Stadthaus Freiberg - Altbau wird Passivhaus
09599 Freiberg, Donatsgasse 21
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Basisdaten zum Objekt
Lage des Objektes
Donatsgasse 21, 09599 Freiberg, Deutschland
Objektkategorie
Wohnungsbauten
Objektart
Einzelhäuser
Art der Baumaßnahme
Neubau
Fertigstellungstermin
12.2012
Gebäudedaten
Tragwerkskonstruktion
Ziegelmauerwerk
Raummaße und Flächen
Bruttogrundfläche
396 m²
Projektbeteiligte Firmen und Personen
Architekt/Planer
Uwe Gerschler
Schloßplatz 4
09599 Freiberg
Deutschland
Tel. +49 3731 22506
Fachplanung: Bauphysik
TU Dresden - Institut für Bauklimatik
Mommsenstraße 9
01062 Dresden
Deutschland
Tel. 03581 661230
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Verwendete Produkte
Lage und Umgebung
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Stadthaus Freiberg - Altbau wird Passivhaus |
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Donatsgasse 21 09599 Freiberg Deutschland |
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Ø-Note (1)
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Beschreibung
Objektbeschreibung
Geschichte des Hauses
Das ehemalige Bergarbeiterhaus aus dem 16. Jahrhundert in der Altstadt von Freiberg, an einem alten Bergarbeiterpfad gelegen, wurde später als Heimstätte für Handwerker und Kaufleute und zugleich gewerblich genutzt.
Da man die Besitzer bis zum Jahr 1554 lückenlos zurückverfolgen kann, weiß man, dass in der Nutzungszeit eines Kunstgärtners das Haus um 1845 komplett abbrannte und anschließend wiedererrichtet wurde.
Mit der aktuellen Sanierung, bei der der historische Charakter des Hauses erhalten bleibt, wird das Haus zukünftig ausschließlich zum Wohnen genutzt (Typ Reihenhaus).
Gebäudekonzept
Das Ziel des Bauherrn war, das über 500 Jahre alte Haus in ein Nullenergiehaus zu verwandeln, obwohl die baulichen Gegebenheiten und der Denkmalschutz eigentlich dagegen sprachen. Man wollte zeigen, dass man auch ein Gebäude mit Passivhausstandard architektonisch anspruchsvoll gestalten kann, ohne historische Details durch massive Dämmung an der Außenfassade zu zerstören.
Bei dieser energetischen Altbausanierung wurden neue Technologien und Ansätze erprobt, die zukünftig Vorbildcharakter bei der Niedrigenergiesanierung historischer Gebäude haben können. Hier hat der Bauherr intensiv und innovativ mit dem Institut für Bauklimatik der TU Dresden zusammengearbeitet.
Zusammenarbeit mit dem Institut für Bauklimatik
Im ersten Schritt wurde der Energieverbrauch nach EnEV berechnet. Es ergab sich in etwa ein Verbrauch von 30kWh/m²a. Eine weitere Optimierung erfolgte im „Passivhaus-Projektierungs-Paket“ (PHPP).
Das PHPP wurde vom Passivhaus-Institut (PHI) in Darmstadt unter der Leitung von Dr. Wolfgang Feist entwickelt und stellt ein äußerst realistisches, jahreszeitlich stationäres Nachweisverfahren dar, um zu bestimmen, ob ein Gebäude den Kriterien des Passivhaus-Standards entspricht.
Abschließend fand in enger Abstimmung mit dem Architekten, dem Statiker und dem Institut für Bauklimatik der TU Dresden eine Optimierung statt.
Jedes Bauteil wurde separat betrachtet und nach und nach wurden gravierende Wärmebrücken bautechnisch beseitigt, so dass der Energieverbrauch auf etwa 20 kWh/m²a reduziert werden konnte.
Um die Effektivität der unterschiedlichen Maßnahmen zu bewerten, wird das Gebäude auch weiterhin im Rahmen eines Langzeitmonitorings durch das Institut für Bauklimatik der TU Dresden begleitet.
Gleichzeitig sollten natürlich auch attraktive Stadtwohnungen in der historischen Altstadt geschaffen werden. So wurden drei separate Wohneinheiten umgesetzt, die es je nach Lebenssituation erlauben, zu einer einzelnen, sehr großzügigen Stadtwohnung zusammengefasst zu werden.
Eine ebenfalls errichtete Anliegerwohnung ist rollstuhltauglich. Über das Hinterhaus sind die Wohnungen nach Nordwesten geöffnet und ermöglichen so den Blick über Freiberg und den Bezug zum Garten.
Die Dachwohnung hat durch eine 80m² große Dachterrasse einen besonderen Charme.
Beschreibung der Besonderheiten
- Sanierung eines denkmalgeschützten Wohnhauses
- Stadtwohnungen in historischer Altstadt
- Erprobung neuer Technologien und Ansätze in der energetischen Altbausanierung
- In Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Dresden
- Denkmalgeschütztes Haus als Passivhaus
Auszeichnungen
BMWi Preis Energieoptimiertes Bauen 2009
Energetische Kennwerte
Energiestandard
Passivhaus
Energetische Kennwerte
Primärenergiebedarf ("Gesamtenergieeffizienz")
20 kWh/(m²a)



























