Johannes Baier
Baier GmbH
Reiersbacher Str. 28
77871 Renchen
Deutschland
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"Sonnenschutz in Übergröße – als Teil der Architektur gedacht" von Baier
© Giner + Wucherer
Große Glasflächen, hohe solare Lasten und ein klarer architektonischer Anspruch: Bei modernen Gebäudehüllen muss Sonnenschutz heute weit mehr leisten als reine Verschattung. Er beeinflusst das Fassadenbild, den sommerlichen Wärmeschutz, den Nutzungskomfort und die Qualität der Detailplanung. Gerade bei großformatigen Öffnungen, Sondergeometrien oder anspruchsvollen Fassadenkonzepten zeigt sich früh, ob eine Lösung additiv gedacht ist – oder als integraler Bestandteil der Architektur.

"Sonnenschutz in Übergröße – als Teil der Architektur gedacht" von Baier
© Giner + Wucherer
Sonnenschutz früh mitdenken
Wer beweglichen Sonnenschutz erst spät in die Planung integriert, riskiert gestalterische Brüche, Anpassungen in der Unterkonstruktion und zusätzlichen Abstimmungsbedarf zwischen Fassade, Metallbau und Antriebstechnik. Wird er dagegen von Beginn an mitgeplant, lassen sich Funktion, Konstruktion und Gestaltung präzise zusammenführen. Genau hier liegt die Stärke objektspezifischer Sonderlösungen.
Objektbeispiel EMPL
Wie konsequent sich dieser Ansatz umsetzen lässt, zeigt das Montagewerk von EMPL in Zahna-Elster, geplant von Giner + Wucherer Architekten aus Innsbruck. Die planerische Vorgabe war klar: Der Sonnenschutz sollte nicht vor der Fassade stehen, sondern die Gebäudehülle als lichtdurchlässige Ebene mitprägen. Baier realisierte dafür 31 motorisierte Faltschiebeläden sowie 26 feststehende Elemente aus pulverbeschichtetem Streckmetall auf rund 70 laufenden Metern.

"Sonnenschutz in Übergröße – als Teil der Architektur gedacht" von Baier
© Giner + Wucherer
Präzision bis ins Detail
Die besondere Herausforderung lag in der Geometrie der Südfassade: Aufgrund der schräg verlaufenden Oberkante musste jedes Element individuell ausgelegt, gefertigt und montiert werden. Das erforderte eine präzise Vorausplanung, die exakte Aufnahme aller relevanten Maße sowie eine enge Schnittstellenkoordination mit dem Fassadenbauer. Führungsschienen, Laufschienen und Antriebstechnik wurden vollständig in die Alucobond-Metallfassade integriert. So blieb die technische Komplexität im Hintergrund, während nach außen ein ruhiges, homogenes Fassadenbild entstand.
Im geschlossenen Zustand wirkt das Obergeschoss wie aus einem Guss. Im geöffneten Zustand schwenken die Flügel V-förmig zur Seite – mit geringem Platzbedarf und zurückhaltender Präsenz. Für Architekten und Planer entsteht daraus ein wesentlicher Mehrwert: maßgeschneiderter Sonnenschutz, der thermische Anforderungen erfüllt, konstruktiv sauber eingebunden ist und die Entwurfsidee konsequent weiterführt.
Sprechen Sie uns gerne frühzeitig in Ihrer Planung an.
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