Wohnen am Mittleren Ring in München

81677 München, Richard-Strauss-Straße/Mittlerer Ring,

Objekt bewerten

 
(2)

Mit freundlicher Unterstützung von Hörmann Verkaufsgesellschaft

  • © Christian Richters, Münster

    © Christian Richters, Münster

    © Christian Richters, Münster

    © Christian Richters, Münster

Basisdaten zum Objekt

 
 
 
 

Objektkategorie

Wohnungsbauten

Objektart

Mehrfamilienhäuser

Lage und Umgebung

 
 
 
 
48.1419555
11.6156802
Wohnen am Mittleren Ring in München

Wohnen am Mittleren Ring in München

Richard-Strauss-Straße/Mittlerer Ring, 

81677 München

Deutschland

 

Ø-Note

 
(2)
   

 Beteiligte Unternehmen

 
 
 
 

Bauherr

Bayerische Versorgungskammer Bau- und Hausverwaltung

 

81925 München

Tel. +49 89 92350

Fax +49 89 92358025

Bayern-Versicherung Lebensversicherungs AG, München

 

Fachplanung Landschaftsbau, Freiflächen und Freianlagen

10827 Berlin

Tel. 030/6112218

Fax 030/6112686

Fachplanung Schallschutz und Raumakustik

01465 Langebrück

Tel. +49 35201 725-0

Fax +49 35201 725-20

Planung

10629 Berlin

Tel. +49 30 327600-0

Fax +49 30 327600-60

Statik

Sailer Stepan und Partner, München

 

 Verwendete Produkte

 
 
 
 

Upheider Weg 94-98

33803 Steinhagen

Deutschland

Tel. +49 1805 750100

Fax +49 1805 750101

info@hoermann.de

www.hoermann.de

 

Sectionaltore

 Zur Marke SPU 40

 Beschreibung

 
 
 
 

Objektbeschreibung

An einer vielspurigen Stadtautobahn zu leben klingt zunächst wenig reizvoll. Ein geschickter Planungsansatz macht dies aber ohne größere Einschränkungen möglich: Am Rand der Münchner Innenstadt errichteten Léon Wohlhage Wernik Architekten mehrgeschossige Wohnbauten, die trotz ihrer direkten Lage am Mittleren Ring eine hohe Aufenthaltsqualität bieten und darüber hinaus den Lärmschutz für die angrenzenden Bestandsgebäude verbessern.

Mit täglich bis zu 150.000 Fahrzeugen zählt der Mittlere Ring zu den meistbefahrenen Straßen Münchens. Entsprechend stark sind die anliegenden Wohngebiete durch Lärm belastet – vor allem entlang der Teilabschnitte, in denen die Trasse noch immer oberirdisch verläuft. So auch im Bereich der Richard-Strauss-Straße, zwischen gleichnamigem Tunnel und Effnerplatz, am Übergang der nordöstlichen Innenstadt nach Bogenhausen: In den 1950er-Jahren waren dort sechs zeilenförmige Gebäude mit 184 Wohnungen entstanden, die sich fächerartig zum Mittleren Ring öffnen und inzwischen erheblich unter den verkehrsbedingten Beeinträchtigungen litten.

Um die Situation zu verbessern und gleichzeitig die vorhandenen Grundstücksreserven zu nutzen, wurde 2005 ein einstufiger Realisierungswettbewerb ausgelobt, aus dem das Berliner Büro Léon Wohlhage Wernik Architekten als Sieger mit einem überzeugend klaren Entwurf hervorging. Fünf zusätzliche Wohnriegel parallel zum Straßenzug, die die vorhandenen Bestandsgebäude zu einer Kammstruktur ergänzen – im Gesamtbild ein überdimensionaler, leicht geschwungener Lärmschutzwall mit einer Höhe von sechs Geschossen. In der Aufsicht sind die neuen Baukörper nicht zwischen die Altbauten gezwängt, sondern nach außen versetzt; die deutlich ablesbaren Fugen wurden bis unter die Traufkante mit Schallschutzelementen versehen. Den südlichen Abschluss bildet ein Bürogebäude. Zur Straße erzeugten die Architekten ein 250 Meter langes Relief: An allen neuen Wohngebäuden fassten sie jeweils zwei übereinanderliegende Etagen mit verschieden breiten, verputzten Fassadenflächen gestalterisch zusammen, die nach Süden leicht aus dem Gebäude herausklappen, um schmale vertikale Fenster aufzunehmen. In unterschiedlichen Gelb- und Grüntönen gestrichen, erinnern diese Tafeln entfernt an das geschichtete Schuppenkleid eines Reptils.

Das unterste Band läuft dabei durch und definiert vor den Stirnseiten der Altbauten halböffentliche Räume – Schallschleusen, in denen sich seitlich die Zugänge zu den neuen Wohnriegeln befinden. Die besondere Herausforderung bestand jedoch nicht nur darin, die angrenzenden Gebäude bestmöglich abzuschirmen, sondern gleichzeitig in schwieriger Lage hochwertigen Wohnraum zu schaffen. Die insgesamt 90 Ein- bis Dreizimmereinheiten mit über 12.000 Quadratmetern orientieren sich daher samt Loggien und Balkonen größtenteils zu den begrünten Innenhöfen. Auf der Straßenseite sind dagegen hauptsächlich Treppenhäuser, Küchen und Bäder angeordnet; diejenigen Wohnund Essbereiche, die von Osten nach Westen „durchgesteckt“ wurden, lassen sich auch zu den Höfen be- und entlüften. Léon Wohlhage Wernik erfüllten die gestellten Anforderungen voll und ganz. In hochgradig verkehrsbelastetem Stadtraum realisierten sie Gebäude, die in sich gut funktionieren und dem gesamten Quartier als schützendes Rückgrat dienen. Das Ergebnis ist selbst für Spaziergänger deutlich auszumachen: Von der Straße über die Zugangsschleusen bis in die Innenhöfe nimmt der Schallpegel kontinuierlich und wohltuend ab.

 Zeichnungen und Unterlagen

Link mitnehmen

 

www.heinze.de ist IVW-geprüft.

© Heinze GmbH 2012 - Architekturobjekte - Wohnen am Mittleren Ring in München