76 Southbank
SE1 9PZ London, Upper Ground 76-78, Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland
Ein Referenzprojekt von Schüco International Alusysteme
Basisdaten zum Objekt
Lage des Objektes
Upper Ground 76-78, SE1 9PZ London, Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland
Objektkategorie
Objektart
Art der Baumaßnahme
Sanierung / Modernisierung
Fertigstellungstermin
03.2023
Projektbeteiligte Firmen und Personen
Verwendete Produkte
Lage und Umgebung
Beschreibung
Objektbeschreibung
Der ehemalige IBM-Hauptsitz an der Londoner Southbank gilt als Ikone brutalistischer Architektur. In den vergangenen Jahren wurde der denkmalgeschützte Gebäudekomplex sensibel erweitert, energetisch saniert und den Anforderungen an ein modernes Bürogebäude angepasst – unter nachhaltigen Gesichtspunkten und mit allem Respekt gegenüber seiner architektonischen Bedeutung.
Ikonisches Ensemble auf dem Prüfstand
Zu den bedeutendsten Kultureinrichtungen im Viertel Southbank am Südufer der Themse zählt das Royal National Theatre, das 1976 nach Entwürfen von Denys Lasdun entstand. 1983 vollendete Lasdun seine Vision auf dem Nachbargrundstück mit dem Bau des IBM-Marketing Centers. Die beiden Gebäude beeindrucken als spätbrutalistisches Ensemble mit ausbalancierter Symmetrie, horizontaler Linienführung, rauen Sichtbetonoberflächen und imposanten Betonkörpern. Um den nach dem Auszug von IBM drohenden Teilabriss zu verhindern, stellte die Stadt London 2020, wie schon 1994 das National Theatre, das ehemalige IBM-Gebäude unter Denkmalschutz. Das Architekturbüro AHMM überarbeitete daraufhin sein Umbaukonzept und versprach den Erhalt von 80 % der Bausubstanz.
Weiterentwicklung als strategisches Ziel
Die asymmetrische Gebäudestruktur des alten Komplexes wies im Norden und Süden versetzte Geschossebenen auf, wodurch weite Terrassen entstanden. Der Sockelbereich war mit braunen Ziegeln verkleidet, in den Obergeschossen korrespondierten die umlaufenden Fensterbänder und Waschbetonbrüstungen mit den horizontalen Linien des Theaters nebenan und auf dem Dach erhoben sich plastisch gestaltete Technikaufbauten in reiner Betonoptik. Für die strategische Projektentwicklung von Stanhope PLC bot das nun „76 Southbank“ genannte Projekt alle Schlüsselaspekte für eine auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Umgestaltung: Substanzerhalt und Wertsteigerung durch Sanierung, denkmalschutzkonforme Wiederbelebung und Neuerfindung eines geschichtsträchtigen Gebäudes mit großem Benefit für die Stadterneuerung.
Bestandsanalyse und neue Pläne
Das neue Konzept von AHMM sah eine behutsame Modernisierung vor. Nach erfolgter CO2-armer Kernsanierung und energetischer Optimierung sollte die Nutzfläche durch die Aufstockung eines Staffelgeschosses und Erweiterungen im Süden und Osten um 11.000 m² vergrößert und die neuen Büroflächen hocheffizient ausgerüstet und flexibel gestaltet werden. Für die Erfüllung der hohen Nachhaltigkeitsziele mussten die in der Bausubstanz gebundenen CO2-Emissionen sowie das Abfallaufkommen bei der Entkernung soweit wie möglich reduziert werden. Dafür wurden alle Baumaterialien aus dem Bestand und für den Neubau einer umfassenden Bewertung hinsichtlich ihres ökologischen Fußabdrucks unterzogen und zum Teil aufwendige Umweltverträglichkeitsprüfungen vorgenommen, soweit keine EPDs zur Verfügung standen.
CO2-Reduktion bei der Sanierung
Trotz Entkernung und Rückbau von Keller und EG konnten 80 % der Betonstruktur erhalten und so CO2-Emissionen durch Abriss verhindert werden. Über 200 Fassadenteile aus Beton oder Granit wurden zurückgebaut und Projekt oder an anderer Stelle wiederverwendet. Ebenso 27.360 Bodenfliesen, 95 Tonnen Pflastersteine und 71 Tonnen Ziegelsteine. Es wurden neue Fundamente eingebracht und Betonstützen gesetzt, bei denen Hüttensand 50 % des Zements ersetzte. Recycelte Stahlträger und -stützen mit wurden eingebaut und auch für den Hohlraumboden in den Büros wurde recycelter Stahl verwendet. Das Ultra Low Carbon-Aluminium von Schüco hat im Vergleich zu Standardaluminium über 100 Tonnen CO2-Emissionen eingespart. Die CO2-Einsparungen entsprechen der jährlichen CO2-Bindung von 425.000 m² heimischem Wald.
CO2-Reduktion der Fassade
Die neue Fassade hatte eine große Bedeutung bei der Erfüllung der Nachhaltigkeitsziele, da sie einen beträchtlichen Teil des in dem Projekt gebundenen CO2 ausmacht. Während der Bestandsanalyse unterstützte Schüco Dane Architectural durch die Bereitstellung projektspezifischer EPDs über SchüCal und ermöglichte so eine präzise Analyse der Umweltauswirkungen. Ein weiterer Schwerpunkt der Zusammenarbeit betraf das Recyclingmaterial. „Wir haben die Nachhaltigkeitsanforderungen durch die Bestellung unserer ULC-Aluminiumprofile umgesetzt,“ erklärt Stephen Newell, National Specification Manager bei Schüco. „Diese Profile weisen ein Treibhauspotenzial von weniger als 1,99 kg CO2 e/kg Aluminium auf und bestehen zu mindestens 75 Prozent aus recyceltem Post-Consumer-Material.“ An der Fassade von 76 Southbank wurde das Pfosten-Riegel-Fassadensystem Schüco FWS 60.SI in der Variante mit aufgesetzter Abdeckleiste installiert. Das dafür bestellte ULC-Aluminium trug zu einer Ersparnis von 100 Tonnen CO2 in der Ökobilanz bei.
Beschreibung der Besonderheiten
- Schüco Fassadensystem FWS 50.SI
- Schüco Fassadensystem FWS 60
- Schüco Fassadensystem FWS 50
- Schüco Fenstersystem AWS 70.HI
- Schüco Türsystem ADS 80 FR 30
- Schüco Türsystem AD UP 75
Objektdetails
Das Objekt im Internet
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