße

Campus Ohlauer Straße - Campus Ohlauer Straße

© Alexander Rentsch

Campus Ohlauer Straße Interior Courtyard - Campus Ohlauer Straße

© Alexander Rentsch

Campus Ohlauer Straße Facade Detail - Campus Ohlauer Straße

© Campus Ohlauer Straße

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Jahn/

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Ohlauer Straße 18, 10999 Berlin, Deutschland

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Neubau

Fertigstellungstermin

10.2023

Zeichnungen und Unterlagen

Projektbeteiligte Firmen und Personen

Architekt/Planer

Jahn/

North Michigan Avenue 410, Suite 600

60611 Chicago

Vereinigte Staaten von Amerika

Tel. (1) 312-427-7300

info@jahn.studio

Bauherr

HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH

Stefan-Heym-Platz 1

10365 Berlin

Deutschland

Tel. 030 5464 2524

Geraldine.abbate@howoge.de

Generalbauunternehmen

HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH

Stefan-Heym-Platz 1

10365 Berlin

Deutschland

Tel. 030 5464 2524

Geraldine.abbate@howoge.de

Verwendete Produkte

Metal Deploye

Supreme 200 XL

N/A

N/A

Gebäudedaten

Bauweise

Stahlbetonbau

Tragwerkskonstruktion

Stahlbeton

Anzahl der Vollgeschosse

6- bis 10-geschossig

Raummaße und Flächen

Bruttorauminhalt

25.431 m³

 

Bruttogrundfläche

8.420 m²

 

Nutzfläche

6.880 m²

 

Verkehrsfläche

1 m²

 

Wohnfläche

6.125 m²

 

Grundstücksgröße

3.927 m²

Beschreibung

Objektbeschreibung

Campus Ohlauer Straße ist ein integratives und bezahlbares Immobilienprojekt im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg auf dem Gelände der ehemaligen Gerhart-Hauptmann-Schule. Der komplexe urbane Kontext war der Antrieb, architektonischen Anspruch mit einem sozialen Gedanken zu verbinden. So erreicht der geförderte Wohnraum ein hohes Maß an Design, Nachhaltigkeit und gesellschaftlichem Miteinander.
Das 10.780 m² große Projekt beinhaltet fünf bis sieben Stockwerke, welche einen großzügig angelegten Innenhof umranden. Der Komplex verfügt über 120 Mietwohnungen, wovon ungefähr die Hälfte geförderter Wohnraum ist. In dem Komplex befinden sich zudem eine Kinder-Tagespflegestätte, , Abstellräume für Mietende sowie Abstellflächen für Fahrräder. Das Wohnen soll weiterhin über alle Bevölkerungsschichten hinweg möglich sein, insbesondere für Familien mit geringem Haushaltseinkommen, Studierende, Geflüchtete und andere vulnerable Gruppen.
Die Herausforderung für das Design drückte sich darin aus, erschwinglichen Wohnraum zu kreieren, ohne dabei an architektonischem Anspruch einzusparen. Baulich umgesetzt wurde das Ganze durch hohen Vorfertigungsgrad der Module, deren Einsatz sich als effizient im Hinblick auf die Lieferung, Kosten und bauliche Qualität herausstellte. Die herausstechenden orange-rote Fassadenelemenete aus Metall verleihen dem Gebäude eine unverwechselbare Identität, konträr zu herkömmlicher Vorstellung eines sozialen Wohnungsbaus.
Aus dem u-förmigen Gebäude entsteht eine geschützte Innenhoffläche, auf der sich die Anwohnenden sicher aufhalten können. Die Wohnungen sind von außen über Laubengänge erschlossen. Diese erhöhen die Chance auf nachbarschaftliche Begegnungen und stärken so das soziale Miteinander. Durch die Laubengänge sind die Wohnungen zu zwei Seiten hin ausgerichtet. Das fördert die natürliche Belüftung und sorgt für maximales Tageslicht. Nachhaltige Systeme wie Fußbodenheizungen, , Photovoltaikanlagen und ein Gründach tragen zur KfW-Effizienzhaus-55-Standard des Projekts bei. Sie zeigen, wie Bezahlbarkeit, Umweltverantwortung und exzellentes Design Hand in Hand gehen können.
 

Beschreibung der Besonderheiten

Der Campus Ohlauer Straße ist als integratives Wohnhaus konzipiert. Dort wird Wohnraum unter anderem für Haushalte mit geringem Einkommen, Studierende, Geflüchtete sowie schutzbedürftige Bevölkerungsgruppen geschaffen. Das fünf bis sieben Stockwerke hohe, u-förmige Gebäude umschließt einen geschützten, grün angelegten Innenhof, der das Herzstück des Projekts bildet. Sowohl die  Laubengänge als auch die skulpturalen Treppen bieten Raum für Begegnung und Interaktion. Gleichzeitig wahren sie die Privatsphäre und Sicherheit. Die Anordnung der Grundrisse entlang der Laubengang-Erschließung fördert die natürliche Belüftung und steigert die Lebensqualität.
Im Erdgeschoss wird abseits des Wohnzwecks auch der Gemeinschaftsgedanke des Projekts sichtbar. Eine Kinder-Tagespflegestätte eines öffentlichen Trägers und gemeinsam nutzbare Begegnungsräume über die Diakonie Mitte sollen das Wohlbefinden der Anwohnenden und der Nachbarschaft steigern. Sorgfältig gestaltete Außenanlagen und Spielflächen fördern das soziale Miteinander von Menschen unterschiedlicher Herkunft und Generationen. Mehr als 200 Fahrradstellplätze im Keller sollen die Berliner zu mehr Nachhaltigkeit bei der Mobilität bewegen und die Abhängigkeit vom Auto verringern.
Das Projekt zeigt deutlich, wie bezahlbarer Wohnraum eine hohe architektonische Qualität, Innovation und Nachhaltigkeit erreichen kann. Module mit hohem Vorfertigungsgrad brachten bauliche Präzision bei gleichzeitiger Flexibilität. Die markante Fassade aus leuchtend orangeroten Metallelementen und geputzten Oberflächen stellt traditionelle Vorstellungen von Sozialwohnungen infrage. Zu den nachhaltigen Merkmalen gehören Fußbodenheizungen, ein begrüntes Dach mit Photovoltaikanlagen und energieeffiziente Systeme. Diese entsprechen dem Standard eines KfW-Effizienzhauses 55. Zusammen zeigen diese Bausteine, wie Bezahlbarkeit, Umweltverantwortung und modernes Design zusammenspielen, um eine lebendige und nachhaltige städtische Gemeinschaft zu schaffen.
 

Nachhaltigkeit

Das Projekt verfolgt ein energieeffizientes Konzept zur Minimierung des Betriebsenergiebedarfs durch eine hochleistungsfähige Gebäudehülle und eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Das Gebäude übertrifft die Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV), erfüllt den Standard Effizienzhaus 40 und wird überwiegend über das Berliner Fernwärmenetz versorgt, das 85 % des Wärmebedarfs deckt. Erneuerbare Energiesysteme oder Cradle-to-Cradle-Materialstrategien sind im Energieausweis nicht ausgewiesen.

Auszeichnungen

N/A

Schlagworte

Bezahlbarer Wohnraum, Sozialer Wohnraum, Integratives Wohnen, Wohnen mit gemischtem Einkommen, Wohnarchitektur, Modulares Bauen

Energetische Kennwerte

Energiestandard

KfW-Effizienzhaus 40

Energetische Kennwerte

Primärenergie

Fernwärme

Energiebedarf (Prozentuale Verteilung)

Heizung

29 %

Weitere Dokumente zum Objekt

Objektdetails

Gebäudespezifische Merkmale

Anzahl Betten

179

 

Anzahl Wohneinheiten

120

Das Objekt im Internet

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