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Dachdeckungen

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Biberschwanzziegel, WALTHER DACHZIEGEL
Die Art der Dachdeckung ist abhängig von der Dachneigung. Sie muss regensicher, wetterfest und feuerhemmend sein. Je mehr Fugen bei ihrer Verlegung entstehen, umso schneller muss das Wasser abfließen können, d.h. umso steiler muss die Dachfläche sein. Das Hauptaugenmerk sollte auf den Anschlüssen in den First-, Grat- und Kehlbereichen liegen.
Zusätzlichen Schutz gegen das Eindringen von Staub, Schnee und Schlagregen bieten Unterspannbahnen oder Unterspannplatten, eine Vordeckung oder ein Unterdach.
Als Dachdeckungsmaterialien haben sich u.a. bewährt:Bitumenschindeln, Bitumenwellplatten, Dachziegel, (Beton-)Dachsteine, Faserzement-Dachplatten, Faserzement-Wellplatten, Holzschindeln, Metalldeckungen z.B. Zinkbleche, Kupferbleche, ferner Schiefer, oder Stroh-/Reetdeckungen.
Nicht zu vergessen: Dachzubehör und Dachschmuckelemente werden in Form und Farbe passend eingebunden.
Tipp
Angesichts der vielschichtigen Konstruktion ist insbesondere auf die saubere Integration sogenannter Durchstoßpunkte für Antennen, Entlüftungsanlagen, Schornsteine oder Photovoltaikanlagen auf der Dachhaut zu achten, damit an diesen neuralgischen Punkten keine Feuchtigkeit eindringen kann
Beim Flachdach kommen folgende Alternativen in Betracht:
eine lose gestreute Kiesschüttung aus gewaschenem Rundkorn, die den Dichtungsbahnen einen guten Schutz gegen große Hitze und Hagelschlag bieten
eine Dachbegrünung auf mehr oder weniger dicker Substratschicht, die entweder eine extensive Begrünung mit kleineren Pflanzen oder sogar eine intensive Begrünung mit Büschen und kleinen Bäumen erlauben. Aus statischen Gründen ist die Auswahl bei der Planung zu treffen.
Dichtungsbahnen ohne weitere Schutzschicht, die allerdings bei Wohngebäuden kaum in Betracht kommen, da sie wenig Schutz beispielsweise gegen Hagelschlag oder auch gegen extreme Hitze bei hoch stehender Mittagssonne bieten
Dachterrassen-Platten oder -beläge, wobei eine gute Planung und sorgfältige Ausführung nötig sind, sollen Wasserschäden vermieden werden. Die Platten, Holzdielenbeläge oder Gitterroste werden auf Abstandshalter aus Kunststoff gesetzt, die wiederum auf der Flachdachdichtung stehen.
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Komplettdach mit Solarkollektoren und Dachfenstern, Foto: Roto
Angesichts der in jüngsten Jahren starken Verbreitung von Solartechnik zur Heizungsunterstützung bzw. Stromgewinnung (siehe Haustechnik) hat die Optik der Dächer mancherorts schon einen sichtbaren Wandel erfahren. Solarkollektoren und Photovoltaikmodule sowie Wohndachfenster können heutzutage dank einheitlicher Größe beliebig miteinander kombiniert werden und sogar in der höchsten Ausbaustufe komplett die übliche Eindeckung mit Ziegeln ersetzen.
Als Solar-Dachdeckung bezeichnet man z.B. sogenannte Solar-Dachziegel/-steine, Solar-Schiefer-Systeme oder Solar-Metalldachdeckung.
Umweltfreundlich ist auch ein ganz aktueller Trend bei Dachsteinen: Gerade die Ballungsräume leiden unter hohem Verkehrsaufkommen mit der Folge hoher Luftverschmutzung.
Insbesondere die zunehmende Belastung durch Stickoxide gilt als Verursacher für die wachsende Zahl der Atemwegserkrankungen vor allem bei Kindern und Jugendlichen. Durch die Oberfläche mit photokatalytischer Wirkung werden Stickoxide abgebaut. Dabei wandelt das Mineral Titanoxid (TiO2) im Beton mithilfe von Sonnenstrahlen schädliche Stickstoffoxide aus der Luft zu Nitrat-Ionen um, die mit dem Regenwasser von der Dachfläche angespült werden.
Ebenso haben auch die Dachsteine mit Katalysator-Technik selbstreinigende Effekte durch die Photokatalyse von organischen Stoffen wie Algen und Flechten.