treehugger

56068 Koblenz, Kastorhof 1

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  • © Roland Borgmann

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Basisdaten zum Objekt

 
 
 
 

Objektkategorie

Veranstaltungsbauten

Objektart

Ausstellungsgebäude

Art der Baumaßnahme

Neubau

 

Tragwerkskonstruktion

Holz

 

Bezugsfertigstellung

04.2011

 

Anzahl der Vollgeschosse

1-geschossig

 

Raummaße und Flächen

Rauminhalt - Brutto

421 m³

 

Bruttogrundfläche

156 m²

Lage und Umgebung

 
 
 
 
50.3618968
7.6030202
treehugger

treehugger

Kastorhof 1

56068 Koblenz

Deutschland

 

Ø-Note

 
(2499)
   

 Beteiligte Unternehmen

 
 
 
 

Architekten/Planer

Architektur-, Planungs-, Projektsteuerungsbüro

40477 Düsseldorf

Tel. +49 211 22065779

Fax +49 211 22065778

Fachplanung

Fachrichtung Intermediales Design, Lehrgebiet Medienräume, FH Trier

 

Holzbau

Ochs GmbH

 

55481 Kirchberg

Tel. 06763/93100

Fax 06763/931077

Planung

Handwerkskammer Koblenz

 

56070 Koblenz

Tel. +49 261 98572

Lehrgebiet Digitales Konstruieren und Entwerfen, FH Trier

 

Statik

osd GmbH & Co. KG

 

60329 Frankfurt

Tel. +49 69 272217-0

Fax +49 69 272217-20

55543 Bad Kreuznach

Tel. +49 671 844000

Fax +49 671 8440050

 Verwendete Produkte

 
 
 
 
 
 

Dachdeckung

 Beschreibung

 
 
 
 

Objektbeschreibung

Der Pavillon "treehugger" ist das Ergebnis eines Forschungs- und Entwicklungsprojekts, durchgeführt durch das Kompetenzzentrum für Gestaltung, Fertigung und Kommunikation der Handwerkskammer Koblenz mit der Fachhochschule Trier, Lehrgebiet Digitales Konstruieren und Entwerfen, und dem Architekturbüro one fine day, Düsseldorf. Die Fachrichtung Intermedia Design hat in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Informatik verschiedene Konzepte zur medialen Bespielung des Pavillons erarbeitet. Für die Tragwerkplanung sowie das 3D-Engineering wurde das Frankfurter Büro OSD hinzugezogen. OCHS Holzbau aus Kirchberg hat den Pavillon realisiert.

Durch die Planung und Realisierung eines Pavillons für die BuGa 2011 in Koblenz sollte die Anwendung computergestützter Entwurfs- und Fertigungstechnologie Studierenden wie Ausführenden praktisch und exemplarisch erfahrbar gemacht werden. Somit stand nicht nur der Pavillon selbst, sondern vor allem dessen Entwicklungsprozess im Vordergrund unserer Bemühungen.

"treehugger" befindet sich neben der Kirche St. Kastor in der Nähe des deutschen Ecks. Auf einem bisher als Parkplatz genutzten Grundstück und unter einem Blätterdach bestehender Linden, besetzt der Pavillon eine Schnittstelle zwischen dem Gelände der BuGa und dem umgebenden Stadtraum. Nach der BuGa 2011 wird der Pavillon demontiert und am Neubau des Zentrums für Ernährung und Gesundheit (ZEG) der Handwerkskammer Koblenz wieder errichtet.

Beschreibung der Besonderheiten

Der Pavillon musste während der BuGa 2011 nicht nur als formaler und räumlicher "eye-catcher" funktionieren. Vor allem mussten die durch die Handwerkskammer Koblenz und ihre Partner veranstalteten Vorträge und Abendveranstaltungen, Ausstellungen und Seminare räumlich abgebildet werden. Dabei unterstützt die besondere Geometrie des Raumes diese unterschiedlichen Funktionen, ohne dass der Raum eigenschaftlos sein muss: ein Rundgang durch die Ausstellung wird im Grundriss ebenso ablesbar, wie ein Zentralraum für Veranstaltungen oder das vernetzte Arbeiten in workshops. Die Verschmelzung unterschiedlicher Raumtypen spiegelt sich in einem mehrfach nutz- und lesbaren Raum wider, klare Funktionsanordnungen werden durch Überlagerung ambivalent.

Dazu wird ein mehrfach symmetrisches Raster aus fünfeckigen Modulen punktsymmetrisch um eine bestehende Linde herum angeordnet und dabei sowohl als raumbildende, aber auch als konstruktive Struktur genutzt. Durch Verzerrungen dieses Rasters entstehen fünf Verbindungen zwischen Boden und Dach, die dort in Überhöhungen münden - ein dreidimensional verformtes Rost entsteht, das in seiner strukturellen Ornamentik den formalen Ausdruck des Gebäudes ebenso bestimmt, wie es Last abträgt, besondere Ausblicke in das Blätterdach ermöglicht, den Lichteinfall kontrolliert und gleichzeitig Funktionen differenziert. Durch die Kombination grundlegender Symmetrien und lokal angewandter Differenzierung entsteht eine ablesbare Balance zwischen methodischer Rigorosität und zur Schau gestellter, struktureller Komplexität.

Konzeption, Entwurf und Konstruktion des Pavillons wurden genutzt, um unterschiedliche digitale Formfindungs- und Konstruktionsmethoden zu erproben. So wurde während der Entwicklung "klassisches" NURBS-Modelling genauso genutzt, wie aktuelle Methoden assoziativen Modellierens oder Programmierens.
Der Vorteil dieser Werkzeuge liegt klar in der Möglichkeit der gleichzeitigen Lösung konzeptioneller und konstruktiver Problemstellungen. Der methodische Bruch zwischen analogem Konzipieren und digitaler Ausarbeitung entfällt. Ein ursprünglich linearer Entwurfsweg - von der Skizze zur CAD-Zeichnung zum Gebäude - konnte zu Gunsten eines kontinuierlich reversiblen digitalen Modells aufgegeben werden. An diesem konnten nun gleichzeitig konzeptionelle Fragen, Raumbildung, Statik und Baukonstruktion ständig miteinander abgeglichen werden. Der so iterativ entwickelte Datensatz wurde letztlich ohne zeichnerische zweidimensionale Darstellungen als 3D-Geometriemodell an die ausführende Firma, OCHS Holzbau, übergeben und dort als Grundlage für den computergestützten Abbund verwendet.

 Objektdetails

 
 
 
 

Schlagwortliste

treehugger, holzbau, ornament, digitales entwerfen, fh trier, hwk koblenz, rhino, grasshopper, rhinoscript

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