Architekturobjekte

Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer


Altern in vertrauter Umgebung

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Technische Universität Berlin, Architektur, Klara Groß

Altern in vertrauter Umgebung - Altern in vertrauter Umgebung

© Baunetz Campus Masters 1.jpg

Gebäudealter Karte - Altern in vertrauter Umgebung

© Klara Groß

Modell 1:100 - Altern in vertrauter Umgebung

© Klara Groß

Wohngespräche Fotos und Zitate - Altern in vertrauter Umgebung

© Klara Groß

Letze Phase Transformationsprozess - Altern in vertrauter Umgebung

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Erdgeschoss - Altern in vertrauter Umgebung

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Regelgeschoss - Altern in vertrauter Umgebung

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Dachgeschoss - Altern in vertrauter Umgebung

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Fotos Buchseiten - Altern in vertrauter Umgebung

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Leporello Transformationsprozess - Altern in vertrauter Umgebung

© Klara Groß

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Technische Universität Berlin, Architektur, Klara Groß

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Deutschland

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Entwurfskonzept

Fertigstellungstermin

04.2026

Gebäudedaten

Bauweise

Sonstige

Tragwerkskonstruktion

Sonstige

Anzahl der Vollgeschosse

3- bis 5-geschossig

Beschreibung

Objektbeschreibung

In Berlin zeigt sich ein stiller Generationenkonflikt am Wohnungsmarkt. Junge Menschen und Familien suchen händeringend nach bezahlbarem Wohnraum, gleichzeitig leben viele ältere Menschen in Wohnungen, die längst zu groß für sie geworden sind:​ "Alleinlebende Ältere belegen durchschnittlich 83 m², während der bundesweite Durchschnitt bei der Hälfte der Fläche liegt." (Wilke, 2013)

Zwischen 2024 und 2040 wird sich die Zahl der Menschen ab 65 Jahren in Berlin voraussichtlich um 16 % erhöhen (vgl. Bezirksamt Mitte, 2025). Doch entsprechen die meisten Wohnungen den Anforderungen des Alters nicht. Besonders ausgeprägt ist dieses Problem in den begehrten Innenstadtlagen Berlins, wo der Gründerzeitbestand dominiert:​ Schmale Bäder, fehlende Aufzüge und zahlreiche Schwellen machen das selbstständige Wohnen mit zunehmendem Alter zur Herausforderung (Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, 2024).

Dabei wären viele ältere Berliner:​innen bereit umzuziehen:​ Drei Viertel der Berlinerinnen und Berliner ab 50 möchten möglichst bis ins hohe Alter in ihrer aktuellen Wohnung bleiben, und wenn eine Umzugsabsicht besteht, wollen mehr als 80 % auf jeden Fall in Berlin und vielfach in der bisherigen Wohngegend bleiben (Bölting u. a., 2018). Die Meisten wünschen sich, ihre letzten Lebensjahre in vertrauter Umgebung zu verbringen, in der Nähe sozialer Netzwerke, seines altbekannten Supermarkts und der Ärzt:​in des Vertrauens. Besonders ausgeprägt ist dieser Wunsch bei Menschen über 80 Jahren (Bölting u. a., 2018). Doch mangels geeigneter, bezahlbarer Alternativen in der Nachbarschaft können sie diesem Wunsch nicht nachkommen und sind in ihrer Wohnsituation gefangen.

Was wäre, wenn ältere Menschen durch passende Wohnbedingungen in ihrer vertrauten Umgebung altern und zugleich Wohnraum für die nächste Generation freigeben könnten? Die Aktivierung des unsichtbaren Wohnraums würde verhindern, dass immer neue Baugebiete ausgewiesen werden müssen. Die Antwort auf den demografischen Wandel liegt im Bestand.

Diese Arbeit untersucht, wie das Berliner Mietshaus umgerüstet werden kann, um selbstständiges Altern in vertrauter Umgebung zu ermöglichen, während Wohnfläche suffizient genutzt wird.

Beschreibung der Besonderheiten

Diese Arbeit folgt einer kombinierten Forschungs- und Entwurfsmethode. Grundlage bilden Literaturrecherche und leitfadengestützte Interviews mit Bewohner:​innen zwischen 57 und 89 Jahren, sowie eine fallstudienbasierte Untersuchung eines Gründerzeitmietshauses. Ziel ist es zu untersuchen, ob und wie flächensuffiziente, altersgerechte und finanziell tragbare Umbaumaßnahmen im Berliner Mietshausbestand realisierbar sind, bezogen auf die Bedürfnisse, Wohnwünsche und finanziellen Möglichkeiten der Boomer-Generation.

Nachhaltigkeit

Die Nachhaltigkeitsstrategie der Arbeit ist Wohnraumsuffizienz:​ Durch die Umstrukturierung bestehender Grundrisse, sowie Dachausbauten wird innerstädtischer, ungenutzter Wohnraum im Bestand aktiviert und so Neubau am Stadtrand vermieden.

Schlagworte

Wohnraumsuffizienz, unsichtbarer Wohnraum, Wohnen im Alter, Berliner Mietshaus, Bauen im Bestand, Dachausbau

Energetische Kennwerte

Energiestandard

Sonstiges

Objektdetails

Das Objekt im Internet

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