Lenkwerk in Bielefeld

33609 Bielefeld, Am Stadtholz 22-24

Objekt bewerten

 
(0)

Mit freundlicher Unterstützung von Hörmann Verkaufsgesellschaft

  • © Hartmuth Klemme, Herford

    © Hartmuth Klemme, Herford

    © Hartmuth Klemme, Herford

    © Hartmuth Klemme, Herford

    © Hartmuth Klemme, Herford

    © Hartmuth Klemme, Herford

  • © Hartmuth Klemme, Herford

Zurück
Vor

Basisdaten zum Objekt

 
 
 
 

Objektkategorie

Wirtschaftsbauten

Objektart

Waren- und Geschäftshäuser

Art der Baumaßnahme

Sanierung / Modernisierung

 

Lage und Umgebung

 
 
 
 
52.02763
8.55438
Lenkwerk in Bielefeld

Lenkwerk in Bielefeld

Am Stadtholz 22-24

33609 Bielefeld

Deutschland

 

Ø-Note

 
(0)
   

 Beteiligte Unternehmen

 
 
 
 

Architekt/Planer

33611 Bielefeld

Tel. +49 521 143388

Fax +49 521 143333

Bauherr

Borchard GmbH & Co. Bau KG, Bielefeld

 

Statik

Stephan Culemann, Lage

 

 Verwendete Produkte

 
 
 
 

Upheider Weg 94-98

33803 Steinhagen

Deutschland

Tel. +49 1805 750100

Fax +49 1805 750101

info@hoermann.de

www.hoermann.de

 

Feuerschutztüren

 Zur Marke H 16
 Zur Marke H 3
 Zur Marke H 3 D
 

Rauchschutztüren

 Zur Marke H 16
 Zur Marke H 3
 Zur Marke H 3 D
 

Schiebetore

 

Sectionaltore

 Zur Marke ALR 40 Vitraplan

 Beschreibung

 
 
 
 

Objektbeschreibung

Auf einem weitläufigen Produktionsgelände aus Kriegstagen, am Stadtrand von Bielefeld gelegen, hat jetzt auch die letzte Gebäudeeinheit eine neue Nutzung gefunden. Ein mutiger Investor sanierte die stark heruntergekommenen, zweigeschossigen Ziegelbauten und richtete dort ein Forum für Automobil- und Motorradkultur ein, das nicht nur Fans, sondern auch die Bevölkerung begeistert.

Auch mehr als 60 Jahre nach Kriegsende finden sich in der Bundesrepublik Deutschland immer noch militärisch genutzte Gebäudeanlagen, die bis in die 1990er-Jahre hinein friedlich ihre Funktion erfüllten wie beispielsweise das Luftwaffenbekleidungsamt in Bielefeld, das 1938 vor den Toren der Stadt errichtet wurde. Mehr als 1.200 Menschen fanden hier damals Arbeit. Die schlichte Backsteinarchitektur bestand überwiegend aus Hallenbauten, an die mehrgeschossige Büroriegel andockten. Noch bis 1992 dienten die Richmond Barracks den Briten als Nachschublager für die Rheinarmee. Nach der Stilllegung fanden nicht gleich alle Gebäudeteile eine Folgenutzung. Im Südwestflügel richtete sich die Fachhochschule Bielefeld ein. Die großflächige Raumstruktur bot den Studierenden ideale Rahmenbedingungen. Einzelne Behörden bezogen die Räume entlang der Straße „Am Stadtholz“, während der Nordostflügel keinerlei Interesse weckte.

Der jahrelange Leerstand hinterließ allerdings Spuren: Teile des Dachs waren bereits eingestürzt, sodass ungehindert Regenwasser einsickern konnte. Dass die Halle mit den sternförmig umgebenden Gebäuderiegeln dennoch erhalten blieb, ist auf den übergeordneten Denkmalschutz zurückzuführen, dessen Statuten einen Abriss ausschlossen. Es bedurfte großer Vorstellungskraft, in dem ruinösen Gebäudezustand jemals wieder eine funktionstüchtige Architektur zu sehen. Getragen von einer großen Idee, brachte der Investor Franz Christoph Borchard den Mut auf, das Gebäude, oder besser das, was davon noch übrig war, zu kaufen und von Grund auf zu sanieren. Er wandelte den einstigen Verwaltungstrakt in ein Forum für Automobil- und Motorradkultur um und stellte darüber hinaus Magazinflächen für ein Museum zur Verfügung. Die insgesamt sechs Gebäude auf dem 18.000 Quadratmeter großen Teilgrundstück, alphabetisch von A bis F geordnet, eignen sich besonders gut für die vielfältige Nutzung.

In den Gebäudeteilen A und B hat sich die Bielefelder Hauptniederlassung von Harley Davidson eingemietet, während die Haupthalle F jetzt das öffentliche Herzstück der Gesamtanlage bildet. Ihre Größe bietet eine repräsentative Fläche für die Oldtimer, die hier nicht nur angeschaut, sondern auch gekauft werden können. Ein Bistro und ein Shop laden zum Verweilen ein, vielleicht auch, um die eine oder andere Kaufabsicht nochmal zu überdenken. Damit der künftige Besitzer sein Fahrzeug in guten Händen weiß, schließen sich gleich zwei Werkstatthallen an. In den Untergeschossen dreier Bauteile bietet eine natürlich belichtete und belüftete Garage Platz für über 100 Liebhaberautos. Die Architekten hatten den Auftrag, die Anlage so zu sanieren, dass der ursprüngliche Charakter beibehalten wird. Das verklinkerte, mit hellen Fugen versehene Außenmauerwerk mit seinen Fensteröffnungen sollte ebenso unverändert bleiben wie die Proportionen der Gebäudestruktur. Neu zu integrierende Einbauten sind eigenständig und bleiben als bewusst hinzugefügt erkennbar. Lediglich die hölzernen Dachkonstruktionen wurden weitgehend durch sichtbare Stahlfachwerkbinder ersetzt.

 Zeichnungen und Unterlagen

Link mitnehmen

 

www.heinze.de ist IVW-geprüft.

© Heinze GmbH 2012 - Architekturobjekte - Lenkwerk in Bielefeld