Maybach-Museum in Neumarkt in der Oberpfalz
92318 Neumarkt in der Oberpfalz, Holzgartenstraße 8
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Basisdaten zum Objekt
Objektkategorie
Veranstaltungsbauten
Objektart
Museen
Art der Baumaßnahme
Umbau
Lage und Umgebung
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Maybach-Museum in Neumarkt in der Oberpfalz |
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Holzgartenstraße 8 92318 Neumarkt in der Oberpfalz Deutschland |
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Ø-Note (1)
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Beteiligte Unternehmen
Architekt/Planer
Bauherr
Dr. Helmut Hofmann, Neumarkt in der Oberpfalz
Verwendete Produkte
Upheider Weg 94-98
33803 Steinhagen
Deutschland
Tel. +49 1805 750100
Fax +49 1805 750101
www.hoermann.de
Beschreibung
Objektbeschreibung
Der Name „Maybach“ steht noch heute für Automobile der Extraklasse, für außergewöhnlichen Komfort sowie technische Qualität und individuelles Design. Begonnen hat die Erfolgsgeschichte bereits Anfang des 20. Jahrhunderts, doch erst 1921 wurde mit der Präsentation des Typs W3 auf der Automobilausstellung in Berlin der Ruf Maybachs als Luxusmarke begründet. Dieser zu Ehren eröffnete das Ehepaar Anna und Dr. Helmut Hofmann 2009 ein Museum für historische Maybach-Fahrzeuge in Neumarkt in der Oberpfalz.
Das Gebäude, in dem die Luxuslimousinen untergebracht sind, war seit 1884 lange Zeit Standort der ersten Fahrradfabrik auf dem europäischen Festland. Das florierende Unternehmen, das überwiegend Fahrräder, Mofas und Motorräder herstellte, überlebte beide Weltkriege, wurde jedoch Ende der 1950er-Jahre mit dem Aufkommen des Autos vom Markt verdrängt. Das über 75 Jahre gewachsene Industrieareal im Herzen von Neumarkt lag danach ein halbes Jahrhundert brach, bis sich das Ehepaar Hofmann seiner annahm und gemeinsam mit den Architekten Berschneider + Berschneider aus Pilsach die so genannte Express-Fabrik zur neuen Heimat für die Hofmann’sche Sammlung glänzend polierter Maybach-Limousinen machte. Im Norden der Anlage befindet sich der für die Gründerzeit typische, repräsentative Bürotrakt. Die beiden ehemaligen Produktionshallen, die nun als Ausstellungsflächen dienen, sind im rechten Winkel dazu angeordnet. Im südlichen Teil des Areals schiebt sich das neu gebaute Foyer als zentrale Erschließungsplattform zwischen die beiden Hallen und bildet mit dem bestehenden Gebäudeensemble einen geschützten Innenhof.
Als Kontrast zu dem klaren Betonkörper des Foyers wurde bei der Gestaltung der übrigen Gebäudeteile besonderer Wert auf den Erhalt und die Sanierung der vorhandenen historischen Industriearchitektur gelegt. Um den Räumen ihren ursprünglichen Charakter zurückzugeben, wurden alle Einbauten der jüngeren Vergangenheit sowie die Nutzungsspuren der letzten Jahrzehnte sorgfältig abgetragen. Die alten, abgenutzten Asphaltplatten wurden bewusst erhalten und setzen sich im Bodenbelag des Innenhofs als Asphaltoberfläche fort, wodurch das Thema Automobil auf subtile Art aufgegriffen wird. Auch die Vollgussstützen sind in ihrer klassischen Form als statische Zeitzeugen in verschiedenen Räumen erhalten geblieben. So bildet die Kombination aus alter Industriearchitektur und moderner Ausstellungsgestaltung den passenden Rahmen für die kostbaren Oldtimer. Großzügige Öffnungen zwischen Alt und Neu schaffen Durchblicke und gelungene Raumsituationen, die durch das Spiel mit Tages- und Kunstlicht noch verstärkt werden. Neben den bewusst gesetzten dunklen Graphitwandflächen, vor denen die glänzenden Lackund Chromelemente der Luxuskarossen optimal zur Geltung kommen, zeigen großformatige Fotografien an den Wänden sowohl die Geschichte des Unternehmens Maybach als auch die der Stadt Neumarkt. In der östlichen Werkshalle ist die Express-Ausstellung als Erinnerung und Dokumentation der einstigen Nutzung untergebracht.
Fotos:
Berschneider + Berschneider, Neumarkt in der Oberpfalz,
Erich Spahn, Amberg
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