Dornier Museum Friedrichshafen

88046 Friedrichshafen, Claude-Dornier-Platz 1

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Mit freundlicher Unterstützung von Hörmann Verkaufsgesellschaft

  • © Jens Passoth, Berlin

    © Jens Passoth, Berlin

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Basisdaten zum Objekt

 
 
 
 

Objektkategorie

Veranstaltungsbauten

Objektart

Museen

Art der Baumaßnahme

Neubau

 

Bezugsfertigstellung

01.2009

 

Lage und Umgebung

 
 
 
 
47.6676483
9.3838969
Dornier Museum Friedrichshafen

Dornier Museum Friedrichshafen

Claude-Dornier-Platz 1

88046 Friedrichshafen

Deutschland

 

Ø-Note

 
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 Beteiligte Unternehmen

 
 
 
 

Architekt/Planer

80636 München

Tel. +49 89 1399250

Fax +49 89 13992599

Bauherr

Dornier Stiftung für Luft- und Raumfahrt, München,

 

Stahlbau

Friedrich Bühler GmbH & Co. KG Stahlbau

 

72213 Altensteig

Tel. 07453/93980

Fax 07453/939833

Statik

70597 Stuttgart

Tel. +49 711 76750-0

Fax +49 711 76750-44

 Verwendete Produkte

 
 
 
 

Upheider Weg 94-98

33803 Steinhagen

Deutschland

Tel. +49 1805 750100

Fax +49 1805 750101

info@hoermann.de

www.hoermann.de

 

Feuerschutztüren

 Zur Marke H 3 D
 

Rollgitter

 Zur Marke HG-A

 Beschreibung

 
 
 
 

Objektbeschreibung

Als Hommage an den großen Flugzeugkonstrukteur Claude Dornier, hat sein Sohn Silvius den Bau des Dornier Museums in Friedrichshafen initiiert, das im Jahr 2009 von den Münchner Architekten Allmann Sattler Wappner realisiert wurde. Direkt am Flughafen gelegen, bereichert das Museum die Stadt am Bodensee mit einem neuen, kulturellen Anziehungspunkt.

Um die Luft- und Raumfahrtgeschichte angemessen zu präsentieren, haben sich die Architekten für einen Hangar als Gebäudetypus entschieden, der die historischen Flugzeuge in ihrem „natürlichen Umfeld“ zeigt. Eine Stahlskelettkonstruktion trägt das auskragende Hallendach. Transluzente Polycarbonatplatten bilden die Außenhülle und prägen – gemeinsam mit dem geschwungenen Eingangsportal – die charakteristische Erscheinung des Museumsbaus. Die gebäudehohen Platten segmentieren die Wölbung der Fassade. Mit einer zusätzlichen Punktrasterbeschichtung auf der Südseite wird der notwendige Sonnenschutz erzielt. Im Inneren bewirkt die wabenartige Struktur des Materials eine gleichmäßige, diffuse Belichtung.

Von der milchig schimmernden Oberfläche, die zwar lichtdurchlässig, aber nicht durchsichtig ist, setzen sich die transparenten Fensterund Türöffnungen kontrastreich ab. Mit ihren breiten Profilen wirken sie wie Bilderrahmen, die ausgewählte Ausschnitte der Umgebung inszenieren und in den Raum hineintragen. Nach Sonnenuntergang leuchtet das Museum mit der wandelbaren Lichtinstallation des Künstlers James Turrell weit in die Landschaft hinaus. Der Rundgang beginnt in der eingestellten „Museumsbox“. Anhand von 400 Kleinexponaten, Modellen und Originalfilmen werden 80 Jahre Flugzeugbau des Unternehmens Dornier in zeitgeschichtlichen Zusammenhängen aufbereitet und die Biografie Claude Dorniers erzählt. Weltweites Aufsehen erregte das Flugboot „Do X“, das 1930 als erstes Großraumflugzeug den Atlantik überquerte. Sein zehnmonatiger Jungfernflug führte von Berlin über Afrika und Südamerika nach New York, wo im August 1931 die Landung auf dem Hudson River von flugbegeisterten Zuschauern gefeiert wurde. Die Atlantiküberquerung wird bis 24. Mai 2012 in einer Sonderausstellung thematisiert und stellt den Airbus 380 in Kontext mit der „Do X“.

Besonderen Wert haben die Architekten auf das Energiekonzept gelegt: In der Bodenplatte des Hangars ist zur Raumtemperierung ein Flächenheiz- und Kühlsystem integriert. Zuluftöffnungen im Wand-Bodenanschluss entlang der Nordund Südfassade, sowie Abluftöffnungen im Dach, regulieren die natürliche Lüftung der Halle. Auch eine effiziente Nutzung der Umweltenergien am Standort ist vorgesehen. Ein Geothermiefeld mit 81 Erdwärmesonden unterhalb des Gebäudes minimiert die mechanische Kälteerzeugung im Sommer. So werden die CO2-Emissionen, verglichen mit herkömmlichen Anlagen, auf die Hälfte reduziert. Während in der Haupthalle des Museums die historischen Originalflugzeuge und Modelle bestaunt werden, hört man draußen die heulenden Triebwerke der startenden und landenden Düsenjets. Spätestens dann wird den Besuchern klar, dass die Vergangenheit nahtlos in der Gegenwart angekommen ist. Zu den zahlreichen kulturellen Veranstaltungen und Events, die das Museum anbieten will, ist die Anreise selbstverständlich auch per Flugzeug möglich. Wer mit dem eigenen Jet einfliegen möchte, findet die Anflugskoordinaten auf der Internetseite des Museums. Insgeheim wird Friedrichshafen jetzt schon „Stadt der Lüfte“ genannt.

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