Zentraler Omnibusbahnhof in München
80335 München, Arnulfstraße 21
Objekt bewerten
(0)
Mit freundlicher Unterstützung von Hörmann Verkaufsgesellschaft
Basisdaten zum Objekt
Objektkategorie
Außenanlagen, Verkehrsbauten
Objektart
Sonstige Verkehrsbauten
Art der Baumaßnahme
Neubau
Bezugsfertigstellung
01.2009
Lage und Umgebung
48.14258
11.54997
Zentraler Omnibusbahnhof in München
|
Zentraler Omnibusbahnhof in München |
||
|---|---|---|
|
Arnulfstraße 21 80335 München Deutschland |
![]() |
|
|
Ø-Note (0)
|
||
Beteiligte Unternehmen
Architekt/Planer
Bauherr
ZOB an der Hackerbrücke, München
HOCHTIEF AG Niederlassung München
80339 München
Tel. +49 89 54760-0
Fax +49 89 54760-299
Statik
Sailer Stepan und Partner, München
Verwendete Produkte
Upheider Weg 94-98
33803 Steinhagen
Deutschland
Tel. +49 1805 750100
Fax +49 1805 750101
www.hoermann.de
Beschreibung
Objektbeschreibung
Reisende, die mit dem Bus aus verschiedenen europäischen Metropolen in München ankommen, mussten bislang auf einer einfachen Schotterfläche des ehemaligen Containerbahnhofs Arnulfpark oder an anderer, wenig repräsentativer Stelle aussteigen. Seit 2009 allerdings endet ihre Reise am attraktiven, von Auer+Weber+Assoziierte geplanten Zentralen Omnibusbahnhof im Herzen Münchens.
Ende der 1920er-Jahre wurde das Kraftfahrzeug ein ernst zu nehmender Konkurrent für die bis dahin dominierende Eisenbahn. Um die Monopolstellung der Bahn zu bewahren und rechtlich abzusichern, wurde der Personen- und Güterverkehr auf der Straße durch verschiedene Gesetze streng reguliert. Eines davon ist die Überlandverkehrsordnung von 1931, die den Busunternehmen noch heute verbietet Fernbuslinien innerhalb Deutschlands einzusetzen – die einzige Ausnahme bildete hierbei das ehemalige West-Berlin. Ab Mitte 2011 allerdings soll nun auch in Deutschland der Überlandbus zum alltäglichen Reiseverkehrsmittel werden. München ist mit seinem neuen Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) schon heute dafür gerüstet. Bereits im Jahr 2002 wurde ein Realisierungswettbewerb der Landeshauptstadt ausgelobt, den das Münchner Büro von Auer+Weber+Assoziierte gewann. 2007 begannen die Bauarbeiten und zwei Jahre später konnte der direkt neben der Hackerbrücke, zwischen Arnulfstraße und Gleisanlage, entstandene Neubau eröffnet werden.
Das Busterminal mit seinen 29 Haltebuchten für den gesamten Linienbusverkehr und einen Teil der Touristenbusse wird ebenerdig erschlossen. Es ist gänzlich dem Verkehr gewidmet, was wohl auch erklärt, weshalb es mit den vereinzelten Bänken und den Erschließungsschächten recht nüchtern wirkt. Ein Stockwerk darüber allerdings erstreckt sich – ähnlich den Non-Aviation-Bereichen der Flughäfen – eine belebte Etage mit Handel und Gastronomie. Das Angebot der sogenannten ZOB-Passage orientiert sich dabei an den Bedürfnissen der Busreisenden, aber auch an der Nachfrage der Anwohner und der Laufkundschaft. Zwei Bürogeschosse legen sich kammartig auf die Passagenebene, sodass kleine Innenhöfe entstehen. Diese sorgen nicht nur für eine optimale Belichtung sowie angenehme Kühlung im Sommer, sondern sollen die Büroräume durch ihre Begrünung zusätzlich aufwerten. Im Untergeschoss des Bahnhofs befindet sich neben der Tiefgarage sogar eine Diskothek. Ein kleines Highlight für die Wartenden ist die Terminal-Lounge: An der zur Frauenkirche orientierten Stirnseite des ZOB ist ein Aufenthaltsbereich untergebracht, der durch die geneigte Glasfassade einen eindrucksvollen Blick über die Münchner Innenstadt gewährt.
Besonders auffällig ist die Fassadengestaltung des Busbahnhofs: Der Baukörper wird von einer Metallkonstruktion umschlossen, die die einzelnen Gebäudetrakte zu einer objekthaften Großform zusammenfasst. So ergeben die auf Abstand angeordneten Aluminium-Rohre aus der Ferne betrachtet eine flächige, formgebende Hülle, die den Nutzern als Sonnenschutz und Filter dient. Mit seiner ungewöhnlichen Form löst sich der ZOB bewusst von der Nachbarbebauung und spiegelt die Dynamik des überregionalen Bus- und Bahnverkehrs wider. Die zentrale Lage und die direkte Anbindung an den regionalen und überregionalen Verkehr machen den Busbahnhof zu einem idealen (Fern-)Reiseknotenpunkt.
FOTOS
Ende der 1920er-Jahre wurde das Kraftfahrzeug ein ernst zu nehmender Konkurrent für die bis dahin dominierende Eisenbahn. Um die Monopolstellung der Bahn zu bewahren und rechtlich abzusichern, wurde der Personen- und Güterverkehr auf der Straße durch verschiedene Gesetze streng reguliert. Eines davon ist die Überlandverkehrsordnung von 1931, die den Busunternehmen noch heute verbietet Fernbuslinien innerhalb Deutschlands einzusetzen – die einzige Ausnahme bildete hierbei das ehemalige West-Berlin. Ab Mitte 2011 allerdings soll nun auch in Deutschland der Überlandbus zum alltäglichen Reiseverkehrsmittel werden. München ist mit seinem neuen Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) schon heute dafür gerüstet. Bereits im Jahr 2002 wurde ein Realisierungswettbewerb der Landeshauptstadt ausgelobt, den das Münchner Büro von Auer+Weber+Assoziierte gewann. 2007 begannen die Bauarbeiten und zwei Jahre später konnte der direkt neben der Hackerbrücke, zwischen Arnulfstraße und Gleisanlage, entstandene Neubau eröffnet werden.
Das Busterminal mit seinen 29 Haltebuchten für den gesamten Linienbusverkehr und einen Teil der Touristenbusse wird ebenerdig erschlossen. Es ist gänzlich dem Verkehr gewidmet, was wohl auch erklärt, weshalb es mit den vereinzelten Bänken und den Erschließungsschächten recht nüchtern wirkt. Ein Stockwerk darüber allerdings erstreckt sich – ähnlich den Non-Aviation-Bereichen der Flughäfen – eine belebte Etage mit Handel und Gastronomie. Das Angebot der sogenannten ZOB-Passage orientiert sich dabei an den Bedürfnissen der Busreisenden, aber auch an der Nachfrage der Anwohner und der Laufkundschaft. Zwei Bürogeschosse legen sich kammartig auf die Passagenebene, sodass kleine Innenhöfe entstehen. Diese sorgen nicht nur für eine optimale Belichtung sowie angenehme Kühlung im Sommer, sondern sollen die Büroräume durch ihre Begrünung zusätzlich aufwerten. Im Untergeschoss des Bahnhofs befindet sich neben der Tiefgarage sogar eine Diskothek. Ein kleines Highlight für die Wartenden ist die Terminal-Lounge: An der zur Frauenkirche orientierten Stirnseite des ZOB ist ein Aufenthaltsbereich untergebracht, der durch die geneigte Glasfassade einen eindrucksvollen Blick über die Münchner Innenstadt gewährt.
Besonders auffällig ist die Fassadengestaltung des Busbahnhofs: Der Baukörper wird von einer Metallkonstruktion umschlossen, die die einzelnen Gebäudetrakte zu einer objekthaften Großform zusammenfasst. So ergeben die auf Abstand angeordneten Aluminium-Rohre aus der Ferne betrachtet eine flächige, formgebende Hülle, die den Nutzern als Sonnenschutz und Filter dient. Mit seiner ungewöhnlichen Form löst sich der ZOB bewusst von der Nachbarbebauung und spiegelt die Dynamik des überregionalen Bus- und Bahnverkehrs wider. Die zentrale Lage und die direkte Anbindung an den regionalen und überregionalen Verkehr machen den Busbahnhof zu einem idealen (Fern-)Reiseknotenpunkt.
FOTOS
- baubild/Stephan Falk/Hörmann KG
- Roland Halbe, Stuttgart
Link mitnehmen













