Interventionszentrum in Frutigen

3714 Frutigen, Parallelstrasse 9

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Mit freundlicher Unterstützung von Hörmann Verkaufsgesellschaft

  • © Dominique Marc Wehrli, Wehrli Mueller Fotografen

    © Dominique Marc Wehrli, Wehrli Mueller Fotografen

Basisdaten zum Objekt

 
 
 
 

Objektkategorie

Betriebsgebäude

Objektart

Feuerwehr-Gebäude

Art der Baumaßnahme

Neubau

 

Bezugsfertigstellung

01.2007

 

Lage und Umgebung

 
 
 
 
46.5897452
7.6525398
Interventionszentrum in Frutigen

Interventionszentrum in Frutigen

Parallelstrasse 9

3714 Frutigen

Schweiz

 

Ø-Note

 
(2)
   

 Beteiligte Unternehmen

 
 
 
 

Bauherr

BLS AG, Infrastruktur Anlagen, Bern

 

Fachplanung

Müller & Truniger Architekten, Zürich

 

Generalbau

ARGE Bahntechnik Lötschberg, Thun

 

Objektbetreuung

Allenbach + Trachsel AG, Frutigen

 

Planung

Ingenieurgemeinschaft Frutigland p.Adr. Kissling + Zbinden AG, Spiez

 

Statik

Moor Hauser + Partner, Bern , n’H, Neue Holzbau, Lungern

 

 Verwendete Produkte

 
 
 
 

Upheider Weg 94-98

33803 Steinhagen

Deutschland

Tel. +49 1805 750100

Fax +49 1805 750101

info@hoermann.de

www.hoermann.de

 

Sectionaltore

 Zur Marke ALR 40
 Zur Serie Garagen-Sectionaltore

 Beschreibung

 
 
 
 

Objektbeschreibung

Frutigen gehört weder zu den wichtigsten Verkehrsknotenpunkten noch zu den Tourismuszentren der Schweiz. Doch seit April 2005 endet hier der drittlängste Eisenbahntunnel der Welt: 34,6 Kilometer misst der Lötschberg-Basistunnel zwischen Frutigen und Raron. Bis 2016 sein „größerer Bruder“ am Gotthard vollendet wird, liegt er damit hinter dem Eurotunnel auf Rang zwei in Europa. Sollte im Basistunnel je ein Brand ausbrechen, stehen in Frutigen und Brig zwei Lösch- und Rettungszüge bereit. Sie bestehen aus je einem Tanklöschwagen und zwei druckdichten Rettungsfahrzeugen, die eine eigene Atemluftversorgung für Einsätze bis zu viereinhalb Stunden besitzen. Das neue Domizil des Lösch- und Rettungszuges steht neben dem Gleisfeld des Bahnhofs Frutigen. Schon früh erkannte die Betreibergesellschaft BLS, dass sich ein Neubau an dieser Stelle auch anderweitig nutzen ließe: Gemeinsam mit dem benachbarten Erhaltungszentrum, in dem heute Züge gewartet werden, diente die Halle zunächst ein Jahr lang als Werkstatt für den Tunnelbau. Beim späteren Ausbau zum Interventionszentrum wurde ihr ein „Haus im Haus“ in Massivbauweise eingefügt, das eine Mensa, Büros, Sitzungszimmer, einen Schulungsraum und Garderoben enthält. Seit Mitte 2007 ist auch die örtliche Feuerwehr von Frutigen in das Gebäude eingezogen.

Je nach Lichtsituation variiert der Hallenbau zwischen monolithischer Geschlossenheit und filigraner Transparenz. Aus dem tagsüber stumpf grauen bis grünlich-blau schimmernden Riegel wird nachts eine riesige gelbe Laterne. Dann ist durch die Polycarbonathaut auch das außergewöhnliche Tragwerk der Halle sichtbar: Zweigelenk-Rahmen mit je rund 21 Metern Spannweite sind wie Tischböcke paarweise aneinandergelehnt und steifen die Halle in Längsrichtung aus. Zusätzliche Windverbände wurden dadurch überflüssig. Auf den Rahmen liegen brettschichtverleimte Längsträger, die durch schubsteife Dreischichtplatten in der Dachebene miteinander verbunden sind. Am Fußpunkt liegen die Hallenbinder über Stahlgelenke auf einem Stahlbetonsockel auf. Die Horizontalträger der Fassade sind an den Rahmenstielen befestigt und in jeder Feldmitte über Gewindestangen von der Dachkonstruktion abgehängt.

Im Halleninneren herrscht je nach Witterungsverhältnissen ein mehr oder weniger diffuses Licht. Verantwortlich hierfür ist die Fassade aus Polycarbonat-Stegplatten, die über die gesamte Fassadenhöhe reichen. Messungen haben für die Halle einen mittleren Tageslichtquotienten von acht Prozent ergeben. Dies bedeutet, dass allein das Tageslicht während mehr als 90 Prozent der jährlichen Arbeitszeit eine Mindestbeleuchtung von 500 lux sicherstellt. Zur Beheizung des Interventionszentrums wird das im Basistunnel ständig anfallende Bergwasser verwendet: Die Temperatur im Tunnel liegt bei bis zu 35° Celsius. Um eine Überhitzung der Halle im Sommer zu vermeiden, besitzen die Stegplatten einen g-Wert von unter 0,5. Zusätzlich wird die Halle über eine Nachtströmungslüftung gekühlt: Dann gelangt die Außenluft über Klappen am Fußpunkt der Fassade ins Innere und verlässt die Halle über Lüftungsöffnungen in der Mitte der Hallendecke wieder. Mechanisch belüftet werden müssen lediglich einige innen liegende Räume wie die Mensa und Aufenthaltsräume. Werkstätten und Büros liegen dagegen an der Außenfassade und erhalten direkte Außenluft durch Fenster.

Fotos:

  • Wehrli Müller Fotografen, Zürich
  • baubild / Stephan Falk / Hörmann KG

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