Zukunft im Bestand entwickeln

megawood by Novo-Tech

­Wie sich der Gebäudebestand der 1970er Jahre in eine zukunfts­fähige Wohn­form über­führen lässt, zeigt das Sanierungs­projekt Keplerstraße 4-10 in Aschers­leben. Aus einem typischen DDR-Platten­bau entstand hier ein nahezu energie­autarkes Wohn­haus, das Rückbau, Neustruk­turierung und ein konse­quent reduziertes Energie­konzept mitein­ander verbindet.

Statt Abriss setzt das Projekt der Ascherslebener Gebäude- und Wohnungs­gesellschaft (AGW) auf die Weiter­verwendung der vorhandenen Bausubstanz. Zwei oberste Etagen wurden zurückgebaut, ein Gebäude­teil entfernt und durch neue Dach­formen ersetzt. So reduzierte sich die Anzahl der Wohnungen von rund 60 auf 22 zeitgemäße Einheiten.

Zentraler Bestandteil des Konzepts ist die energetische Neuausrichtung. Großflächige Photovoltaikanlagen auf Dach und Fassade decken mehr als 60 Prozent des Strombedarfs direkt vor Ort. Ergänzt wird dies durch ein enttechnisiertes Gebäudekonzept mit Infra­rot­heizungen und dezentraler Warm­wasser­bereitung. Der ver­bleibende Energie­bedarf wird über zertifizierten Grünstrom gedeckt, sodass der Gebäude­betrieb bilanziell CO₂-frei erfolgt.

Eine weitere Besonderheit dieses Konzepts ist die Verwendung kreis­lauf­fähiger Baumaterialien, die nach dem Cradle to Cradle®-Standard zertifiziert wurden. So wurde sichergestellt, dass kein weiterer Sondermüll für spätere Generation produziert wird. Die Fassaden­gestaltung spielt im Gesamt­konzept eine wesentliche Rolle. Sie verbindet energetische Anforderungen mit architektonischem Ausdruck und trägt zur nachhaltigen Aufwertung des Bestands bei.

Der Bauherr, die AGW setzt dabei ganz gezielt auf die patentierte NATUR-FASER-FASSADE von megawood® in der Farbe Schwedenrot. Diese verziert das Wohn­gebäude im Bereich des Ober­geschosses und der Treppen­aufgänge sogar in schwer­ent­flammbar. Die Fassaden­paneele werden aus dem Werkstoff GCC (German Compact Composite) gefertigt und sind damit Cradle to Cradle® Certified auf Goldniveau. Am Ende der lang­lebigen Nutzungsdauer können alle Komponente des Fassaden­systems an den Hersteller zurück­gegeben werden, wo sie in den stofflichen Kreislauf zurückgeführt werden.

Die Montage der Fassade erfolgte auf Trag­profilen und Wand­winkel für eine Dämm­stärke von bis zu 240 mm. Das vorgehängte, hinter­lüftete Fassaden­system überzeugt durch Nach­haltig­keit, Ressourcen­schonung, gestalterische Vielfalt und einfache Montage. Die werkseitig in Deutschland entwickelten und gefertigten Komponenten des offenen, hinter­lüfteten Fassaden­systems sind optimal aufeinander abgestimmt und ermöglichen eine Verlegung bis in den Spritz­wasser­bereich hinein.

Aus dem Cradle to Cradle Certified® zertifizierten Werkstoff GCC wurden außerdem die Vor­dach­kon­struk­tionen der Eingangs­türen in Schwedenrot gebaut und runden das kontrast­reiche Farb­konzept des Wohn­gebäudes ab.

Ein weiteres Bauprojekt der AGW in unmittelbarer Nachbarschaft gilt heute als Leucht­turm der Bestands­entwicklung und wurde 2023 mit dem DW-Zukunfts­preis der Immobilien­wirtschaft ausge­zeichnet. Es zeigt exemplarisch, wie serielle Wohnbauten durch gezielten Rückbau, erneuerbare Energien und material­bewusste Planung zu einem Baustein der klima­neutralen Stadt werden können.

>> Haben Sie Fragen? Wünschen Sie eine Beratung? Dann nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Vorteile der NATUR-FASER-FASSADE

4 mm Fugenbild

Abstand Oberkante Gelände ≥ 40 mm

max. Spannweite der Paneele 800 mm

ohne sichtbare Befestigung, Paneele werden nur eingerastet

Dämmstoffe bis 240 mm möglich

Ausgleich der Bauwerksunebenheiten bis 38 mm

Brandsperren und Kleintierschutz mittels Aluminium L-Profil

drei verschiedene Paneel-Breiten – 80 mm / 160 mm / 240 mm

Laibung und Sturz unsichtbar befestigt

Gebäudeecken mit Eckleisten im Dekor

>> Mehr Informationen auf: www.megawood.com/fassade

Projektdaten

Projekt:

megawood® NATUR FASER FASSADE Gebäudesanierung

Bauherr

Ascherslebener Gebäude- und Wohnungsgesellschaft mbH

Gesamtfläche Fassade

161 m²

Paneele

KARREE 80, 160, 240 in Schwedenrot, schwer­ent­flammbar nach C-s1, d0

Unterkonstruktion

Edelstahl

Kohlenstoffdepot

20,12 t CO2-Äquivalente (CO2e)

[1 t GCC = 3,82 t CO2e

Fertigstellung

Dezember 2025

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