Architekturobjekt 11 von 33
Nominiert fĂŒr die Shortlist der Jury 2023

Architekturobjekte

Nominiert fĂŒr die Shortlist der Jury 2023


BUERO MIT SILBERVORHANG

Diese ObjektprÀsentation wurde angelegt von: BUERO WAGNER

BUERO MIT SILBERVORHANG - BUERO MIT SILBERVORHANG

© Florian Holzherr

VORHÄNGE ERSETZEN INNERE TRENNWÄNDE - BUERO MIT SILBERVORHANG

© Florian Holzherr

ARBEITRUAM - BUERO MIT SILBERVORHANG

© Florian Holzherr

MÖBEL AUS VERZINKTEN GITTERROSTEN - BUERO MIT SILBERVORHANG

© Kim Fohmann

MÖBEL AUS VERZINKTEN GITTERROSTEN - BUERO MIT SILBERVORHANG

© Kim Fohmann

Vorhang aus Aluminium Dampfsperren - BUERO MIT SILBERVORHANG

© Kim Fohmann

Trennung der Versorgungsleitungen von der Konstruktion - BUERO MIT SILBERVORHANG

© Kim Fohmann

Loftartiger zweigeschossiger Raum - BUERO MIT SILBERVORHANG

© Kim Fohmann

EINGANGSPODEST - BUERO MIT SILBERVORHANG

© Florian Holzherr

BUERO MIT SILBERVORHANG - BUERO MIT SILBERVORHANG

© Kim Fohmann

Diese ObjektprÀsentation wurde angelegt von: BUERO WAGNER

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Deutschland

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Umbau

Fertigstellungstermin

06.2022

Projektbeteiligte Firmen und Personen

Architekt/Planer

BUERO WAGNER GmbH

Zugspitzstr 18

82211 Herrsching

Deutschland

info@buerowagner.eu

Fachplanung: Tragwerksplanung

IngenieurbĂŒro fĂŒr Baustatik und Konstruktion Karl Wagner

zugspitzstrasse 18

82211 herrsching

Deutschland

Bauleistung: Metall- und Stahlbau

Robert Huber

hauptstr. 20

82229 Seefeld

Deutschland

Tel. 0815270884

Verwendete Produkte

TRILUX

BĂŒro-Beleuchtung

Leuchten fĂŒr Anwendung im Bereich Office

B&B Italia

Leder-Sofas

Sofa

woca

Farbbeschichtung

woca

GebÀudedaten

Bauweise

Mauerwerksbau

Tragwerkskonstruktion

Ziegelmauerwerk

Anzahl der Vollgeschosse

3- bis 5-geschossig

Raummaße und FlĂ€chen

NutzflÀche

140 m²

 

WohnflÀche

45 m²

Beschreibung

Objektbeschreibung

Der zweigeschossige BĂŒroausbau befindet sich im Hinterhof eines GebĂ€udes aus der Jahrhundertwende nahe der Isar im Stadtteil Au in MĂŒnchen.
Der anhaltende Bedarf nach neuen FlĂ€chen in MĂŒnchen erhöht vor allem den Druck auf den GebĂ€udebestand. Das Potential einer Nachverdichtung mittels Dachausbauten und Aufstockungen, ist entweder bereits nahezu erschöpft oder behördlich begrenzt. Auf der Suche nach weiteren Nachverdichtungen rĂŒcken vermehrt die Kellergeschosse in den Focus. In London lĂ€sst sich diese Entwicklung seit Jahrzehnten beobachten.
In dem BĂŒroumbau in MĂŒnchen wurde ebenfalls der Keller erschlossen und ĂŒber einen Luftraum mit dem Erdgeschoss verbunden. Über Einbauten aus verzinkten Gitterrosten gelangt man in die neue Einheit. FĂŒr eine ausreichende Belichtung wurde das Fenster ins Untergeschoss erweitert. Silberne VorhĂ€nge aus Aluminiumdampfsperren an den RĂŒckseiten verdecken die KĂŒche, Lagerregale sowie die DurchgĂ€nge zu WC und zu den Abstellkammern. Gleichzeitig helfen die spiegelnden OberflĂ€chen die bestehende Belichtungssituation zu entspannen. VorhĂ€nge aus Luftpolsterfolie sorgen fĂŒr Privatheit und lassen gleichzeitig ausreichend Licht ins Innere. Der GebĂ€udebestand wurde so weit wie möglich erhalten, bis auf den Teilabbruch der Decke und des neuen Zugangs, wurden lediglich die OberflĂ€chen aufgearbeitet. Im Keller wurde die Betonbodenplatte freigelegt und geschliffen. Im Erdgeschoss wurde das Eichenparkett neu lackiert.
Die Möbel wurden ausschließlich aus verzinkten Gitterrosten realisiert. Die Stahlmöbel und Einbauten wurden verschweißt und besitzen keine Schraubverbindungen, was die Abstraktheit der Objekte noch verstĂ€rkt. Regale und die Beleuchtung wurden aus verzinkten Kabelrinnen gebaut. Direkt neben der Einheit befindet sich eine Wohnung mit unmittelbarem Zugang sowie diversen Blickbeziehungen zu den gewerblichen RĂ€umen. Das Projekt wurde wĂ€hrend der Coronapandemie realisiert und macht ein Ineinandergreifen von Wohnen und Arbeiten an einem Ort möglich.
Die Eingriffe wurden aus einem Kanon von industriellen Materialen umgesetzt: Aluminiumdampfsperren, Luftpolsterfolien, verzinkte Gitterroste, verzinkter Stahl, verzinkte Kabelrinnen und recycelter Verbundschaumstoff. Diese konventionellen, banalen Materialen bekommen durch die Verarbeitung und Verwendung in einem ihnen fremdem Kontext eine neue Wertigkeit, und verleihen dem Interior einen abstrakten temporĂ€ren Charakter, welcher bewusst die Fragestellungen nach Nutzung, Aneignung und Abgeschlossenheit der Baumaßnahme offenlassen sowie in gewisser Weise die Frage nach der Akzeptanz einer neuen Ästhetik mit dem Umgang von bestehenden Strukturen stellt.
 
 

Beschreibung der Besonderheiten

Das Projekt, welches sich in einem historischen RĂŒckgebĂ€ude in der Au befindet, zeigt eine antiglamouröse Nutzungserweiterung von BĂŒro und WohnrĂ€umen in ein zuvor als Keller und Abstellraum genutztes Kellergeschoss. So zeigt das Projekt exemplarisch einen Transformationsprozess im Bestand, in welchem nutzbarer Raum geschaffen wird ohne neue Strukturen zu errichten und FlĂ€chen zu versiegeln. ZukĂŒnftige NutzungsflexibilitĂ€t wurde durch verschiedene ZugĂ€nge und Anordnung der WCs erreicht. So ist es möglich, die Einheit als großes BĂŒro oder Wohnung bzw. als getrennte nutzungsneutrale Einheiten zu nutzen, was auch Wohnen und Arbeiten am Ort zulĂ€sst. Um weitere zukĂŒnftige Eingriffe zu erleichtern, wurden die wĂ€hrend der Umbaumaßnahme zu verlegenden Leitungen von der Konstruktion getrennt. Bis auf die Herausnahme der Decke und des neuen Zu- bzw. Abganges beschrĂ€nken sich Eingriffe auf die OberflĂ€chen. Die Materialwahl besteht aus antiglamourösen robusten banalen u. langlebigen Materialen, welche eine lange Nutzungsdauer garantieren. Einbauten und Möbel bestehen  aus verzinkten Gitterrosten, verzinktem Stahl verzinkten Kabelrinnen, die VorhĂ€nge aus Aluminiumdampfsperren und Luftpolsterfolien. Die refelktierenden OberflĂ€chen der Materielaien (VörhĂ€nge passivierte Verzinkungen) helfen die schwierige Belichtungssituation der Überecklage im Hinterhof zu entspannen. Die Materialien bekommen durch ihre Verarbeitung, Verwendung u. Einsatz in einem ihnen fremdem Kontext eine neue Wertigkeit u. stellen in gewisser Weise die Frage nach der Akzeptanz einer neuen Ästhetik im Umgang mit bestehenden Strukturen.
 

Nachhaltigkeit

Das Projekt, welches sich in einem historischen RĂŒckgebĂ€ude in der Au befindet, zeigt eine antiglamouröse Nutzungserweiterung von BĂŒro u. WohnrĂ€umen in ein zuvor als Keller und Abstellraum genutztes Kellergeschoss. Dabei verfolgt das projekt posteffiziente Strategien und sucht nach suffizienten und konsitenten LösungsansĂ€tzen. So zeigt das Projekt exemplarisch einen Transformationsprozess im Bestand, in welchem nutzbarer Raum geschaffen wird ohne neue Strukturen zu errichten und FlĂ€chen zu versiegeln. ZukĂŒnftige NutzungsflexibilitĂ€t wurde durch verschiedene ZugĂ€nge und Anordnung der WCs erreicht. So ist es möglich, die Einheit als großes BĂŒro oder Wohnung bzw. als getrennte nutzungsneutrale Einheiten zu nutzen. Dies lĂ€sst  auch Wohnen und Arbeiten am Ort zu, was auch nach der Corona Pandemie einen festen Platz in unserer Arbeitswelt behalten hat und zur reduzierung von zB. Pendelerbewegungen fĂŒhrt. Um weitere zukĂŒnftige Eingriffe zu erleichtern, wurden die wĂ€hrend der Umbaumaßnahme zu verlegenden Leitungen von der Konstruktion getrennt und Aufputz gelegt. Die Versorgungen wurden an die Bestandsanlagen des Mehrparteienhauses angeschlossen. Bis auf die Herausnahme der Decke und des neuen Zu- bzw. Abganges beschrĂ€nken sich Eingriffe auf die aufarbeitung OberflĂ€chen. Die Materialwahl besteht aus antiglamourösen robusten banalen und langlebigen Materialen, welche eine lange Nutzungsdauer garantieren und welche auf Grund Ihrer Einfachheit leicht zu reparieren bzw. zu ersetzten sind. Einbauten und Möbel bestehen  aus verzinkten Gitterrosten, verzinktem Stahl und verzinkten Kabelrinnen, die VorhĂ€nge sind aus Aluminiumdampfsperren und Luftpolsterfolien gefertigt. Die refelktierenden OberflĂ€chen der Materielaien (VorhĂ€nge und passivierte Verzinkungen) helfen die schwierige Belichtungssituation der Überecklage im Hinterhof zu entspannen. Die Materialien bekommen durch ihre Verarbeitung, Verwendung u. Einsatz in einem ihnen fremdem Kontext eine neue Wertigkeit u. stellen in gewisser Weise die Frage nach Akzeptanz einer neuen Ästhetik im Umgang mit bestehenden Strukturen.
 

Schlagworte

Antiglamourös, Silbervorhang

Energetische Kennwerte

Energiestandard

Sonstiges

Objektdetails

GebÀudespezifische Merkmale

Anzahl ArbeitsplÀtze

5

 

Anzahl Wohneinheiten

1

Das Objekt im Internet

 

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