Photografischer Refraktor

14473 Potsdam, Telegrafenberg A32

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Basisdaten zum Objekt

 
 
 
 

Objektkategorie

Bildungsbauten

Objektart

Forschungsinstitute

Art der Baumaßnahme

Umbau

 

Tragwerkskonstruktion

Ziegelmauerwerk

 

Bezugsfertigstellung

10.2011

 

Anzahl der Vollgeschosse

2-geschossig

 

Raummaße und Flächen

Rauminhalt - Brutto

256 m³

 

Nutzfläche

70 m²

 

Bruttogrundfläche

91 m²

Kosten

Gesamtkosten der Maßnahme (ohne Grundstück)

350 TsdEuro

Lage und Umgebung

 
 
 
 
52.380344
13.063786
Photografischer Refraktor

Photografischer Refraktor

Telegrafenberg A32

14473 Potsdam

Deutschland

 

Ø-Note

 
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 Beteiligte Unternehmen

 
 
 
 

Architekten/Planer

Fachingenieurbüro

14532 Stahnsdorf

Tel. +49 331 2882710

Fax +49 331 2882714

 Verwendete Produkte

 
 
 
 
 
 

Dachabdichtung

 
 

Dämmung Kuppel

 
 

Verfugung

 Beschreibung

 
 
 
 

Objektbeschreibung

Das Gebäude wurde 1890 für die Unterbringung des Photografischen Refraktors errichtet und befindet sich in Potsdam auf dem Gelände des Wissenschaftsparks "Albert Einstein". Nach 40 Jahren Leerstand und ohne wissenschaftliche Nutzung wurde durch das PIK und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz die Möglichkeit geschaffen, das Gebäude zu sanieren und als eine Begegnungsstätte zwischen Kunst und Wissenschaft zu nutzen. Das sanierte Refraktorgebäude bietet Raum für den Dialog zwischen Wissenschaft und Kultur, um Synergieeffekte zu erhalten.

Im Grundriss ist das Gebäude ein kreisförmiger Zentralbau mit einem rechteckigen Anbau. Es handelt sich um ein Massivhaus in Mauerwerksbauweise und einer Kuppel bestehend aus Stahlfachwerkkonstruktion mit aufgenieteten Stahlblechen. Es besteht aus einem Keller- und Erdgeschoss. Die äußeren sichtbaren Mauerflächen sind mit Klinker verkleidet, mit wechselnden gelblichen und roten Schichten. Das Gesims besteht aus Sandstein, innen ist das Mauerwerk mit Kalk geputzt.

Die große Herausforderung für die Architekten und Ingenieure bestand darin, zum einen die vom Verfall bedrohte Kuppel in Ihrer äußeren Ansicht nach historischem Vorbild und denkmalgerecht wiederherzustellen, die Kuppel in Teilen in ihrer mechanischen Funktion erlebbar zu machen und zum anderen das Gebäude energetisch aufzuwerten, um eine ganzjährige Nutzung zu ermöglichen.

Beschreibung der Besonderheiten

Der desolate bzw. fragmentarische Zustand der Kuppelmechanik war eine besondere Herausforderung, da kein Wissen um die Kuppelmechanik besonders vom Spaltschieber vorhanden war, sodass nur durch stückweises Annähern und experimentelles Ausprobieren der Kuppelspalt in seiner vollen Funktion wiederhergestellt werden konnte.

Aufgrund der früheren Nutzung als Observatorium war das Gebäude unbeheizt. Sowohl die Kuppelkonstruktion als auch die Umfassungswände waren energetisch, ohne Verlust der Funktion des Kuppelspaltschiebers, aufzuwerten. Um den Kuppelraum mit natürlichem Licht zu versorgen, wurde der Kuppelspalt mit einem gekrümmten Glas gefasst, dadurch scheint es, dass die Kuppel in Ihrer ursprünglichen Funktion aktiv ist.

Die Materialien für die Wärmedämmung wurden so ausgewählt, dass diese den historischen Baukörper nicht beeinträchtigt und den bauphysikalischen und energetischen Anforderungen entspricht.

Durch Innovation und einem Bauherrn mit großem Verständnis für denkmalrechtliche und energetische Sanierung, erstrahlt dieses Kleinod für die kommenden Generationen in seiner Originalität auf dem historischen Wissenschaftsgelände auf dem Telegrafenberg in Potsdam.

 Objektdetails

 
 
 
 

Kennwerte des Energieverbrauchs

Heizenergieverbrauchswert

406,66

 

Stromverbrauchswert

49,77

 

Primärenergiebedarf

456,43

Aufteilung des Energiebedarfs

Heizung

89 %

 

(Eingebaute) Beleuchtung

11 %

Primärenergie

Gas

 

Fernwärme

Schlagwortliste

Denkmalgerechete und energetische Sanierung, Wissenschaftspark "Albert-Einstein" in Potsdam, www.denkmalschutz.de/3698.html

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