Architekturobjekte
Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer
Aufenthaltsräume für Studierende _Technische Hochschule Georg Agricola, Bochum
44787 Bochum, Herner Str. 45
Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: trabandt architektur & beratung
Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: trabandt architektur & beratung
Basisdaten zum Objekt
Lage des Objektes
Herner Str. 45, 44787 Bochum, Deutschland
Objektkategorie
Objektart
Art der Baumaßnahme
Sanierung / Modernisierung
Fertigstellungstermin
05.2024
Zeichnungen und Unterlagen
Projektbeteiligte Firmen und Personen
Verwendete Produkte
Gebäudedaten
Bauweise
Sonstige
Tragwerkskonstruktion
Sonstige
Anzahl der Vollgeschosse
3- bis 5-geschossig
Raummaße und Flächen
Nutzfläche
141 m²
Lage und Umgebung
Beschreibung
Objektbeschreibung
Vor diesem Hintergrund entstand die Aufgabe, einen Ort zu schaffen, der Austausch, Konzentration und Erholung gleichermaßen ermöglicht: ein Aufenthaltsbereich für die Zeit zwischen Praxis und Lernen, ein Raum des Miteinanders ebenso wie des Rückzugs.
Die Ausgangssituation war herausfordernd. Ungenutzte Kellerräume mit Feuchtigkeitsschäden, Geruchsbelastungen und provisorischen Abstellflächen boten kaum Aufenthaltsqualität. Das neue Konzept verbindet die ehemals getrennten Räume und gliedert sie in einen aktiven sowie einen ruhigen Bereich. Prägendes Element ist die markante Außenwand mit teilweise freigelegtem historischem Ziegelmauerwerk, das die Geschichte des Gebäudes sichtbar macht.
Vor der Sanierung wurden zunächst die Ursachen der Durchfeuchtung beseitigt. Im Zuge der Instandsetzung entfernte man ausschließlich lose Putzbereiche, reinigte und verfestigte die Ziegeloberflächen und bewahrte so den authentischen Charakter des Bestands. Für ein kontrolliertes Raumklima sorgt heute eine Feuchte- und VOC-gesteuerte Lüftungsanlage. Nach dem Austausch der Rohböden einschließlich Abdichtung und Estrich konnte ein durchgängiger Designboden eingebracht werden, der beide Bereiche verbindet.
Ein besonderer Fund gelang beim behutsamen Öffnen einer verschlossenen Wandöffnung zwischen den Räumen: Unversehrt kam das historische Türfutter einer Kassettentür zum Vorschein. Die aufgearbeitete Zarge akzentuiert nun den Übergang zwischen den Zonen und stärkt die Identität des Ortes.
Der vordere Bereich dient als kommunikatives Zentrum mit Esstischen, Getränkeangebot, Ladestationen und Lockern. Ein flexibles Lichtkonzept schafft eine einladende Atmosphäre und ermöglicht unterschiedliche Nutzungen und Möblierungsszenarien. Im hinteren Raum entstehen Rückzugsorte in Nischen und auf großzügigen Sofalandschaften. Ein überlanges Loungesofa bietet Raum für konzentriertes Lernen, informelle Treffen oder das bewusste Ausklingenlassen des Tages.
Aus vormals ungenutzten Kellerräumen entstand so ein identitätsstiftender Aufenthaltsort, der Bestand respektvoll weiterdenkt und den Bedürfnissen eines modernen Hochschulalltags gerecht wird.
Beschreibung der Besonderheiten
Schlagworte
Objektdetails
Das Objekt im Internet
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