Architekturobjekte


Modernisierung Kita Kinderinsel, Darmstadt Eberstadt

64297 Eberstadt, Kirnbergerstraße 12

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: netzwerkarchitekten

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Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Kirnbergerstraße 12, 64297 Eberstadt, Deutschland

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Sanierung / Modernisierung

Fertigstellungstermin

02.2026

Projektbeteiligte Firmen und Personen

Architekt/Planer

netzwerkarchitekten

Donnersbergring 20

64295 Darmstadt

Deutschland

Tel. +49 6151 391490

kontakt@netzwerkarchitekten.de

Fachplanung: Gebäudetechnik

Tiede Ingenieurunternehmung GmbH Beratende Ingenieure für Haustechnik

Darmstädter Str. 34

68647 Biblis

Deutschland

Tel. +49 6245 29808-0

office@team-tiede.de

Fachplanung: Tragwerksplanung

Schlier Ingenieure AG

Wittmannstr. 19

64285 Darmstadt

Deutschland

Tel. 06151 969604-0

info@schlier-ingenieure.de

Fachplanung: Brandschutz

Lenz Weber Ingenieure GmbH

Hügelstr. 2

60435 Frankfurt

Deutschland

Tel. +49 69 9544070

info@ingweber.de

Fachplanung: Elektrotechnik

IBL Ingenieurbüro Lueger

Hochwaldstr. 28a

61231 Bad Nauheim

Deutschland

Tel. 0 60 32 / 92 678 -0

mail@ib-lueger.de

Sachverständiger

CDM Smith Consult GmbH Bickenbach

Darmstädter Str. 63

64404 Bickenbach

Deutschland

Tel. +49 6257 504-0

rhein-main@cdmsmith.com

Bauleistung: Trockenbau

Kerger Baudienstleistungen GmbH

Hanauer Landstr. 423a

60314 Frankfurt

Deutschland

Tel. +49 69 415011

info@kerger-baudienstleistungen.de

Bauleistung: Rohbau

Bauunternehmung Streib GmbH & Co. KG

Gotenstraße 20

68259 Mannheim

Deutschland

Verwendete Produkte

Gerflor

Linobeläge

Marmorette

Troldtekt

Akustikplatten

Troldtekt Ultrafine, Natur hell

joro türen

Holzwerkstoff-Innentüren

Rahmentür aus Holz mit Glasfüllung

Gebäudedaten

Bauweise

Mauerwerksbau

Tragwerkskonstruktion

Stahlbeton

Anzahl der Vollgeschosse

3- bis 5-geschossig

Raummaße und Flächen

Bruttogrundfläche

800 m²

Beschreibung

Objektbeschreibung

Die Kinderinsel im Darmstädter Stadtteil Eberstadt befindet sich im „Haus der Vielfalt“, einem Quartiersgebäude aus den 1970er-Jahren. Die Einrichtung wurde nicht als freistehende Kindertagesstätte konzipiert, sondern ist im Erdgeschoss eines multifunktionalen Hauses untergebracht, das neben der Kita auch einen Hort, Versammlungsräume, Beratungsstellen, ein Jugendzentrum sowie weitere soziale Einrichtungen beherbergt. Zwischen 2008 und 2012 wurden bereits die gesamte Gebäudehülle sowie die oberen Geschosse des Hauses saniert. Das Erdgeschoss hat eine Größe von ca. 600qm und beherbergt eine Kita mit ca. 90 Plätzen sowie einen Hort (20 Plätze), der zukünftig an anderer Stelle unterkommen wird.
Im Jahr 2021 schrieb die Wissenschaftsstadt Darmstadt im Rahmen eines VgV-Verfahrens die Planungsleistungen für die Anpassung der Kinderinsel an aktuelle räumliche, funktionale und technische Anforderungen aus. Ziel war es, die bestehende Einrichtung bedarfsgerecht zu modernisieren und zugleich langfristig zukunftsfähig weiterzuentwickeln.
Das architektonische Konzept folgt dem Ansatz einer Revitalisierung der vorhandenen Bausubstanz aus den 1970er-Jahren. Dabei gilt es, die konstruktiven Qualitäten und die charakteristische Materialität dieser Epoche zu bewahren und gleichzeitig funktional sowie energetisch auf den heutigen Stand zu bringen. Prägende Elemente wie Sichtbetonflächen, großzügige Spannweiten und modulare Grundrissstrukturen werden aufgearbeitet, ergänzt und in ein zeitgemäßes Nutzungskonzept überführt. Durch gezielte Eingriffe entsteht ein Dialog zwischen der bestehenden Struktur und neuen Bauteilen, der die ursprüngliche architektonische Haltung respektiert und zugleich neue räumliche Qualitäten schafft.
Ein Schwerpunkt lag bei der Bearbeitung auf der Verbesserung der Orientierung sowie der raumklimatischen Faktoren im Inneren:​ Neue Sichtachsen in den Außenraum sowie neue Lichtschaufel sorgen für eine deutlich verbesserte natürliche Belichtung der tiefen Grundrissbereiche und stärken zugleich die räumliche Verbindung zwischen Innen- und Außenraum.
Alle Maßnahmen wurden unter dem Gesichtspunkt der nachhaltigen Weiterverwendung der vorhandenen Gebäudestruktur getroffen. Tragwerk, Materialien und Oberflächen werden soweit möglich erhalten, instandgesetzt und in den neuen Entwurf integriert. Auf diese Weise kann die im Bestand gebundene graue Energie genutzt und der Ressourcenverbrauch reduziert werden.
Die Revitalisierung würdigt die architektonische Sprache der 1970er-Jahre als Ausdruck einer spezifischen Bau- und Gesellschaftsepoche. Charakteristische Materialien wie Sichtbeton, Klinker und Holzpaneele werden sorgfältig saniert und, wo erforderlich, ergänzt. Ziel der Maßnahmen ist es, den authentischen Charakter des Bestands zu bewahren und gleichzeitig neue Nutzungsanforderungen sensibel zu integrieren. Alt und Neu treten dabei nicht in Konkurrenz, sondern verbinden sich zu einer klar lesbaren, zeitübergreifenden Einheit.

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