Kusser Granitwerke GmbH
Dreiburgenstr. 5
94529 Aicha
Deutschland
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"Ein System aus Granit" von Kusser Aicha Granitwerke
© Gerald Berghofer

"Ein System aus Granit" von Kusser Aicha Granitwerke
© Gerald Berghofer
Drei vorgespannte Granitbrücken in Neuhaus am Inn zeigen das Potenzial klimafreundlicher Infrastruktur.
Sie verbinden die Wege entlang der Innlände für Radfahrer und Fußgänger und sind Teil der Neugestaltung und Renaturierung des Ehebachs. Eine Radwegbrücke mit 3 m lichter Breite bildet die zentrale Verbindung für den Radverkehr, ergänzt durch zwei Fußgängerbrücken in angepassten Abmessungen.
Alle drei Bauwerke wurden in derselben vorgespannten Granitbauweise realisiert. Die klimafreundliche Bauweise und lange Lebensdauer machen diese Lösung auch wirtschaftlich attraktiv.

"Ein System aus Granit" von Kusser Aicha Granitwerke
© Gerald Berghofer
Schlanke Brücken im Hochwasserraum
Der ehemals geradlinige Betonlauf des Ehebachs verläuft durch einen Landschaftsraum, der regelmäßig von Hochwasser beeinflusst wird. Die vorgespannte Granitbauweise ermöglicht besonders geringe Bauhöhen (20 cm), da kein zusätzlicher Bodenaufbau erforderlich ist. Dadurch erhöht sich der Freibord gegenüber konventionellen Brückentypen und der Abflussquerschnitt im Gewässerprofil bleibt weitgehend erhalten.

"Ein System aus Granit" von Kusser Aicha Granitwerke
© Gerald Berghofer
Massiver Granit als Tragwerk
Grundlage der Konstruktion ist das Prinzip der Vorspannung. Massive Granitsegmente werden über parabolisch geführte Spannstahllitzen dauerhaft miteinander verbunden. Durch die Vorspannung wird die hohe Druckfestigkeit des Granits gezielt genutzt. So entstehen schlanke und zugleich hoch belastbare Einfeldträger mit Spannweiten von bis zu 20 m.
Bei einer Spannweite von etwa 10 m genügt eine Bauhöhe von rund 20 cm, um eine Nutzlast von 5 kN/m² aufzunehmen.
Der verwendete Granit Tittlinger Feinkorn stammt aus regionaler Gewinnung und Verarbeitung und weist eine sehr günstige CO2-Bilanz auf. Im Vergleich zu Beton oder Stahl erfordert seine Gewinnung und Verarbeitung deutlich weniger Energie. Gleichzeitig ist Naturstein dauerhaft beständig gegen Witterung und mechanische Beanspruchung. Die nahezu fugenlose Oberfläche bleibt über Jahrzehnte nutzbar und reduziert den Wartungsaufwand deutlich.
Mit den drei Brücken investiert Neuhaus am Inn bewusst in eine Infrastruktur für Generationen. Die innovative Granitbauweise verbindet hohe Hochwassersicherheit mit einer Lebensdauer von weit über 100 Jahren.
Jedes Projekt beginnt mit einem Gespräch.
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