Lenkwerk in Bielefeld
33609 Bielefeld, Am Stadtholz 22-24
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Basisdaten zum Objekt
Objektkategorie
Wirtschaftsbauten
Objektart
Waren- und Geschäftshäuser
Art der Baumaßnahme
Sanierung / Modernisierung
Lage und Umgebung
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Lenkwerk in Bielefeld |
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Am Stadtholz 22-24 33609 Bielefeld Deutschland |
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Ø-Note (0)
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Beteiligte Unternehmen
Architekt/Planer
Bauherr
Borchard GmbH & Co. Bau KG, Bielefeld
Statik
Stephan Culemann, Lage
Verwendete Produkte
Upheider Weg 94-98
33803 Steinhagen
Deutschland
Tel. +49 1805 750100
Fax +49 1805 750101
www.hoermann.de
Beschreibung
Objektbeschreibung
Auch mehr als 60 Jahre nach Kriegsende finden sich in der Bundesrepublik Deutschland immer noch militärisch genutzte Gebäudeanlagen, die bis in die 1990er-Jahre hinein friedlich ihre Funktion erfüllten wie beispielsweise das Luftwaffenbekleidungsamt in Bielefeld, das 1938 vor den Toren der Stadt errichtet wurde. Mehr als 1.200 Menschen fanden hier damals Arbeit. Die schlichte Backsteinarchitektur bestand überwiegend aus Hallenbauten, an die mehrgeschossige Büroriegel andockten. Noch bis 1992 dienten die Richmond Barracks den Briten als Nachschublager für die Rheinarmee. Nach der Stilllegung fanden nicht gleich alle Gebäudeteile eine Folgenutzung. Im Südwestflügel richtete sich die Fachhochschule Bielefeld ein. Die großflächige Raumstruktur bot den Studierenden ideale Rahmenbedingungen. Einzelne Behörden bezogen die Räume entlang der Straße „Am Stadtholz“, während der Nordostflügel keinerlei Interesse weckte.
Der jahrelange Leerstand hinterließ allerdings Spuren: Teile des Dachs waren bereits eingestürzt, sodass ungehindert Regenwasser einsickern konnte. Dass die Halle mit den sternförmig umgebenden Gebäuderiegeln dennoch erhalten blieb, ist auf den übergeordneten Denkmalschutz zurückzuführen, dessen Statuten einen Abriss ausschlossen. Es bedurfte großer Vorstellungskraft, in dem ruinösen Gebäudezustand jemals wieder eine funktionstüchtige Architektur zu sehen. Getragen von einer großen Idee, brachte der Investor Franz Christoph Borchard den Mut auf, das Gebäude, oder besser das, was davon noch übrig war, zu kaufen und von Grund auf zu sanieren. Er wandelte den einstigen Verwaltungstrakt in ein Forum für Automobil- und Motorradkultur um und stellte darüber hinaus Magazinflächen für ein Museum zur Verfügung. Die insgesamt sechs Gebäude auf dem 18.000 Quadratmeter großen Teilgrundstück, alphabetisch von A bis F geordnet, eignen sich besonders gut für die vielfältige Nutzung.
In den Gebäudeteilen A und B hat sich die Bielefelder Hauptniederlassung von Harley Davidson eingemietet, während die Haupthalle F jetzt das öffentliche Herzstück der Gesamtanlage bildet. Ihre Größe bietet eine repräsentative Fläche für die Oldtimer, die hier nicht nur angeschaut, sondern auch gekauft werden können. Ein Bistro und ein Shop laden zum Verweilen ein, vielleicht auch, um die eine oder andere Kaufabsicht nochmal zu überdenken. Damit der künftige Besitzer sein Fahrzeug in guten Händen weiß, schließen sich gleich zwei Werkstatthallen an. In den Untergeschossen dreier Bauteile bietet eine natürlich belichtete und belüftete Garage Platz für über 100 Liebhaberautos. Die Architekten hatten den Auftrag, die Anlage so zu sanieren, dass der ursprüngliche Charakter beibehalten wird. Das verklinkerte, mit hellen Fugen versehene Außenmauerwerk mit seinen Fensteröffnungen sollte ebenso unverändert bleiben wie die Proportionen der Gebäudestruktur. Neu zu integrierende Einbauten sind eigenständig und bleiben als bewusst hinzugefügt erkennbar. Lediglich die hölzernen Dachkonstruktionen wurden weitgehend durch sichtbare Stahlfachwerkbinder ersetzt.
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