Wohnen am Mittleren Ring in München
81677 München, Richard-Strauss-Straße/Mittlerer Ring,
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Mit freundlicher Unterstützung von Hörmann Verkaufsgesellschaft
Basisdaten zum Objekt
Objektkategorie
Wohnungsbauten
Objektart
Mehrfamilienhäuser
Lage und Umgebung
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Wohnen am Mittleren Ring in München |
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Richard-Strauss-Straße/Mittlerer Ring, 81677 München Deutschland |
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Ø-Note (2)
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Beteiligte Unternehmen
Bauherr
Bayerische Versorgungskammer Bau- und Hausverwaltung
81925 München
Tel. +49 89 92350
Fax +49 89 92358025
Bayern-Versicherung Lebensversicherungs AG, München
Fachplanung Landschaftsbau, Freiflächen und Freianlagen
Fachplanung Schallschutz und Raumakustik
01465 Langebrück
Tel. +49 35201 725-0
Fax +49 35201 725-20
Planung
Statik
Sailer Stepan und Partner, München
Verwendete Produkte
Upheider Weg 94-98
33803 Steinhagen
Deutschland
Tel. +49 1805 750100
Fax +49 1805 750101
www.hoermann.de
Beschreibung
Objektbeschreibung
Mit täglich bis zu 150.000 Fahrzeugen zählt der Mittlere Ring zu den meistbefahrenen Straßen Münchens. Entsprechend stark sind die anliegenden Wohngebiete durch Lärm belastet – vor allem entlang der Teilabschnitte, in denen die Trasse noch immer oberirdisch verläuft. So auch im Bereich der Richard-Strauss-Straße, zwischen gleichnamigem Tunnel und Effnerplatz, am Übergang der nordöstlichen Innenstadt nach Bogenhausen: In den 1950er-Jahren waren dort sechs zeilenförmige Gebäude mit 184 Wohnungen entstanden, die sich fächerartig zum Mittleren Ring öffnen und inzwischen erheblich unter den verkehrsbedingten Beeinträchtigungen litten.
Um die Situation zu verbessern und gleichzeitig die vorhandenen Grundstücksreserven zu nutzen, wurde 2005 ein einstufiger Realisierungswettbewerb ausgelobt, aus dem das Berliner Büro Léon Wohlhage Wernik Architekten als Sieger mit einem überzeugend klaren Entwurf hervorging. Fünf zusätzliche Wohnriegel parallel zum Straßenzug, die die vorhandenen Bestandsgebäude zu einer Kammstruktur ergänzen – im Gesamtbild ein überdimensionaler, leicht geschwungener Lärmschutzwall mit einer Höhe von sechs Geschossen. In der Aufsicht sind die neuen Baukörper nicht zwischen die Altbauten gezwängt, sondern nach außen versetzt; die deutlich ablesbaren Fugen wurden bis unter die Traufkante mit Schallschutzelementen versehen. Den südlichen Abschluss bildet ein Bürogebäude. Zur Straße erzeugten die Architekten ein 250 Meter langes Relief: An allen neuen Wohngebäuden fassten sie jeweils zwei übereinanderliegende Etagen mit verschieden breiten, verputzten Fassadenflächen gestalterisch zusammen, die nach Süden leicht aus dem Gebäude herausklappen, um schmale vertikale Fenster aufzunehmen. In unterschiedlichen Gelb- und Grüntönen gestrichen, erinnern diese Tafeln entfernt an das geschichtete Schuppenkleid eines Reptils.
Das unterste Band läuft dabei durch und definiert vor den Stirnseiten der Altbauten halböffentliche Räume – Schallschleusen, in denen sich seitlich die Zugänge zu den neuen Wohnriegeln befinden. Die besondere Herausforderung bestand jedoch nicht nur darin, die angrenzenden Gebäude bestmöglich abzuschirmen, sondern gleichzeitig in schwieriger Lage hochwertigen Wohnraum zu schaffen. Die insgesamt 90 Ein- bis Dreizimmereinheiten mit über 12.000 Quadratmetern orientieren sich daher samt Loggien und Balkonen größtenteils zu den begrünten Innenhöfen. Auf der Straßenseite sind dagegen hauptsächlich Treppenhäuser, Küchen und Bäder angeordnet; diejenigen Wohnund Essbereiche, die von Osten nach Westen „durchgesteckt“ wurden, lassen sich auch zu den Höfen be- und entlüften. Léon Wohlhage Wernik erfüllten die gestellten Anforderungen voll und ganz. In hochgradig verkehrsbelastetem Stadtraum realisierten sie Gebäude, die in sich gut funktionieren und dem gesamten Quartier als schützendes Rückgrat dienen. Das Ergebnis ist selbst für Spaziergänger deutlich auszumachen: Von der Straße über die Zugangsschleusen bis in die Innenhöfe nimmt der Schallpegel kontinuierlich und wohltuend ab.
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