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Neuer Eingang Bahnhof Benrath, Düsseldorf

40597 Düsseldorf, Hildener Straße 41

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Basisdaten zum Objekt

 
 
 
 

Lage des Objektes

Hildener Straße 41, 40597 Düsseldorf, Deutschland

Objektart

Bahnhöfe, Bahnsteige

Art der Baumaßnahme

Erweiterung

 

Fertigstellungstermin

05.2010

 

 Zeichnungen und Unterlagen

 Projektbeteiligte Firmen und Personen

 
 
 
 

Architekt/Planer

Agirbas / Wienstroer | Architektur

Tiberiusstr. 8

41468 Neuss

Deutschland

Tel. +49 2131 36619-0

 
 
 
 
 

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 Gebäudedaten

 
 
 
 

Tragwerkskonstruktion

Stahlbeton

Anzahl der Vollgeschosse

2-geschossig

Raummaße und Flächen

Bruttorauminhalt

2.800 m³

 

Bruttogrundfläche

600 m²

 

Nutzfläche

500 m²

 

Verkehrsfläche

500 m²

Kosten

Veranschlagte Rohbaukosten des Bauwerks

1.900.000 Euro

 

Gesamtkosten der Maßnahme (ohne Grundstück)

2.500.000 Euro

 Lage und Umgebung

 
 
 
 
51.1611832
6.8806187
Neuer Eingang Bahnhof Benrath, Düsseldorf

Neuer Eingang Bahnhof Benrath, Düsseldorf

Hildener Straße 41

40597 Düsseldorf

Deutschland

 
Neuer Eingang Bahnhof Benrath, Düsseldorf

Ø-Note

 
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 Beschreibung

 
 
 
 

Objektbeschreibung

"Natürlich ist es irrational unter der Erdoberfläche zu bauen."

In diesem Sinne ist dies der Versuch der Irrationalität eine Qualität zu geben. Wir bedienen uns der archetypischen Baugeste des Eingrabens. Der Zufluchtsort, die erste Behausung des Menschen wird zum Durchgangsraum. Dieser Durchgangsraum stellt die Innenansicht der Welt dar; aber nicht dunkel, sondern hell; nicht schwarz, sondern grün. Das ist irrational. Genau diese Irrationalität, die Irritation, als Dialog zwischen Oben und Unten zu inszenieren ist das Ziel. Das Zwischendasein wird wichtiger als die eindeutige Position. Wann habe ich das Oben verlassen und wann hat das Unten begonnen? Der grüne "Saum" begleitet den Passanten dabei von der ersten Treppenstufe bis zum Erreichen des Bahngleises über den Aufzug. Der Dunkelheit beim Eintauchen stellen wir die Farben des Lichts gegenüber.
Neben der Einfachheit der Betonflächen, aus denen der neue Eingang gebaut ist, vermag das Licht (künstlich und natürlich) und seine Reflexionen das Bild des Minimalistischen zu verkörpern. Für den Passanten soll die Einfachheit ein Selbstverständnis mit dem Umgang von Untergrund werden. Nicht das Eintauchen in ein dunkles "Loch", sondern das Durchschreiten von Raum soll in Erinnerung bleiben.

Um aber dem Bauwerk die Großzügigkeit zu geben entmachten wir das Auge und sein Gefühl für Maßstäblichkeit. Wir bauen also nicht ein Gebäude, sondern eine Skulptur. So kapseln wir uns vom Großraum der Umgebung ab. In dem heterogenen Umfeld der Bahnhofsnähe ein versinkendes Gebäude zu "bauen" hat etwas zu tun mit der beschützenden Dunkelseite der Erde, hat zu tun mit Intimität und Gravitation.

Beschreibung der Besonderheiten

Funktional gesehen eine nüchterne Bauaufgabe und daraus folgend ein nüchternes Verkehrsbauwerk: Ein Tunnel verbindet den Park & Ride-Platz mit dem Bahnhof und verbessert so wesentlich die Parkplatzsituation am Bahnhof Benrath. Außerdem wird den Anwohnern östlich der Gleisanlagen ein Zugang zum Bahnhof und zum westlich gelegenen Benrather Zentrum ermöglicht. Bisher verlief die Unterführung nur zwischen dem Haupteingang des Bahnhofes und dem Zugang zum Fernbahnsteig 2 mit den beiden Gleisen 3 und 4. Die S-Bahn-Gleise 1 und 2 am Bahnsteig 1 wurden dabei unterquert. Der S-Bahnsteig war über eine Treppe und einen Aufzug erreichbar. Zur Anbindung des östlich des Bahnhofes gelegenen Park & Ride-Platzes war die Unterquerung des Fernbahngleises 4 und des tiefliegenden Werksgleises 5 von ThyssenKrupp Nirosta erforderlich. Die Unterführung wurde in der bestehenden Breite von 4,50 Metern auf einer Länge von 16 Metern als Stahlbetonbauwerk unter den Gleisen hindurch geführt. Die anschließende Treppenanlage mit Zwischenpodest hat eine Länge von 12,50 Meter und weitet sich im Eingangsbereich am Park & Ride-Platz auf acht Meter auf. Insgesamt ist die neue Unterführung 28,50 Meter lang. Ihre Höhe ist unterschiedlich, liegt aber bei mindestens 2,50 Meter im Zwangspunkt unter dem tiefliegenden Gleis. Damit Personen mit Kinderwagen leichter die Treppe nutzen können, gibt es im seitlichen Treppenbereich eine Kinderwagenrampe. Auch Fahrräder können auf diesem Rampenstreifen bequem geschoben werden. Vom übrigen Stufenbereich ist die Rampe durch ein Edelstahl-Geländer getrennt. Der Eingangsbereich mit Öffnung zum P & Ride-Platz hat ein Betondach und bietet so einen Wetterschutz. Aus der Unterführung gelangt man per Aufzug zum Fernbahngleis. Vor dem Durchstich gab es hier nur eine Treppe.

Da das tiefliegende Werksgleis unterquert werden musste, war eine Höhendifferenz von 2,10 Metern innerhalb des Bauwerks zu überwinden. Das gelang mit zwei Treppen, die zur leichteren Überwindung, statt mit einer üblichen Steigung von 52 Prozent, mit 32 Prozent flacher ausgeführt wurden. Die jeweils erste und letzte Trittstufe wurden zur besseren Wahrnehmung kontrastreich gestaltet. Außerhalb der Treppe wurden so genannte "Aufmerksamkeitsfelder" mit Noppenplatten eingebaut, wie zum Beispiel zwischen der Treppe und dem Aufzug zum Fernbahngleis. Zur besseren Erkennbarkeit wurden zusätzlich zwischen den "Aufmerksamkeitsfelder" Leitstreifen mit Rillenplatten verlegt. Der Aufzug wurde mit behinderten-gerechtem Horizontal-Bedientableau und Sprechanlage ausgestattet. Die Handläufe erhielten Merkringe zur Kennzeichnung der in Laufrichtung folgenden Treppe. Auf der Innenseite des Handlaufes sind Informationen in Punkt- und Pyramidenschrift (wahrnehmbar für Sehbehinderte) angebracht. Der barrierefreie Zugang zu den Bahngleisen ist nach wie vor über die Seite des Bahnhofsgebäudes gewährleistet. Hinter dem Bahnhofsgebäude befindet sich eine 1,80 Meter breite Rampe. Im Zuge der Tunnelverlängerung wurden vor dem Rampenbereich sechs zusätzliche Behindertenparkplätze eingerichtet.

Auszeichnungen

BDA Düsseldorf, Auszeichnung guter Bauten 2010, Anerkennung

BDA Düsseldorf, Auszeichnung guter Bauten 2010, Publikumspreis

Schlagworte

Bahnhof, Unterführung, Durchstich, P+R, Park and Ride, Agirbas / Wienstroer, Agirbas, Wienstroer

 Energetische Kennwerte

 
 
 
 

Verwendete Heizenergie

Sekundär

Strom

Energetische Kennwerte

Primärenergiebedarf ("Gesamtenergieeffizienz")

698,00 kWh/(m²a)

 

Stromverbrauchswert

698,00 kWh/(m²a)

Energiebedarf (Prozentuale Verteilung)

Beleuchtung

100 %

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