Architekturobjekt 1 von 2.834

Architekturobjekte

Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer


Brunnenstraße 34

10115 Berlin, Brunnenstraße 34

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: B KRAUS Z

Dachgarten - Brunnenstraße 34

© Marc Timo Berg

Ansicht - Brunnenstraße 34

© Marc Timo Berg

Inside Out - Brunnenstraße 34

© Marc Timo Berg

Eingang - Brunnenstraße 34

© Marc Timo Berg

Kontext - Brunnenstraße 34

© Marc Timo Berg

Foyer - Brunnenstraße 34

© Marc Timo Berg

Treppe - Brunnenstraße 34

© Marc Timo Berg

Giebelwand - Brunnenstraße 34

© Marc Timo Berg

Wohnen - Brunnenstraße 34

© Marc Timo Berg

Wohnen - Brunnenstraße 34

© Marc Timo Berg

Geländerdetail - Brunnenstraße 34

© Marc Timo Berg

Gang - Brunnenstraße 34

© Marc Timo Berg

Bad - Brunnenstraße 34

© Marc Timo Berg

Holzdecke - Brunnenstraße 34

© Marc Timo Berg

Pflanzenfenster - Brunnenstraße 34

© Marc Timo Berg

Essen - Brunnenstraße 34

© Marc Timo Berg

Essen - Brunnenstraße 34

© Marc Timo Berg

Dachgaube - Brunnenstraße 34

© Marc Timo Berg

Nachbar - Brunnenstraße 34

© Marc Timo Berg

Dachkubatur - Brunnenstraße 34

© Marc Timo Berg

Ortgang - Brunnenstraße 34

© Marc Timo Berg

Detail Mauerwerk - Brunnenstraße 34

© Marc Timo Berg

Townhaus - Brunnenstraße 34

© Marc Timo Berg

Treppe - Brunnenstraße 34

© Marc Timo Berg

Treppeuntersicht - Brunnenstraße 34

© Marc Timo Berg

Bad - Brunnenstraße 34

© Marc Timo Berg

Bad - Brunnenstraße 34

© Marc Timo Berg

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: B KRAUS Z

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Brunnenstraße 34, 10115 Berlin, Deutschland

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Neubau

Fertigstellungstermin

04.2025

Projektbeteiligte Firmen und Personen

Architekt/Planer

B KRAUS Z

Schöneberger Ufer 71

10785 Berlin

Deutschland

Tel. +49 30 509316460

mail@bkrausz.com

Fachplanung: Tragwerksplanung

ifb frohloff staffa kühl ecker

Rheinstr. 45-46

12161 Berlin

Deutschland

Tel. +49 30 859943-0

info@ifb-berlin.de

Fachplanung: Gebäudetechnik

Building Applications Ingenieure

Köpenicker Str. 154a

10997 Berlin

Deutschland

Tel. +49 30 61651960

office@bai.berlin

Bauleistung: Tischler

RaumQuadrat

Josef-Orlopp-Straße 92-106

10365 Berlin

Deutschland

Tel. +49 30 55498950

info@raumquadrat.berlin

Bauleistung: Beton und Stahlbeton

perdomo

Achenseeweg 13

12209 Berlin

Deutschland

Tel. +49 30 60931754

seb@baunorm.net

Bauleistung: Garten- und Landschaftsbau

Das Reservat

Ilsensteinweg 17

14129 Berlin

Deutschland

Tel. 030 39 101969

info@dasreservat.de

Bauleistung: Garten- und Landschaftsbau

Das Reservat

Ilsensteinweg 17

14129 Berlin

Deutschland

Tel. 030 39 101969

info@dasreservat.de

Verwendete Produkte

LAUFEN

Sanitär-Keramik

Boffi s.p.a.

Armaturen

Bora

Küchengeräte

FLOS

Beleuchtung

GSI

Sanitär-Keramik

mawa design

Beleuchtung

Miele

Küchengeräte

Petersen Tegl Egernsund A/S

Ziegel-Fassaden

Ziegel

Sound Brother

Präsentationssysteme

Gebäudedaten

Bauweise

Mauerwerksbau

Tragwerkskonstruktion

Stahlbeton

Anzahl der Vollgeschosse

3- bis 5-geschossig

Raummaße und Flächen

Bruttorauminhalt

4.390 m³

 

Bruttogrundfläche

1.300 m²

 

Nutzfläche

895 m²

 

Verkehrsfläche

60 m²

 

Wohnfläche

695 m²

 

Grundstücksgröße

425 m²

Beschreibung

Objektbeschreibung

Ausgehend von der Erfahrung, zahlreiche generische Immobilien in zentralen Lagen besichtigt zu haben, entschied sich der Auftraggeber, selbst ein Grundstück zu entwickeln und ein Mehrfamilienhaus zu realisieren. Die gemeinsame Suche führte zu einem Hofgrundstück in zweiter Reihe in Berlin-Mitte – ruhig gelegen und zugleich durch spezifische Einschränkungen hinsichtlich Ausblick, Belichtung und Baustellenlogistik geprägt. Diese Bedingungen werden nicht als Defizit verstanden, sondern als Ausgangspunkt einer präzisen räumlichen Setzung.
Vor dem Hintergrund der Nachverdichtung innerstädtischer Quartiere untersucht das Projekt, wie auf begrenzten Restflächen räumliche Großzügigkeit und differenzierte Wohnqualitäten entstehen können. Der Neubau entwickelt sich als Gartenhaus im für den Stadtblock typischen Hinterhof und schließt die Baulücke zwischen den rückwärtigen Gebäuden der Nachbargrundstücke. Eingefasst von Brandwänden und umgeben von dichter Bebauung formt sich ein kompakter Baukörper, der die Enge des Ortes nicht auflöst, sondern räumlich fasst und in eine differenzierte Abfolge von Innen- und Außenräumen überführt.
Aus den Baufluchten des Kontexts entsteht ein introvertiertes Gebäude, das räumliche Qualität über Flächenoptimierung stellt. Die fehlende direkte Adressbildung zur Straße ermöglicht eine Konzentration auf innere Bezüge, Lichtführung und eine informelle Fassade. Eingeschnittene Lufträume führen Tageslicht tief in das Gebäude und verbinden die Ebenen visuell miteinander. Diagonale Blickbeziehungen greifen die Geometrie der Höfe auf und übersetzen sie in ein vertikal verschränktes Raumgefüge. Über fünf Geschosse entsteht so eine räumliche Kontinuität aus ineinandergreifenden Ebenen mit differenzierten Raumhöhen sowie vielfältigen Bezügen nach innen und außen.
Ein innenliegendes Treppenhaus und ein Aufzug in der dunkelsten Ecke übernehmen die Erschließung. Die Grundrisse sind offen organisiert, Nebenräume und Bäder als kompakte Kerne gefasst. Innerhalb eines Gebäudes werden unterschiedliche Wohntypologien – vom Townhouse bis zum Studio – gebündelt. Doppelgeschossige Räume, verschiedene Orientierungen sowie Bezüge zu zwei Höfen erzeugen ein Spektrum räumlicher Situationen zwischen Rückzug und Offenheit. Eine integrierte Gewerbeeinheit ergänzt die Nutzungsmischung.
Die Tragstruktur ist unter anderem aufgrund der Brandschutzanforderungen als Stahlbetonkonstruktion ausgeführt und wird im Dachbereich durch eine Holzkonstruktion ergänzt. Beton wird sowohl konstruktiv als auch raumbildend eingesetzt. Das gewendelte Treppenhaus sowie die internen Erschließungen sind als präzise gefügte Betonfertigteile ausgeführt und prägen die räumliche Kontinuität. In den Wohnräumen bleibt der Beton sichtbar und bildet einen robusten, zurückhaltenden Hintergrund. Im Penthouse wird der vertikal geschalte rohe Sichtbeton durch fein detaillierte Holzeinbauten und Schlosserarbeiten ergänzt.
Die Materialwahl folgt einer klaren Logik von Dauerhaftigkeit und Wohnlichkeit:​ Beton- und Estrichoberflächen treten in Kombination mit Furnieren und Naturstein auf. Beton fungiert dabei als tragendes und zugleich atmosphärisch prägendes Grundmaterial, das Konstruktion und Raum eng miteinander verknüpft.
Die Fassade aus grau gebranntem Ziegel nimmt Bezug auf die Nachbarbebauung und wird durch präzise gesetzte Betonfertigteile gegliedert, die Balkone, Mauerkronen, Stürze sowie den Eingang mit einem aufgeschnittenen Rundbogen akzentuieren. Großformatige Öffnungen folgen der inneren Raumstruktur und differenzieren zwischen privaten und gemeinschaftlichen Bereichen. Schlank proportionierte Geländer, ausgekratzte Lagerfugen sowie die reliefartig ausgebildete Ecke, in der sich die Lastabtragung abzeichnet, stärken die plastische Wirkung. Das Dach ist in derselben Materialität wie die Fassade ausgeführt, wodurch innerhalb des heterogenen Hofraums eine homogene Materialkontinuität entsteht.
Trotz der denkmalpflegerisch bedingten Reduktion des Bauvolumens hält der Entwurf konsequent an seiner räumlichen Komplexität fest. Lufträume, Galerien und Außenräume werden nicht zugunsten maximaler Flächenausnutzung aufgegeben, sondern bilden den Kern des Projekts. Bepflanzte Terrassen und ein Dachgarten erweitern den Wohnraum des Penthouse, während ein tief eingeschnittenes Blumenfenster Ein- und Ausblicke filtert und zwischen Innenraum und Hof vermittelt.
Das Projekt zeigt, wie unter den restriktiven Bedingungen eines Berliner Hinterhofs ein Wohnhaus entstehen kann, das räumliche Großzügigkeit nicht aus Fläche, sondern aus Licht, Höhe, Blickbeziehungen und präziser räumlicher Verschränkung entwickelt. Die Dichte der Stadt wird dabei nicht negiert, sondern als architektonische Ressource verstanden und in eine eigenständige Wohnform übersetzt.

Beschreibung der Besonderheiten

Die funktionale Organisation des Gebäudes reagiert auf die besonderen Bedingungen eines Hofgrundstücks in zweiter Reihe. Die Erschließung wird in einem kompakten Kern aus Treppenhaus und Aufzug gebündelt und in der am wenigsten belichteten Gebäudeecke angeordnet. Dadurch bleiben die Fassaden für Aufenthaltsräume, Belichtung und Ausblicke frei.
Die Wohnungsgrundrisse sind als offene Raumstrukturen organisiert. Nebenräume, Bäder und technische Funktionen werden in kompakten Kernen zusammengefasst, sodass zusammenhängende Raumfolgen mit unterschiedlichen Raumhöhen, Orientierungen und Bezügen zu den Höfen entstehen. Eingeschnittene Lufträume führen Tageslicht tief in das Gebäude und schaffen visuelle Verbindungen zwischen den Ebenen.
Innerhalb des Hauses werden unterschiedliche Wohntypologien – vom Townhouse bis zum Studio – sowie eine Gewerbeeinheit gebündelt. Verschiedene Raumkonfigurationen, Orientierungen und Außenräume erzeugen ein Spektrum räumlicher Situationen zwischen Rückzug und Austausch.
Die funktionale Organisation folgt nicht einer Maximierung der Nutzfläche, sondern der Ausbildung differenzierter Wohnqualitäten. Erschließung, Belichtung und Außenräume sind so miteinander verknüpft, dass innerhalb des kompakten Baukörpers räumliche Großzügigkeit aus Licht, Raumhöhe und präzise aufeinander abgestimmten Raumfolgen entsteht.

Nachhaltigkeit

Als Nachverdichtung auf einem bereits erschlossenen Grundstück leistet das Projekt einen nachhaltigen Beitrag zur Weiterentwicklung des innerstädtischen Bestands. Die Kombination aus langlebiger Materialität, robuster Konstruktion sowie hoher räumlicher und typologischer Qualität schafft dauerhafte Nutzungs- und Aufenthaltsqualitäten über den gesamten Lebenszyklus des Gebäudes. Die vielfältigen Wohn- und Arbeitsformen sowie die räumliche Flexibilität ermöglichen eine langfristige Anpassung an sich verändernde Anforderungen.
Das Gebäudekonzept nutzt Geothermie in Kombination mit einer Wärmepumpe zur Energieversorgung (94 %). Ergänzend wird Regenwasser über eine Zisterne gesammelt und wiederverwendet. Ein Grauwassersystem sowie eine gezielte Bewässerung tragen zusätzlich zu einem ressourcenschonenden Betrieb bei.
Das Gebäude erreicht mit einem Endenergiebedarf von 24,8 kWh/(m²·a) die Effizienzklasse A+, weist einen Primärenergiebedarf von 41,5 kWh/(m²·a) sowie CO₂-Emissionen von lediglich 12 kg/(m²·a) auf und unterschreitet damit die gesetzlichen Anforderungen sowohl beim Primärenergiebedarf als auch bei der energetischen Qualität der Gebäudehülle deutlich.

Auszeichnungen

Architekturpreis Beton 2026 - Anerkennung für innovativen und nachhaltigen Wohnungsbau

Schlagworte

Hinterhaus, Neubau, Beton, Mauerwerk, Nachverdichtung, Penthouse, Dachgarten

Energetische Kennwerte

Energiestandard

KfW-Effizienzhaus 40

Energetische Kennwerte

Primärenergie

Geothermie

 

Sekundärenergie

Gas

Energetische Kennwerte

Primärenergiebedarf ("Gesamtenergieeffizienz")

41,50 kWh/(m²a)

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