Faulei Kläranlage
90765 Fürth
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Mit freundlicher Unterstützung von Heidelberger Beton
Basisdaten zum Objekt
Objektkategorie
Betriebsgebäude
Objektart
Klärwerke
Art der Baumaßnahme
Neubau
Bezugsfertigstellung
01.2009
Lage und Umgebung
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Faulei Kläranlage |
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90765 Fürth Deutschland |
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Ø-Note (0)
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Beteiligte Unternehmen
Bauherr
Stadt Fürth, Stadtentwässerungsbetrieb Fürth
Objektüberwachung
Planung
Rohbau
Verwendete Produkte
Berliner Str. 10
69120 Heidelberg
Deutschland
Tel. +49 6221 481-39503
Fax +49 6221 481-39540
marketing@heidelberger-beton.de
www.heidelberger-beton.de
Transportbeton
Beschreibung
Objektbeschreibung
Der Bau eines neuen Behälters war notwendig geworden, weil die Stadt mit nur einem Faulbehälter an Kapazitätsgrenzen gestoßen war. Es blieb zu wenig Zeit für den jeweiligen Faulprozess, betriebliche Ausfälle wie Revisionen waren kaum möglich. Man entschied sich, nach Untersuchung aller möglichen Alternativen, für einen weiteren Faulbehälter, der verfahrenstechnisch in die bestehende Anlage zur Schlammbehandlung und in das Gasnutzungs- und Heizungssystem der Anlage eingebunden werden musste.
Wie überdimensionierte, präzise gebaute Skulpturen ragen die Faulbehälter aus dem Boden. Unmittelbar nach der Betonage ist die komplette Eiform bis zur Bodenplatte sichtbar; ein Stahlbetonbau mit 35 Metern Gesamthöhe und einem Durchmesser von 23 Metern. Nach Fertigstellung ist der Baukörper teilweise im Erdreich verborgen. Aufgrund seiner gerundeten Form erforderte der Betonbau viel konstruktives Know-how und perfekte Schalungstechnik.
Konzipiert wurde der Behälter mit einem Volumen von 7.000 Kubikmetern als Spannbetonkonstruktion mit nachträglichem Verbund, sowie einem Auflagerring auf Höhe des Felshorizontes zur Lastaufnahme. Für die einzelnen Betonierabschnitte wurden Mindesthöhen von drei Metern vorgegeben. Spiralförmig arbeiteten sich die Rohbauer der WBB Bau & Beton GmbH am runden Bau abschnittsweise in die Höhe. Mit zwei Betonpumpen befüllten sie die speziell angefertigte Schalung, bestehend aus Stahlträgern, in die jeweils keilförmig zugeschnittene Holzbretter eingepasst wurden.
Jeder einzelne Betonierabschnitt musste kontinuierlich, ohne Unterbrechung ausgeführt werden. Insgesamt dauerte die Erstellung des präzise geformten Rohbaus rund ein Jahr. Für diese spezielle Bauaufgabe wählten Dahlem Beratende Ingenieure GmbH & Co. Wasserwirtschaft KG eigens einen Zement mit sehr langen Abbindezeiten da der Beton nur eine sehr geringe Hydratationswärme entwickeln durfte. Den Behälterkopf mit 4,80 Meter Durchmesser ließen sie aus Stahlbeton-Halbfertigteilen herstellen, auf die eine Lage Ortbeton aufgebracht wurde. Ein korrosionsbeständiger Bedienungssteg aus Stahl verbindet den Behälterkopf mit dem neuen Treppenturm. Dieser, wie auch das angegliederte Maschinenhaus, sind Stahlbetonkonstruktionen. Unterhalb der Gebäudeoberkante sichert eine Weiße Wanne gegen drückendes Grundwasser.
Beton hat sich speziell für den Bau der abgerundeten Behälter bewährt, weil die Faulprozesse im warmen Milieu ablaufen und der massive, anschließend gedämmte und bekleidete Baukörper als Speichermasse gut die zugeführte Wärme hält. Außerdem setzen die Verrottungsprozesse im Inneren dem Baustoff auch auf lange Sicht nicht zu. So funktional Beton für die spezielle Aufgabe war, ließ er sich auch gestalterisch nutzen. Maschinenhaus und Treppenturm erhielten Sichtbetonfassaden der Klasse 3. Der Innenbereich wurde in SB2 ausgeführt.
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