Hotel Louis in München

80331 München, Viktualienmarkt 6

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  • © Stefan Braun

    © Michael Heinrich

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Basisdaten zum Objekt

 
 
 
 

Objektkategorie

Wirtschaftsbauten

Objektart

Hotels, Gästehäuser

Lage und Umgebung

 
 
 
 
48.13538
11.57574
Hotel Louis in München

Hotel Louis in München

Viktualienmarkt 6

80331 München

Deutschland

 

Ø-Note

 
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 Beteiligte Unternehmen

 
 
 
 

Bauherr

Grundbesitz- und Verwaltungsgesellschaft, München

 

Fachplanung

Michael Schmidt, Bernd König, München

 

Generalbau

DH-Projekt, Chemnitz

 

Objektbetreuung

Weinzierl Architekten

 

80331 München

Planung

80337 München

Tel. +49 89 383771-0

Fax +49 89 383771-27

 Verwendete Produkte

 
 
 
 

Upheider Weg 94-98

33803 Steinhagen

Deutschland

Tel. +49 1805 750100

Fax +49 1805 750101

info@hoermann.de

www.hoermann.de

 

Feuerschutztüren

 

Rauchschutztüren

 Beschreibung

 
 
 
 

Objektbeschreibung

Die großen Hotelketten mögen zwar mit niedrigen Zimmerpreisen locken, sie bieten aber meist nur Standards und sind oft nur mit dem Auto zu erreichen. Wem die Anonymität dieser Häuser nicht gefällt, dem bieten sich inzwischen genug Alternativen in den Zentren der Städte. Mit dem Hotel Louis in der Münchner Altstadt haben die Architekten Hild und K einen feinen Ort für anspruchsvolle Gäste geschaffen.

Vielreisende wissen die Innenstadtlage eines Hotels sehr zu schätzen. Sie sehen darin nicht nur den Vorteil einer guten Erreichbarkeit, oft sind die Häuser auch kleiner, verfügen über eine geringere Anzahl von Zimmern und zeichnen sich nicht zuletzt auch durch ihre Individualität aus. Für dieses Privileg nimmt der Gast auch gern einen höheren Zimmerpreis in Kauf, zumal wenn er eine der prominentesten Sehenswürdigkeiten der bayerischen Landeshauptstadt – die Frauenkirche – direkt vor der Tür hat. Auf genau diese Klientel ist das Hotel „Louis“ in exponierter Innenstadtlage ausgelegt. Keines der 72 Zimmer gleicht in Größe und Einrichtung dem anderen. Die überwiegend von den Architekten entworfenen Möbel und Accessoires erzählen vom Reisen. So dienten die großen Überseekoffer, mit denen die feine Gesellschaft Anfang des 19. Jahrhunderts reiste, den Architekten als Inspiration für die Kleiderschränke.

Wer schon einmal mit der Pariser Metro gefahren ist, erkennt im Bad die wulstigen weißen Fliesen wieder, mit denen die Stationen ausgekleidet sind. Einheimische Hölzer, Stoffe in hellen Farben und Naturstein aus der Region geben dem Gast Geborgenheit. Bereits beim Näherkommen, vom Viktualienmarkt aus, weckt das Hotel mit seiner hellen Putzfassade Sympathien. Riesige, als Putzrelief eingelassene Buchstaben, die von oben nach unten gelesen das Wort Hotel ergeben, vermitteln dem Ankommenden schon von Weitem das sichere Gefühl, hier richtig zu sein. Die neue Fassade will sowohl einen Bezug zu den umgebenden Häusern herstellen als auch den Wunsch nach einem zeitgemäßen Gebäude erfüllen.

Aus zwei am Platz bestimmenden Bautraditionen, dem Barock und den Wiederaufbaujahren nach dem Krieg, entwickelten die Architekten eine ganz eigene Fassade. Die regelmäßige Anordnung der raumhohen Fenster mit französischen Balkonen vermittelt eine moderne Anmutung, während Stuckprofile um die Fensteröffnungen für barocke Bewegtheit sorgen. Die Architekten standen vor der Aufgabe, den Bestand einer schmalen Parzelle in den Hotelbau zu integrieren. Wie fast alle Großstädte hat auch München im Zentrum das Problem einer kleinteiligen Parzellierung. Nur wenn ein Bauherr im Besitz mehrerer Grundstücke ist, lässt sich ein so großes Bauvorhaben wie das Hotel Louis realisieren. Deshalb bildet den Eingang eine offen zugängliche Verbindung durch das Blockinnere hinüber zum Rindermarkt, wo sie direkt in das Foyer eines bestehenden Ärztehauses mündet. Die kleine Passage erinnert ein wenig an eine versteckte Gasse in Venedig und verleiht dem Blockinneren viel Atmosphäre. Bleibt zum Schluss noch zu klären, wer eigentlich Louis ist. Den Aussagen der Betreiber Kull und Weinzierl zufolge ist Louis ein Weltreisender. Er legt großen Wert auf liebevolle Details und hochwertige Materialien. Er liebt schöne Hotels und fühlt sich in ihnen zu Hause. Mit einem Augenzwinkern erinnert der Name Louis an den bayerischen Märchenkönig Ludwig. Der von ihm so überzeugend gepflegte Schöngeist soll im Hotel Louis fortleben.

FOTOS
  • Stefan Braun, München, D
  • Michael Heinrich, München, D

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