Haus Börger in Rheda-Wiedenbrück

33378 Rheda-Wiedenbrück, Kolpingstraße 47

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Mit freundlicher Unterstützung von Hörmann Verkaufsgesellschaft

  • © Frank Vinken, Essen

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Basisdaten zum Objekt

 
 
 
 

Objektkategorie

Wohnungsbauten

Objektart

Einzelhäuser

Art der Baumaßnahme

Neubau

 

Bezugsfertigstellung

01.2006

 

Lage und Umgebung

 
 
 
 
51.85644
8.2937
Haus Börger in Rheda-Wiedenbrück

Haus Börger in Rheda-Wiedenbrück

Kolpingstraße 47

33378 Rheda-Wiedenbrück

Deutschland

 

Ø-Note

 
(19)
   

 Beteiligte Unternehmen

 
 
 
 

Bauherr

Familie Börger, Rheda-Wiedenbrück

 

Planung

48361 Beelen

Tel. +49 2586 445

Fax +49 2586 970054

 Verwendete Produkte

 
 
 
 

Upheider Weg 94-98

33803 Steinhagen

Deutschland

Tel. +49 1805 750100

Fax +49 1805 750101

info@hoermann.de

www.hoermann.de

 

Sectionaltor

 Zur Serie Garagen-Sectionaltore
 Zur Marke LPU 40

 Beschreibung

 
 
 
 

Objektbeschreibung

2006 und 1910, Moderne trifft Neoromanik: Im Rhedaer Wohngebiet stehen sich seit einigen Monaten die Exponenten zweier grundverschiedener Architekturepochen und -haltungen gegenüber. Wenig eint das Haus Börger und sein Pendant auf der anderen Straßenseite, die von Josef Becker errichtete St.-Clemens-Kirche, auf den ersten Blick. Doch wer näher hinsieht, erkennt die Bezüge zum Gegenüber durchaus, die Oliver Spiekermann mit dem Neubau aufnimmt: Die graue Eternit-Verkleidung des Obergeschosses spiegelt in Farbe und Struktur das schiefergedeckte Kirchendach wider. Das zu drei Seiten – zum Garten, zur Straße und zum Himmel – offene Treppenhaus ist zudem achsial auf einen der Kirchtürme ausgerichtet, der so für die Hausbewohner immer präsent ist.

Ein „extravagantes, individuelles und besonderes“ Haus, berichtet Oliver Spiekermann, wollte das Bauherren- Ehepaar für sich und seinen Sohn errichten. Der Neubau sollte erkennen lassen, aus welcher Zeit er stammt, und zugleich eine Alternative zu den in Rheda-Wiedenbrück oft gesehenen Klinkerfassaden bieten. Gleichzeitig wünschtendie Bauherren keinen nur auf sich bezogenen Kubus, sondern ein vielgliedriges Gebäude mit einem ausgewogenen Verhältnis aus Privatheit und Offenheit. Letzere bedeutet auch: Das Grundstück schottet sich weder durch Mauern noch durch hohe Hecken von seinen Nachbarn ab; lediglich das Wohnhaus selbst bietet ein gewisses Maß an Sichtschutz für den Garten. „Mit den Entwurfsplänen war das Bauamt bei der ersten Vorbesprechung nicht einverstanden, ja fast geschockt“, erinnert sich Oliver Spiekermann heute. „Die Aussage war: Zu der alten Kirche würde besser ein Fachwerkhaus passen.“ Letztlich überzeugte der Architekt jedoch mit dem Argument, dass ein historisierender Bau im Jahr 2006 nicht mehr angemessen sei und dass auch ein moderner Bau die Verbindung zur historischen Kirche schaffen könne. Und eine Führung durchs Haus nach dessen Fertigstellung ließ schließlich auch die letzten Bedenken einhelliger Zustimmung weichen.

Haus Börger ist eine Komposition aus zwei Baukörpern und einigen Anbauten, die auch im Material deutlich voneinander unterschieden werden: Ein im Grundriss L-förmiges Erdgeschoss öffnet sich mit seinen verglasten Innenschenkeln zum Garten hin. Gegenüber nimmt eine angedockte, mit Eternit verkleidete „Küchenbox“ Kontakt zum Nachbarn auf. Zur Straße hin zeigt sich das Haus ebenfalls recht offen; allerdings sind die Glasflächen hier überwiegend sandgestrahlt. Das aufgesetzte, gleichfalls mit Faserzement verkleidete Obergeschoss verrät sorgfältige Detailarbeit: Keine der 256 Fassadenplatten stimmt im Format mit einer anderen überein. Dennoch werden die Horizontalfugen minutiös um die Gebäudeecken hinweg fortgeführt. Oliver Spiekermann vergleicht diesen Bauteil zutreffend mit einem Fernrohr: Durch die raumbreiten, geschosshohen Glaswände an beiden Enden haben die Bewohner den besten Ausblick auf die Kirche und über das umliegende Wohngebiet. Offenheit und abwechslungsreiche Durchblicke dominieren auch die Innenräume: Nur dort, wo sie unvermeidlich waren (also in den Schlafräumen, dem Büro, dem Gäste-WC und im Bad), wurden Innenwände eingezogen. Im Erdgeschoss bietet ein einziger durchgehender Raum Platz zum Wohnen, Essen und Kochen; die einzelnen Bereiche werden lediglich durch unterschiedliche Fußbodenniveaus und -materialien sowie durch verschiedene Deckenhöhen markiert.

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