Architekturobjekte
Am Postbahnhof
10243 Berlin, Am Postbahnhof 15
Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: driessenarchitekten gmbh
Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: driessenarchitekten gmbh
Basisdaten zum Objekt
Lage des Objektes
Am Postbahnhof 15, 10243 Berlin, Deutschland
Objektkategorie
Objektart
Art der Baumaßnahme
Neubau
Fertigstellungstermin
03.2026
Nachhaltigkeit
DGNB - Platin, WiredScore Platin
Zeichnungen und Unterlagen
Projektbeteiligte Firmen und Personen
Verwendete Produkte
Gebäudedaten
Bauweise
Stahlbetonbau
Tragwerkskonstruktion
Stahlbeton
Anzahl der Vollgeschosse
6- bis 10-geschossig
Raummaße und Flächen
Bruttorauminhalt
91.000 m³
Bruttogrundfläche
26.000 m²
Nutzfläche
21.310 m²
Verkehrsfläche
1.720 m²
Grundstücksgröße
7.794 m²
Lage und Umgebung
Beschreibung
Objektbeschreibung
Auf einer ehemaligen Brache, in erstklassiger Lage sowie in direkter Nähe zum Berliner Ostbahnhof und zur Spree, eingebettet zwischen dem historischen Postbahnhof-Areal, den dazu gehörigen denkmalgeschützten Bauwerken Viadukt, Wasserturm und Lok-Drehscheibe sowie den Bahn- Gleisanlagen.
Der Neubau und das vorhandene Viadukt verbinden sich zum neuen Gesamt-Gebäude, vor dem sich eine großzügige Gartenanlage mit Einbeziehung der historischen Drehscheibe und Wasserturms ausbreitet. Diese ergänzen vielfältige grüne und repräsentative Freiflächen auf dem Viadukt und auf den Dachflächen des Neubaus.
Gestalterische Qualität und Entwurfskonzept
Die Sichtbeton-Struktur des Neubaus greift in Form und Material bauliche Elemente der benachbarten Postbahnhof-Altbauten auf und interpretiert sie neu. Der Neubau versteht sich als
bauliche Ergänzung der Bestandsbauten.
Die Ausdruckskraft des historischen Bestandes wird in vielen architektonischen Elementen des Neubaus aufgegriffen, z.B. große Eingangshalle über zwei Geschossebenen, Stahlbetonstützen wie im historischen Postbahnhof, großzügige Deckenhöhen, sichtbare Installationen.
Neubau und Viadukt formen eine spektakuläre lichtdurchflutete Eingangshalle mit diversen Sichtverbindungen. Bodengestaltung Berliner Künstlerin Zora Volantes.
Gewerbliche Büronutzung durch Single Tenant Boston Consulting Group BCG: Erdgeschoss mit Versammlung, Gastronomie, Fitness, Schulung. Obergeschosse mit New-Work-Raumgestaltung: Open-Space-Bereiche und Team Apartments, ergänzt durch Focus-Räume für den individuellen Rückzug. Staffelgeschoss mit Restaurant und Konferenzbereich.
Energetisches Konzept
Passives Gebäude-Klima-Konzept: Umfangreiche Speichermassen über Decken, Fußböden, Außen- und Innenwände durch Verzicht auf Wand- und Deckenbekleidungen.
Minderung der solaren Lasten durch Sonnenschutz-Verglasung in Kombination mit außen liegenden Sonnenschutz-Screens mit Blendschutzfunktion. Nutzung der Verschattung durch die umliegenden Gebäude durch Verschattungs-Analysen bereits
in der Konzeptphase.
Smart Cooling (Kühlung über Fernwärme, Pilotprojekt): Einspeisung der bei der lokal erzeugten Kälte anfallende Abwärme ins Fernwärmenetz. Verzicht auf Produktion und Einbau aufwändiger Rückkühltechnik inkl. kritischer Kühlflüssigkeit. Keine Geräuschemissionen, keine lokale Aufhitzung des Mikroklimas. Keine wartungsintensive Rückkühltechnik. Maßgebliche Weiterentwicklung der erforderlichen Hochtemperaturwärmepumpen- Technologie durch den Versorger Vattenfall (Pilotprojekt).
Heizung über Fernwärme. Komplexe Automation.
Wirtschaftlichkeit
Kernbereiche mit vorausschauender Vorhaltung der technischen Gebäudeausrüstung und Erschließung: flexible und an verschiedene (Nach-) Nutzer anpassbare Grundrisse mit späterer Teilung in bis zu 4 Einheiten pro Bürogeschoss im Rahmen des Innenausbaus möglich.
Sichtbare technische Installationen ermöglichen ökonomische und ökologische / ressourcenschonende Instandhaltung und Anpassung.
Innovationsgehalt
Smart Cooling.
Innovative Regenwasserbewirtschaftung: Nutzung zur Vegetations-Bewässerung. Retentionsflächen auf Dächern, intensive Begrünung min. 50%. Wasserspeicherung in Zisterne. Verbesserung Mikroklima. Trinkwasser- Einsparung. Kanalisations-Entlastung bei Starkregenereignissen.
Materialeinsatz und Recyclingfähigkeit
Materialität Tragwerk Neubau
Sichtbare Stahlbeton-Skelettbauweise. Stützen, Wände und Decken in rauhem Sichtbeton, gebaut wie man üblicherweise den Rohbau erstellt, ohne definierte Sichtbetonklasse. Ausdrucksstarke und raumbildende Betonstützenform als Referenz zur brachialen Bauweise des historischen Postbahnhofes.
Einsatz recycelter Baustoffe
Vorhandenes historisches Mauerwerk wird erhalten, Bestandswände gesäubert, als Mauerwerkswände sichtbar. Wiederverwendung von Bauelementen wie z.B. historischem Ziegelpflaster, Metallfliesen, Gleisen, alten Prellböcken und Leuchten sowie der Drehscheibe als identitätsstiftende Gestaltungselemente.
Materialität Fassade Neubau
Elementierte eloxierte Aluminium-Glas-Fassade in den Obergeschossen. Eloxierte Pfosten-Riegel- Fassade und vorgehängte hinterlüftete Fassade aus eloxierten Aluminium-Lamellen und getempertem Streckmetall im Erdgeschoss. Vorgesetzte Betonfertigteile zur horizontalen und vertikalen Gliederung.
Kreislauffähigkeit
Tragstrukturoberflächen generell in Sichtbeton, Verzicht auf Putz als Innenwand- und Deckenbekleidung, Rückbaufreundliche Systemtrennwände, Doppel- / Hohlraumboden sowie selbstliegende recycelte Teppichfliesen in den Obergeschossen, Offene leicht rückbaubare Haustechnik-Installationen
Auszeichnungen
Das Projekt ist Gewinner des Wettbewerbs “Regenial! 2024 Ihr zukunftsweisendes Schwammprojekt für unsere Schwammhauptstadt“
Nominiert für den B!WRD 2024, den Projektentwicklerpreis des Bundesverbandes Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e. V. (BFW)
Energetische Kennwerte
Energetische Kennwerte
Primärenergie
Fernwärme
Objektdetails
Gebäudespezifische Merkmale
Anzahl Arbeitsplätze
1.300
Anzahl Stellplätze
56
Das Objekt im Internet
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