Feuer- und Rettungswache in Löhne

32584 Löhne, Zur Feuerwache 6

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Basisdaten zum Objekt

 
 
 
 

Objektkategorie

Betriebsgebäude

Objektart

Feuerwehr-Gebäude

Art der Baumaßnahme

Neubau

 

Lage und Umgebung

 
 
 
 
52.2097
8.70954
Feuer- und Rettungswache in Löhne

Feuer- und Rettungswache in Löhne

Zur Feuerwache 6

32584 Löhne

Deutschland

 

Ø-Note

 
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 Beteiligte Unternehmen

 
 
 
 

Bauherr

Stadt Löhne Der Bürgermeister Hoch- und Tiefbauamt

 

32584 Löhne

Tel. +49 5732 100-0

Fax +49 5732 100-519

Objektbetreuung

baubüro.eins, Hamburg

 

Planung

20144 Hamburg

Tel. +49 40 38610940

Fax +49 40 38610942

 Verwendete Produkte

 
 
 
 

Upheider Weg 94-98

33803 Steinhagen

Deutschland

Tel. +49 1805 750100

Fax +49 1805 750101

info@hoermann.de

www.hoermann.de

 

Feuerschutztüren

 

Rauchschutztüren

 

Rauchschutzverglasung

 Zur Marke A/RS-350
 

Rohrrahmentüren

 

Sectionaltore

 Zur Serie Industrie-Sectionaltore
 Zur Marke SPU 40

 Beschreibung

 
 
 
 

Objektbeschreibung

Als die Stadt Löhne 2001 einen Architektenwettbewerb für eine neue Feuer- und Rettungswache auslobte, herrschte bei Deutschlands Architekten gerade Saure-Gurken-Zeit. Aufträge waren rar, und so zeigten über 1200 Bewerber Interesse an einer Wettbewerbsteilnahme. Zugelassen wurden schließlich 35, unter denen sich das Hamburger Büro architekten prof. klaus sill als Sieger behaupten konnte. Das Grundstück liegt nördlich der Innenstadt, unmittelbar an der Autobahn A30 Osnabrück-Hannover. Platz für ein umfangreiches Raumprogramm war dort – im Gegensatz zum alten Feuerwehrstandort am Löhner Markt – reichlich vorhanden. Die Architekten entwarfen ein langgestrecktes, zweigeschossiges Gebäude, das der Autobahn im Süden seine Schmalseite entgegen streckt.

Die Ruhe- und Büroräume der Mitarbeiter weisen nach Westen und Osten über das freie Feld. Die Tiefenstaffelung des Gebäudes spiegelt den Platzbedarf des Fuhrparks wider: Die kürzeren Rettungsfahrzeuge sind im schmaleren, südlichen Gebäudeteil untergebracht, die Löschfahrzeuge stehen im breiteren, nördlichen. Durch diese Lösung konnte das annähernd dreieckige Grundstück optimal ausgenutzt werden. Die Fassaden des Neubaus sind in Blau, Grau und Silber gehalten. Hinter Profilglastafeln schimmern am Obergeschoss die Worte „retten. löschen. bergen. schützen“ (das Motto der Feuerwehr) sowie der Feuerwehr-Notruf 112 hindurch. Die Glastafeln sind mit drei unterschiedlichen Blautönen hinterlegt. Im Erdgeschoss und an den Stirnseiten des Gebäudes werden sie durch dunkelgrau beschichtete Aluminium-Kassetten ergänzt. Die Büro- und Ruheräume haben großzügig dimensionierte Fensterbänder, deren Attikaverkleidung mit farbigem Glas abgesetzt ist. Mit ausschlaggebend für den Wettbewerbsgewinn der Hamburger Architekten war die absehbar hohe Aufenthaltsqualität der Innenräume.

Um den immerhin 22,5 Meter tiefen, nördlichen Gebäudeteil optimal zu nutzen, wurde das Obergeschoss als Dreibund mit innen liegenden Aufenthaltsräumen und offenen Patios angelegt. Letztere versorgen über Lichtkuppeln auch die darunter gelegene Fahrzeughalle mit Tageslicht. An den Gebäudeenden schließen sich zwei Sondernutzungen an: im Süden ein Fitnessraum und im Norden ein großer Veranstaltungsraum mit eigenem Zugang von außen. Er kann so auch von externen Personen, etwa der Freiwilligen Feuerwehr, genutzt werden, ohne den Betrieb der Wache zu stören. Besonders bei Nacht tritt dieser Gebäudekopf eindrucksvoll in Erscheinung: Dann werden seine beiden X-förmigen Stützen bläulich erleuchtet und sind durch die raumhohe Gussglasfassade schon von weither sichtbar. Das Gesamtbudget für die Wache war auf 5,2 Millionen Euro begrenzt. Um diesen Rahmen einzuhalten, verfolgten die Architekten, wie sie sagen, eine Strategie der „Baukultur mit einfachen Mitteln“: Materialien behalten ihre Eigenfarben, Decken und Tragelemente bleiben unverkleidet. Die Böden sind zum größten Teil mit unempfindlichem Epoxidharz beschichtet. Nur die Aufenthaltsräume und der Veranstaltungssaal enthielten ein Parkett aus Räuchereiche. Im Farbkanon der Wache spielt die „Feuerwehrfarbe“ Rot eher eine Nebenrolle: Man findet sie nur noch an den Fahrzeugen und im Sprungschacht zwischen Ruhe- und Umkleideräumen. In den Ruhe- und Büroräumen dominiert dagegen kühles Blau, in den Hallen, Treppenhäusern und Fluren ein frisches Gelb-Grün.

Fotos:

  • Lorenz Tettenborn, Hamburg
  • Gebler Fotodesign, Hamburg
  • Hartmuth Klemme, Herford / Hörmann KG

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