Architekturobjekte
Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer
Weiterbauen im Bestand – Forschungs- und Entwicklungsgebäude für Leistungselektronik
59494 Soest, Coesterweg 45
Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Völse Architekten BDA
Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Völse Architekten BDA
Basisdaten zum Objekt
Lage des Objektes
Coesterweg 45, 59494 Soest, Deutschland
Objektkategorie
Objektart
Art der Baumaßnahme
Neubau
Fertigstellungstermin
05.2026
Nachhaltigkeit
LEED - Gold
Zeichnungen und Unterlagen
Projektbeteiligte Firmen und Personen
Verwendete Produkte
Gebäudedaten
Bauweise
Holzhybridbau
Tragwerkskonstruktion
Holz
Anzahl der Vollgeschosse
1-geschossig
Raummaße und Flächen
Nutzfläche
9.500 m²
Kosten
Veranschlagte Rohbaukosten des Bauwerks
24.000.000 Euro
Lage und Umgebung
Beschreibung
Objektbeschreibung
Die Transformation industrieller Standorte gehört zu den drängenden Aufgaben des gegenwärtigen Bauens. Anstelle eines vollständigen Ersatzes stellt sich die Frage des Weiterbaus: Welche Qualitäten des Bestands lassen sich erhalten, weiterentwickeln und mit neuen Anforderungen verbinden?
Mit dem Ausbau ihres Standorts in Soest verfolgt die Delta Energy Systems GmbH konsequent ihre internationale Unternehmensstrategie einer ressourcenschonenden und nachhaltigen Baukultur. Als Teil eines taiwanesischen Technologiekonzerns verbindet das Unternehmen technologische Höchstleistung mit einem langfristigen Verständnis von Ressourcen, Innovation und Baukultur. Der Neubau des Forschungs- und Entwicklungsgebäudes übersetzt diese Haltung in eine Architektur des Weiterbauens. Dabei wird der Bestand nicht als Einschränkung, sondern als Ausgangspunkt begriffen.
Aus dieser Haltung heraus wurde die bestehende Stahlbetontragstruktur nicht als Hindernis, sondern als Ressource verstanden. Nach dem Rückbau der Gebäudehülle blieb das konstruktive Gerüst erhalten und bildet heute das Fundament des neuen Forschungs- und Entwicklungsgebäudes.
Der Neubau ergänzt die vorhandene Konstruktion um einen vorwiegend aus Holz errichteten Baukörper. Bestand und Ergänzung bleiben als unterschiedliche Zeitschichten ablesbar und entwickeln dennoch eine gemeinsame räumliche Identität. Das Tragwerk bestimmt die Architektur ebenso wie die Materialität: Sichtbare Holzdecken, weit gespannte Konstruktionen und großzügige Verglasungen schaffen helle Arbeitsräume, deren Atmosphäre von Tageslicht, Material und konstruktiver Klarheit geprägt ist.
Die etwa 160 Meter lange Gebäudestruktur organisiert Büro-, Entwicklungs- und Laborbereiche entlang einer klaren Erschließung. Akustisch sensible Prüfbereiche, Messlabore und offene Büroflächen bilden funktional differenzierte, räumlich jedoch zusammenhängende Arbeitswelten. Oberlichter führen Tageslicht tief in das Gebäude, während die vorgelagerte Holzfassade mit beweglichen Verschattungselementen das Raumklima unterstützt.
Die Planung entstand in engem Dialog mit dem Bauherrn. Neben funktionalen und technischen Anforderungen flossen auch ausgewählte Prinzipien der ostasiatischen Planungskultur in die Entwicklung der Gebäudeorganisation und Erschließung ein. Diese ergänzen die architektonische Konzeption, ohne sich als eigenständiges Gestaltungsmotiv in den Vordergrund zu stellen.
Die Entscheidung, die bestehende Tragstruktur weiterzuverwenden und mit einem hohen Anteil nachwachsender Baustoffe zu ergänzen, reduziert den Ressourcenverbrauch erheblich und bewahrt die im Bestand gebundene graue Energie. Photovoltaikanlagen auf den Dachflächen sowie der energetische Standard eines KfW-Effizienzhauses 40 ergänzen dieses Konzept. Die LEED-Gold-Zertifizierung ist Ausdruck der weltweit von Delta Energy Systems verfolgten Green-Building-Strategie und dokumentiert den gemeinsamen Anspruch von Bauherr und Planungsteam, Nachhaltigkeit als integralen Bestandteil des Bauens zu verstehen.
Die Qualität der Architektur entsteht nicht aus einer formalen Geste, sondern aus dem Weiterbauen des Vorhandenen. Konstruktion, Material und Raum bilden eine selbstverständliche Einheit und geben dem industriell geprägten Ort eine neue Identität.
Der verantwortungsvolle Umgang mit dem Bestand und das Weiterbauen vorhandener Strukturen sind seit mehr als 25 Jahren wesentliche Bestandteile der architektonischen Haltung von völse architekten bda.
Beschreibung der Besonderheiten
- Holz-Hybridbauweise mit sichtbarer Ingenieurholzkonstruktion
- LEED-Gold-Zertifizierung gemäß internationaler Green-Building-Strategie
- Forschungs- und Entwicklungszentrum für Leistungselektronik
- Gebäudeorganisation unter Berücksichtigung ostasiatischer Planungskultur
- Photovoltaik, Wärmepumpen und Batteriespeicher
- KfW-Effizienzhaus 40
Nachhaltigkeit
Schlagworte
Energetische Kennwerte
Energiestandard
Energetische Kennwerte
Primärenergie
Strom
Sekundärenergie
Strom
Energetische Kennwerte
Primärenergiebedarf ("Gesamtenergieeffizienz")
28,20 kWh/(m²a)
Energiebedarf (Prozentuale Verteilung)
Heizung
31 %
Warmwasser
1 %
Beleuchtung
23 %
Lüftung
10 %
Kühlung inkl. Befeuchtung
35 %
Objektdetails
Gebäudespezifische Merkmale
Anzahl Arbeitsplätze
250
Das Objekt im Internet
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