P+R Parkhaus Meiendorfer Weg

22359 Hamburg, Meiendorfer Weg 127

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  • © Meyer-Wolters & Yeger Architekten

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Basisdaten zum Objekt

 
 
 
 

Objektkategorie

Außenanlagen, Verkehrsbauten

Objektart

Garagen, Parkhäuser

Art der Baumaßnahme

Neubau

 

Tragwerkskonstruktion

Stahlbeton

 

Bezugsfertigstellung

08.2011

 

Anzahl der Vollgeschosse

3- bis 5-geschossig

 

Raummaße und Flächen

Nutzfläche

6.500 m²

 

Bruttogrundfläche

7.553 m²

Lage und Umgebung

 
 
 
 
53.6394334
10.1561868
P+R Parkhaus Meiendorfer Weg

P+R Parkhaus Meiendorfer Weg

Meiendorfer Weg 127

22359 Hamburg

Deutschland

 

Ø-Note

 
(11811)
   

 Beteiligte Unternehmen

 
 
 
 

Architekten/Planer

Architektur-, Planungs-, Projektsteuerungsbüro

22393 Hamburg

Tel. +49 40 63603690

Fax +49 40 63603691

 Beschreibung

 
 
 
 

Objektbeschreibung

Die Stadt Hamburg hatte bereits Ende 2006 für ein Teilgrundstück der alten P+R Stellplatzanlage der U-Bahn-Station "Meiendorfer Weg" einen kombinierten Architekten- und Investorenwettbewerb ausgelobt. Auf der anderen Hälfte des Grundstücks - genau zwischen dem Bahnhof und dem Wohnungsbau - sollte ein mehrgeschossiges Parkhaus mit 261 Stellplätzen als Ersatz für den alten Parkplatz entstehen.

Die Stadt favorisierte wegen der komplizierten Situation mit zwei gegensätzlichen Gebäudetypen in direkter Nachbarschaft eine Lösung mit nur einem Architekten für beide Gebäude. Meyer-Wolters & Yeger Architekten gewannen den Wettbewerb für das Wohngebäude und wurden von der Stadt auch mit der Planung des Parkhauses beauftragt.

Beschreibung der Besonderheiten

Die Architekten wollten diese außergewöhnliche Situation nutzen und einen Mehrwert in verschiedenen Bereichen schaffen. Zum Beispiel sollte das Parkhaus für den Wohnungsbau als Schutz vor Lärm- und Lichtbelästigungen aus dem Bahnhof dienen und einen geschützen Innenhof für die Bewohner vervollständigen. Das Parkhaus selber durfte ebenfalls keine Belästigungen für das Wohnhaus aussenden. Desweiteren mußte das Parkhaus aus städtebaulicher Sicht in einer viel höheren Qualität als vergleichbare Bauten ausgeführt werden, da sowohl die Wohnungsbesitzer als auch die Passagiere auf dem Bahnsteig es täglich im Blick haben würden.

Aus diesem Grund erhielten die Nord-West- und die Nord-Ost-Fassaden zur Straße und zum Innenhof das gleiche hochwertige Klinker-Mauerwerk wie das Wohngebäude. Im Gegensatz zu diesem klassischen und massiven Eindruck erscheinen die Süd-Ost- und die Süd-West-Fassaden zum Bahnsteig und zum Wald viel geöffneter und leichter. An den Brüstungen taucht das Klinker-Mauerwerk erneut auf, hauptsächlich besteht die Fassade aber aus großen Öffnungen mit Platten aus Aluminium-Blech in drei verschiedenen Farben.

Das Parkhaus sollte natürlich belüftet werden, was an den zwei offenen Fassaden zum Bahnsteig und zum Wald problemlos möglich war. Auch die Straßenfassade besitzt mehrere Öffnungen. Aber hinsichtlich der komplett geschlossenen vierten Fassade zum Wohngebäude mußten die Planer eine Sonderlösung finden. Die Luft zirkuliert hier nicht durch die Wand sondern durch die Decke, wo lange, schmale Schlitze direkt hinter der Fassade vorgesehen sind. Durch weitere Schlitze im Dach wird die Luft schließlich nach außen geführt.

Mit einer Breite von 29 m war das Grundstück sehr schmal. Um die Breite des Gebäudes zu reduzieren wurden die Stellplätze als Schrägparker und in einem Einbahnstraßen-System angeordnet. Dadurch konnte auch die Spannweite der Decken-Stahlträger verringert werden.

Der Innenhof sollte nicht durch ein großes Gebäude beeinträchtigt werden. Daher ist das Parkhaus an dieser Seite nur 5,60 m hoch und das oberste Geschoss springt um 10,80 m zurück. Alle Dachflächen wurden für einen angenehmen Ausblick aus den Wohnungen als Gründächer mit extensiver Bepflanzung ausgeführt. Als weiterer Vorteil kann so das Abfließen des Regenwassers aus dem Parkhaus in die Kanalisation verzögert werden. Vor der Baumaßnahme kam es in dieser Straße immer wieder zu großen Problemen bei der Einleitung des Regenwassers. Zwei große Regentanks unter dem Parkhaus verbessern die Situation zusätzlich.

Nach Einhaltung der Kosten- und Terminvorgaben wurde das Parkhaus im August 2011 in einer kleinen Feierstunde in Anwesenheit von Presse und Behördenvertretern eröffnet.

 Objektdetails

 
 
 
 

Schlagwortliste

Parkhaus, Parkplatz, Stellplatz, U-Bahn, Bahnhof, Wettbewerb, Mehrwert, Schutz, Innenhof, Städtebau, Klinker, Mauerwerk, Aluminium, natürlich belüftet, Schrägparker, Stahlträger, Gründach, extensive Begrünung, Regen, Tank

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