Gemeindezentrum Ginsheim-Gustavsburg

65462 Ginsheim-Gustavsburg, Schwedenschanze 5

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  • © Host Goebel, Hünstetten-Görsroth

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Basisdaten zum Objekt

 
 
 
 

Objektkategorie

Veranstaltungsbauten

Objektart

Gemeindezentren

Art der Baumaßnahme

Neubau

 

Tragwerkskonstruktion

Kalksandstein

 

Bezugsfertigstellung

09.2010

 

Anzahl der Vollgeschosse

1-geschossig

 

Raummaße und Flächen

Rauminhalt - Brutto

1.464 m³

 

Nutzfläche

218 m²

 

Verkehrsfläche

59 m²

 

Bruttogrundfläche

335 m²

Kosten

Veranschlagte Rohbaukosten des Bauwerks

394 TsdEuro

 

Gesamtkosten der Maßnahme (ohne Grundstück)

631 TsdEuro

Auszeichnungen

Anerkennung Deutscher Fassadenpreis 2011

Lage und Umgebung

 
 
 
 
49.99643
8.31699
Gemeindezentrum Ginsheim-Gustavsburg

Gemeindezentrum Ginsheim-Gustavsburg

Schwedenschanze 5

65462 Ginsheim-Gustavsburg

Deutschland

 

Ø-Note

 
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 Beteiligte Unternehmen

 
 
 
 

Architekten/Planer

Architektur-, Planungs-, Projektsteuerungsbüro

55218 Ingelheim

Tel. +49 6132 40349

Fax +49 6132 41804

 Verwendete Produkte

 
 
 
 
 
 

Bodenbelag

 
 

Fassade

 Beschreibung

 
 
 
 

Objektbeschreibung

Selbstbewusst unterordnen!

Eine sich zur Straße hin öffnende, öffentliche Freifläche vor der Kirche und vor dem Pfarrhaus prägte bislang den Kontext. Das neue Gemeindezentrum bildet an dieser Stelle eine neue gefasste städtebauliche Situation. Es bindet die umliegende Bebauung ein, indem es in seiner Form auf die Kanten des Vorhandenen reagiert, sie aufnimmt und verbindet. Neue räumliche Situationen werden gebildet. Ein Vorbereich wird deutlich definiert und damit ein klarer Zugang formuliert. Ein weiterer rückwärtiger, zur Straße hin geschützter Platz fügt und kräftigt konsequent das Ensemble Kirche, Pfarrhaus und das neue Gemeindezentrum. Der umlaufende vorhandene Weg und der direkte Zugang über das Grundstück in die Kirche bleiben erhalten.

Das flach geneigte Dach folgt in seiner Ausrichtung, entgegen der Linien im Grundriss, mit seinem First denen der gegenüberliegenden Bebauung und der Straße. In der versetzten Firstlinie zum Grundriss, auch der Z-Form folgend, entsteht eine versetzte Satteldachform. Firstlinie und Traufe steigen in verschiedenen Winkeln an bzw. fallen ab. Die ansteigenden Fassaden formulieren eine Akzentuierung besonderer Räume.

Eingeschossig, der Kirche vorgelagert, muss es sich dem wichtigen Bau selbstbewusst unterordnen. Als eingeschossiger Baukörper überragen die angrenzenden Gebäude den Neubau. Die 5. Fassade, das Dach, wird erlebbar und erhält Bedeutung. Als weiterer Fassadenteil betrachtet, entsteht eine einheitliche Hülle für Dach und Wand. Der Monolith, bettet sich als ruhiger Baukörper vor die Kirche. Die ansteigenden Fassaden und Firstlinien in verschiedenen Winkeln weisen die Wichtigkeit. Konkurrenzfrei ordnet sich das Gebäude in seiner Farbigkeit dem Sockelbereich der Kirche unter. Ein zurückhaltendes rotbraun ? in Annäherung, nicht Kopie, des rötlichen Sandsteinsockels - verstärkt dennoch seine Eigenständigkeit. Die verspringenden Massivholzfenster geben der an sich ruhigen Fassade Lebendigkeit. Innerhalb eines Fensterelements verspringen seine unterteilten Glaselemte aus der Ebene der Fassade in die Ebene der Innenwand. Entsprechend dem, sind feststehende und zu öffnende Elemente definiert. Dem großen Saal zugeordnet, ein sich komplett öffnendes Fensterelement, was im Ebenen verspringenden System bleibt und sich ganze Einzelelemente hintereinander verschieben. Die Fenstergrößen definieren die Plattenelemente der vorgehängten Fassade. Zum einen greifen vereinzelt horizontale Fugen über alle Fassaden ineinander, zum anderen wechselt stellenweise das Raster an Fenster oder Fassadenkanten die Struktur und machen sie lebendig. Eine vertikale Struktur der Fassade bindet im Dach alle Fassadenflächen in seinen Fugen ineinander. Die senkrechten offenen Fugen der Fassadenplatten laufen ins Dach, über den First in die gegenüber liegende Fassadenfläche und dort in die von den Fensterelementen ausgehende Struktur. Die Schwierigkeit, der über die Dachflächen laufenden und sich im First vereinenden Linien ist, dass durch das unterschiedliche ansteigen bzw. fallen von Traufe und First und den damit stetig wechselnden Winkeln, eine anwachsende Dachfläche erzeugt wird. Zur Aufnahme der harten Bedachung dürfen keine Windschiefen Flächen entstehen.
Das Gebäude ist als Massivbau ausgeführt. Für die vorgehängte Fassadenbekleidung über einem regensicheren Unterdach wurde das Material FunderMax ? Authentic ausgewählt. Eine HPL- Platte ohne Dekor, die eine natürliche echte Struktur offenbart. Wie diese, sollen auch die Fenster in ihrer Natürlichkeit gezeigt werden.

Das bewegte Dach ist im Inneren des Gebäudes ebenso erlebbar. Im Bereich des Foyers, das den Vorplatz mit dem rückwärtigen geschützten Platz verbindet, gibt das Dach dem Innenleben mehr Raum. Über das Foyer und das begleitende Möbel mit Empfang mit Ausgabetheke und integrierter Garderobe gelangt man zu den Gruppenräumen und dem Saal. Der Große Saal, der Kirche und dem Platz zugewandt, nimmt an Höhe in Richtung Kirche zu und bildet den höchsten Raum. Mit flexiblen Fensterelementen lässt sich die Fassade zum Platz öffnen und bindet den Außenraum ins Gebäude ein. Der Jugendraum, der Straße zugewandt, soll mit seiner Höhe aufmerksam machen. Der Vorplatz dient der Jugend gleichzeitig als Jugendhof mit separatem Zugang zum Jugendraum des Gebäudes. Parallelveranstaltungen können ohne Überschneidungen stattfinden.

Trotz des schmalen Budgets wurde das neue Gemeindezentrum mit einem Niedrigtemperatursystem mit einer Einzelsteuerung der verschiedenen Räume ausgestattet. Die Wärmeerzeugung erfolgt mittels eines neuen Gasbrennwertkessels im benachbarten Pfarrhaus an den das neue Gemeindezentrum mit angeschlossen wurde.

 Objektdetails

 
 
 
 

Kennwerte des Energieverbrauchs

Heizenergieverbrauchswert

94,29

 

Primärenergiebedarf

103,72

Primärenergie

Gas

Schlagwortliste

Gemeindezentrum, katholische Kirchengengemeinde Herz-Jesu, Deutscher Fassadenpreis, Monolith, Fassade, vorgehängte hinterlüftete Fassade, Veranstaltungsbau, Kirche, Hille Architekten

 Zeichnungen und Unterlagen

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