Baustahlmatten sind ein wesentlicher Bestandteil moderner Stahlbetonkonstruktionen. Listenmatten von SÜLZLE Stahlpartner sind projektbezogen gefertigte Betonstahlmatten für Anforderungen, die sich mit standardisierten Lagermatten nicht wirtschaftlich oder konstruktiv abbilden lassen.

Individuell geplante Bewehrungsmatten

Wo werden Listenmatten im Betonbau eingesetzt?

Baustahlmatten sind ein wesentlicher Bestandteil moderner Stahlbetonkonstruktionen. Beton nimmt hohe Druckkräfte auf, besitzt jedoch nur eine geringe Zugfestigkeit. Die Bewehrung aus Betonstahl übernimmt deshalb die auftretenden Zugkräfte und sorgt im Zusammenspiel mit dem Beton für tragfähige, langlebige und wirtschaftliche Bauteile.

Listenmatten von SÜLZLE Stahlpartner sind projektbezogen gefertigte Betonstahlmatten für Anforderungen, die sich mit standardisierten Lagermatten nicht wirtschaftlich oder konstruktiv abbilden lassen. Stabdurchmesser, Stababstände, Mattenlängen, Mattenbreiten und Überstände können innerhalb der technischen und normativen Vorgaben an die statischen sowie konstruktiven Erfordernisse des jeweiligen Bauvorhabens angepasst werden.

Dadurch eignen sich Listenmatten insbesondere für Bodenplatten, Decken, Wände und weitere Bauteile mit individuellen Bewehrungsrastern, besonderen Geometrien oder optimierungsbedürftigen Zuschnitten. Die passgenaue Fertigung kann Verschnitt und Baustellenaufwand reduzieren sowie den Verlegeprozess unterstützen.

Listenmatten sind sowohl aus normalduktilem Betonstahl B500A als auch aus hochduktilem Betonstahl B500B lieferbar.

Effiziente Bewehrungslösungen nach DIN 488

Listenmatten von SÜLZLE Stahlpartner werden projektbezogen gefertigt

Listenmatten von SÜLZLE Stahlpartner werden projektbezogen gefertigt

Betonstahllistenmatten werden aus verschiedenen Stahlsorten gefertigt:

B500A (Werkstoff-Nr. 1.0438)

B500B (Werkstoff-Nr. 1.0439)

Sie entsprechen DIN 488-1:2009-08; die Anforderungen an Betonstahlmatten sind in DIN 488-4:2009-08 geregelt.

Die Matten bestehen aus sich kreuzenden Bewehrungsstäben, die im Werk widerstandspunktgeschweißt werden. Voraussetzung für die Ausführung als Listenmatte ist, dass der gewünschte Mattenaufbau durch die normativ vorgesehene Listenbeschreibung eindeutig dargestellt werden kann und die zulässigen Grenzwerte eingehalten werden.

Vorteile der Listenmatten von SÜLZLE Stahlpartner

Individuell an Statik, Bauteilgeometrie und Bewehrungsplanung anpassbar

Optimierte Mattenformate zur Reduzierung von Verschnitt und Zuschnitt auf der Baustelle

Werkseitig widerstandspunktgeschweißte, montagefreundliche Bewehrung

Lieferbar in B500A und B500B

Unterstützung bei wirtschaftlicher Auslegung, Fertigung und termingerechter Baustellenbelieferung

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Umweltnachweise in der Regel in Form einer EPD des Herstellers verfügbar

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Planungsfragen kompakt

Ab wann ist eine Listenmatte wirtschaftlicher als eine Lagermatte?

Listenmatten sind wirtschaftlich sinnvoll, wenn Lagermatten zu einer deutlichen Überbemessung, mehr als etwa 15–20 % Verschnitt oder umfangreichen Zulagen führen. Zu berücksichtigen sind außerdem Verlegeaufwand, Mindestbestellmengen und die meist längere Lieferzeit. Die Entscheidung sollte frühzeitig anhand von Bewehrungsmenge, Bauteilgeometrie und Bauablauf getroffen werden.

Wie wird eine Listenmatte normgerecht beschrieben und bestellt?

Eine Listenmatte wird nach DIN 488-4 eindeutig über Stahlsorte, Stabdurchmesser und -abstände, Mattenlänge und -breite, Überstände sowie die Anzahl der Längs- und Querstäbe beschrieben. Die Angaben sollten direkt aus dem Bewehrungsplan abgeleitet und vor der Bestellung mit dem Hersteller auf Fertigbarkeit geprüft werden.

Wie werden Listenmatten im Leistungsverzeichnis ausgeschrieben?

Listenmatten sollten im Leistungsverzeichnis eindeutig als Listenmatten und getrennt von Lagermatten beschrieben werden. Anzugeben sind insbesondere Stahlsorte, Bezug auf die Bewehrungspläne und Listenbeschreibungen, Einheit und Menge sowie gegebenenfalls Anforderungen an Lieferung, Nachweise oder EPDs. Üblicherweise erfolgt die Abrechnung nach Gewicht gemäß ATV DIN 18331.

Welche Bedeutung haben EPDs für Betonstahl bei Nachhaltigkeitszertifizierungen?

EPDs nach EN 15804 liefern geprüfte Umweltkennwerte für Betonstahl und Betonstahlmatten und werden für Gebäudeökobilanzen sowie Zertifizierungen wie DGNB oder BNB benötigt. Wenn Nachhaltigkeitsanforderungen bestehen, sollte die Ausschreibung eine projektspezifisch geeignete EPD und gegebenenfalls Angaben zu Herstellroute und Herkunft des Stahls verlangen.

Wann ist Betonstahl B500B statt B500A erforderlich?

B500B ist erforderlich, wenn die Tragwerksplanung eine erhöhte Duktilität voraussetzt, etwa bei angesetzten plastischen Schnittgrößenumlagerungen, plastischen Gelenken oder einer duktilen Bemessung in Erdbebengebieten. Bei linearer Schnittgrößenermittlung ohne solche Anforderungen kann B500A ausreichen. Die Duktilitätsklasse muss im Bewehrungsplan und Leistungsverzeichnis eindeutig festgelegt werden.

Welche Übergreifungslängen gelten bei Listenmatten und wie werden Mattenstöße ausgebildet?

Die erforderliche Übergreifungslänge wird nach DIN EN 1992-1-1 mit Nationalem Anhang unter anderem anhand von Stabdurchmesser, Betondeckung, Verbundbedingungen und dem Anteil gestoßener Bewehrung bestimmt. Längs- und Querstoß sind getrennt zu bemessen und im Bewehrungsplan darzustellen; Listenmatten können mit passenden Überständen für die vorgesehenen Stöße gefertigt werden.

Welche maximalen Abmessungen und Gewichte sind bei Listenmatten zu beachten?

Maximale Abmessungen und Mattengewichte hängen von Fertigungsanlage, Transportweg und Baustellenlogistik ab; häufige Größenordnungen liegen bei etwa 6,00 × 2,40 m, größere Formate sind herstellerabhängig möglich. Vor der Bestellung sind Krantragfähigkeit, Reichweite, Zufahrt, Lagerfläche und die sichere Positionierung am Einbauort zu prüfen.

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