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Stadthaus Freiberg - Altbau wird Passivhaus

09599 Freiberg, Donatsgasse 21

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Basisdaten zum Objekt

 
 
 
 

Lage des Objektes

Donatsgasse 21, 09599 Freiberg, Deutschland

Objektkategorie

Wohnungsbauten

Objektart

Einzelhäuser

Art der Baumaßnahme

Neubau

 

Fertigstellungstermin

12.2012

 

 Gebäudedaten

 
 
 
 

Tragwerkskonstruktion

Ziegelmauerwerk

Raummaße und Flächen

Bruttogrundfläche

396 m²

 Projektbeteiligte Firmen und Personen

 
 
 
 

Architekt/Planer

Uwe Gerschler

Schloßplatz 4

09599 Freiberg

Deutschland

Tel. +49 3731 22506

 
 
 
 
 

Fachplanung: Bauphysik

TU Dresden - Institut für Bauklimatik

Mommsenstraße 9

01062 Dresden

Deutschland

Tel. 03581 661230

 
 
 
 
 

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Lage und Umgebung

 
 
 
 
50.9178354
13.3492107
Stadthaus Freiberg - Altbau wird Passivhaus

Stadthaus Freiberg - Altbau wird Passivhaus

Donatsgasse 21

09599 Freiberg

Deutschland

 

Ø-Note

 
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 Beschreibung

 
 
 
 

Objektbeschreibung

Ein historisches Gebäude in der Freiberger Innenstadt mit einer Bausubstanz aus dem 16. bzw. 19. Jh. wurde in ein komfortables Wohnhaus umgebaut – verbunden mit dem ehrgeizigen Ziel, unter Beibehaltung vieler historischer Details den Passivhausstandard zu erreichen. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Bauklimatik der TU Dresden entwickelten Bauherr und Architekt ein komplexes Konzept, das die konsequente Beseitigung von Wärmebrücken in der Altbausubstanz umfasst und mit der Innendämmung TecTem® Insulation Board Indoor den U-Wert <0,1W/m²K erzielt. Zur Sanierung zählten außerdem passivhaustaugliche Kastenfenster, Luftdichtheit und ein Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung. Diese Maßnahmen erreichen heute unter anderem eine Reduktion des Heizenergiebedarfs auf circa 20 kWh/m²a. Das Gebäude wird auch weiterhin im Rahmen eines Langzeit-Monitorings durch das Institut für Bauklimatik der TU Dresden begleitet. Mittlerweile ist das Haus dank der kreativen Ideen und innovativen Umsetzungen zum Forschungsprojekt der EU geworden.

Geschichte des Hauses
Das ehemalige Bergarbeiterhaus aus dem 16. Jahrhundert in der Altstadt von Freiberg, an einem alten Bergarbeiterpfad gelegen, wurde später als Heimstätte für Handwerker und Kaufleute und zugleich gewerblich genutzt.
Da man die Besitzer bis zum Jahr 1554 lückenlos zurückverfolgen kann, weiß man, dass in der Nutzungszeit eines Kunstgärtners das Haus um 1845 komplett abbrannte und anschließend wiedererrichtet wurde.
Mit der aktuellen Sanierung, bei der der historische Charakter des Hauses erhalten bleibt, wird das Haus zukünftig ausschließlich zum Wohnen genutzt (Typ Reihenhaus).

Gebäudekonzept
Das Ziel des Bauherrn war, das über 500 Jahre alte Haus in ein Nullenergiehaus zu verwandeln, obwohl die baulichen Gegebenheiten und der Denkmalschutz eigentlich dagegen sprachen. Man wollte zeigen, dass man auch ein Gebäude mit Passivhausstandard architektonisch anspruchsvoll gestalten kann, ohne historische Details durch massive Dämmung an der Außenfassade zu zerstören.

Bei dieser energetischen Altbausanierung wurden neue Technologien und Ansätze erprobt, die zukünftig Vorbildcharakter bei der Niedrigenergiesanierung historischer Gebäude haben können. Hier hat der Bauherr intensiv und innovativ mit dem Institut für Bauklimatik der TU Dresden zusammengearbeitet.

Zusammenarbeit mit dem Institut für Bauklimatik
Im ersten Schritt wurde der Energieverbrauch nach EnEV berechnet. Es ergab sich in etwa ein Verbrauch von 30kWh/m²a. Eine weitere Optimierung erfolgte im „Passivhaus-Projektierungs-Paket“ (PHPP).
Das PHPP wurde vom Passivhaus-Institut (PHI) in Darmstadt unter der Leitung von Dr. Wolfgang Feist entwickelt und stellt ein äußerst realistisches, jahreszeitlich stationäres Nachweisverfahren dar, um zu bestimmen, ob ein Gebäude den Kriterien des Passivhaus-Standards entspricht.

Abschließend fand in enger Abstimmung mit dem Architekten, dem Statiker und dem Institut für Bauklimatik der TU Dresden eine Optimierung statt.
Jedes Bauteil wurde separat betrachtet und nach und nach wurden gravierende Wärmebrücken bautechnisch beseitigt, so dass der Energieverbrauch auf etwa 20 kWh/m²a reduziert werden konnte.
Um die Effektivität der unterschiedlichen Maßnahmen zu bewerten, wird das Gebäude auch weiterhin im Rahmen eines Langzeitmonitorings durch das Institut für Bauklimatik der TU Dresden begleitet.

Gleichzeitig sollten natürlich auch attraktive Stadtwohnungen in der historischen Altstadt geschaffen werden. So wurden drei separate Wohneinheiten umgesetzt, die es je nach Lebenssituation erlauben, zu einer einzelnen, sehr großzügigen Stadtwohnung zusammengefasst zu werden.

Eine ebenfalls errichtete Anliegerwohnung ist rollstuhltauglich. Über das Hinterhaus sind die Wohnungen nach Nordwesten geöffnet und ermöglichen so den Blick über Freiberg und den Bezug zum Garten.
Die Dachwohnung hat durch eine 80m² große Dachterrasse einen besonderen Charme.

Beschreibung der Besonderheiten

  • Sanierung eines denkmalgeschützten Wohnhauses
  • Stadtwohnungen in historischer Altstadt
  • Erprobung neuer Technologien und Ansätze in der energetischen Altbausanierung
  • In Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Dresden
  • Denkmalgeschütztes Haus als Passivhaus

Auszeichnungen

BMWi Preis Energieoptimiertes Bauen 2009

 Energetische Kennwerte

 
 
 
 

Energiestandard

Passivhaus

 

Energetische Kennwerte

Primärenergiebedarf ("Gesamtenergieeffizienz")

20 kWh/(m²a)

 

www.heinze.de ist IVW-geprüft.

© Heinze GmbH 2013 - Architekturobjekte - Stadthaus Freiberg - Altbau wird Passivhaus