Grandhotel Kempinski High Tatras

059 85 Strba-Strbske Pleso, Kupelna 6

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Basisdaten zum Objekt

 
 
 
 

Objektkategorie

Wirtschaftsbauten

Objektart

Hotels, Gästehäuser

Art der Baumaßnahme

Umbau

 

Tragwerkskonstruktion

Ziegelmauerwerk

 

Bezugsfertigstellung

10.2009

 

Anzahl der Vollgeschosse

3- bis 5-geschossig

 

Raummaße und Flächen

Nutzfläche

19.523 m²

 

Verkehrsfläche

3.904 m²

 

Bruttogrundfläche

4.993 m²

Auszeichnungen

Publikumspreis ("Public Award") und Jurypreis ("Complex Progressive Solution of Architectural Work") beim slowakischen Nationalpreis für Architektur "Bau des Jahres 2009" ("Stavba roka 2009")

 Beteiligte Unternehmen

 
 
 
 

Architekten/Planer

Architektur-, Planungs-, Projektsteuerungsbüro

81377 München

Tel. +49 89 74160942

Fax +49 89 74160746

Bauherr

Kupele Strbske Pleso

 

Generalbau

Semos s.r.o.

 

Innenarchitekt

AB Living Design Schweden

 

Planung

GFI

 

 Verwendete Produkte

 
 
 
 

RHEINZINK GmbH & Co. KG

 

Bahnhofstr. 90

45711 Datteln

Deutschland

Tel. +49 2363 605-0

Fax +49 2363 605-209

info@rheinzink.de

www.rheinzink.de

 

Dachdeckung

Schüco International KG

 

Karolinenstr. 1-15

33609 Bielefeld

Deutschland

Tel. +49 521 783-0

Fax +49 521 783-451

info@schueco.com

www.schueco.de

 

Metallfenster- altbau

 
 

Saunabereiche

 
 

CCTV, EPS, TV,Elektrokoordination

 Beschreibung

 
 
 
 

Objektbeschreibung

Das Fünfsterne-Hotel "Grandhotel Kempinski High Tatras" liegt am Ufer des Gebirgsees Strbske Pleso, ein bekannter Luftkurort in der Slowakei, auf ca. 1350m über Meereshöhe.

Das Hotel befindet sich in einem Naturreservat höchster Kategorie umgeben von imposanten Bergen der Hohen Tatra zur Nordseite und einem wunderschönen Blick in die weite Ebene des Tales zur Südseite. Bereits Ende des 19.Jahrhunderts entdeckte die Aristokratie der Österreichisch-Ungarischen Monarchie diese einmalige Landschaft und so entstanden im Jahr 1883 die ersten Häuser am Ufer des Bergsees, die nach und nach zu einem heute denkmalgeschützten Gebäudeensemble zusammenwuchsen.

Die grundlegende Konzeptidee der Rekonstruktion / Anbaus des Gebäudeensembles war die Wiederherstellung des ursprünglichen Erscheinungsbildes der historischen Gebäude, sowohl von aussen, wie auch von innen und eine maßvolle Ergänzung der bestehenden Anlage durch den Anbau von Appartementhäusern und eines großzügigen Wellnessbereiches.

Um die historische Anlage zu einem Fünfsterne-Hotel umzunutzen, inklusive neuer Hotelanbauten (Appartements) und eines Wellnessbereiches, war es notwendig ein Gesamtkonzept für die Logistik des Hotels zu entwickeln, sowohl architektonisch-denkmalpflegerisch als auch organisatorisch. Um die Auflagen des Denkmalschutzes zu erfüllen, wurde der gesamte Bestand bautechnisch begutachtet, aufgemessen und alle historisch relevanten Elemente untersucht. Im Vordergrund stand die wertvollen Elemente möglichst in ihrer Ursprünglichkeit zu belassen, d.h. sie instandzusetzten und zu konservieren, bzw. sehr beschädigte Elemente/Gebäudeteile detailgetreu nachzubilden.

Da die bestehende Grundrissstruktur den Ansprüchen eines Fünfsterne-Hotels nicht entsprach, musste der organisatorische Ablauf im Hotel neu konzipiert werden, jedoch unter Berücksichtigung der historischen Gebäudestruktur. Um den Ablauf im Hotel zu gewährleisten, wurde ein neuer Haupteingang und ein neuer Zugang für die Anlieferung definiert. Nahezu auf der gesamten Länge der Hotelanlage (ca. 200m) wurde ein unterirdischer Verbindungsgang geplant, um die Versorgung des Hotels sicherzustellen. Zusätzlich zu dieser wichtigen Maßnahme wurde ein Grossteil der bestehenden Gebäude in einem schwierigen Baugrund unterfangen und unterkellert und so die notwendige Kapazität für Lager-, Personal- und Technikräume geschaffen. Die Anbindung an die Appartementhäuser und an den teilweise unterirdisch angelegten Wellnessbereich erfolgte ebenfalls über die neue Erschließung. Durch die neue Erschließung können beide, Appartements und der Wellnessbereich, mit dem Service des Hotels bedient werden.

Das "städtebauliche" Konzept der Neubauten reagiert auf die historische Vorlage der Bebauung, in dem die neuen Appartements freistehend um die bestehende Gebäudeanlage konzipiert sind. Mit ihrer modernen Architektursprache setzen sich die Anbauten bewusst vom Hotel ab, greifen jedoch auch die Architektursprache des Altbaus auf, indem sie Elemente wie geneigte Dächer, Vor- und Rücksprünge, Balkone u.a. Architekturelemente des Altbaus thematisieren. Dadurch kommt es zu einem Dialog zwischen Alt- und Neubau, wobei der Altbau immer eine zentrale Rolle in diesem Dialog einnimmt.

Das Verkehrkonzept für das Gesamtgelände schließt den Autoverkehr aus.

Die architektonische Herausforderung dieser Aufgabe bestand darin die historisch wertvollen Gebäude denkmalgerecht zu renovieren und mit dem notwendigen Respekt die ursprüngliche Materialität und Farbigkeit der Gebäude wiederherzustellen und gleichzeitig durch moderne Architektur zu ergänzen.

Beschreibung der Besonderheiten

  • Die historische Anlage liegt auf einer "Moräne", die ca. seit dem Jahr 1880 nach und nach mit Gebäuden bebaut wurde und so über viele Jahre zu einem zusammenhängenden Ensemble zusammenwuchs.
  • Die historische Anlage liegt direkt am Ufer von Strbske Pleso (Gebirgssee). Die heilende Wirkung der Luft an diesem Ort lockte schon vor über 100 Jahren Hotelgäste aus unterschiedlichsten, hauptsächlich europäischen Ländern an.
  • Der Strbske Pleso wurde in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts mit einer Elektro-Tram erschlossen, um die Gäste schneller und bequemer zum Ort zu bringen.
  • "Solitäre" Gebäudestruktur als städtebauliche Besonderheit des Ortes.
  • Die Notwendigkeit einer unterirdischen Erschließung der neuen Hotelanlage (technischer Korridor), um den Ablauf im Hotel zu gewährleisten. Die Unterkellerung der Hotelanlage wurde im sehr schwierigen Gelände, mit zum Teil sehr großem Gestein (Moräne), realisiert. Trotz aufwendigster Abfangungsarbeiten gab es kaum Setzungen der historischen Gebäude.
  • In der letzten 50 Jahren vor der Objektrekonstruktion wurden viele historischen Elemente wie Fassaden- und Dachelemente (Balkone, Dachtürme, original Dachbedeckung, Putz mit Verzierungen, original Fassadenfarbigkeit u.a.) entfernt. Diese wurden auf der Grundlage der historischen Fotos und einigen vorhandenen Elementen neu geplant und realisiert. Im Gebäudeinneren konnte die historische Inneneinrichtung kaum erhalten werden. Diese Räume wurden nach der Absprache mit der Denkmalschutzbehörde ergänzt und erneuert.
  • die Außenräume um die Hotelanlage wurden nach der Absprache mit der Naturschutzbehörde neu gestaltet.
  • Die Hotelanlage bekam nach dem Architektenentwurf eine nächtliche Illumination

 Objektdetails

 
 
 
 

Schlagwortliste

Grandhotel, Kempinski, Slowakei, Strbske pleso, Hohe Tatra, kleinstes Hochgebirge der Welt, , Wölfe, Bären

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