Dornier Museum Friedrichshafen
88046 Friedrichshafen, Claude-Dornier-Platz 1
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Basisdaten zum Objekt
Objektkategorie
Veranstaltungsbauten
Objektart
Museen
Art der Baumaßnahme
Neubau
Bezugsfertigstellung
01.2009
Lage und Umgebung
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Dornier Museum Friedrichshafen |
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Claude-Dornier-Platz 1 88046 Friedrichshafen Deutschland |
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Ø-Note (0)
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Beteiligte Unternehmen
Architekt/Planer
Bauherr
Dornier Stiftung für Luft- und Raumfahrt, München,
Stahlbau
Friedrich Bühler GmbH & Co. KG Stahlbau
72213 Altensteig
Tel. 07453/93980
Fax 07453/939833
Statik
Verwendete Produkte
Upheider Weg 94-98
33803 Steinhagen
Deutschland
Tel. +49 1805 750100
Fax +49 1805 750101
www.hoermann.de
Beschreibung
Objektbeschreibung
Um die Luft- und Raumfahrtgeschichte angemessen zu präsentieren, haben sich die Architekten für einen Hangar als Gebäudetypus entschieden, der die historischen Flugzeuge in ihrem „natürlichen Umfeld“ zeigt. Eine Stahlskelettkonstruktion trägt das auskragende Hallendach. Transluzente Polycarbonatplatten bilden die Außenhülle und prägen – gemeinsam mit dem geschwungenen Eingangsportal – die charakteristische Erscheinung des Museumsbaus. Die gebäudehohen Platten segmentieren die Wölbung der Fassade. Mit einer zusätzlichen Punktrasterbeschichtung auf der Südseite wird der notwendige Sonnenschutz erzielt. Im Inneren bewirkt die wabenartige Struktur des Materials eine gleichmäßige, diffuse Belichtung.
Von der milchig schimmernden Oberfläche, die zwar lichtdurchlässig, aber nicht durchsichtig ist, setzen sich die transparenten Fensterund Türöffnungen kontrastreich ab. Mit ihren breiten Profilen wirken sie wie Bilderrahmen, die ausgewählte Ausschnitte der Umgebung inszenieren und in den Raum hineintragen. Nach Sonnenuntergang leuchtet das Museum mit der wandelbaren Lichtinstallation des Künstlers James Turrell weit in die Landschaft hinaus. Der Rundgang beginnt in der eingestellten „Museumsbox“. Anhand von 400 Kleinexponaten, Modellen und Originalfilmen werden 80 Jahre Flugzeugbau des Unternehmens Dornier in zeitgeschichtlichen Zusammenhängen aufbereitet und die Biografie Claude Dorniers erzählt. Weltweites Aufsehen erregte das Flugboot „Do X“, das 1930 als erstes Großraumflugzeug den Atlantik überquerte. Sein zehnmonatiger Jungfernflug führte von Berlin über Afrika und Südamerika nach New York, wo im August 1931 die Landung auf dem Hudson River von flugbegeisterten Zuschauern gefeiert wurde. Die Atlantiküberquerung wird bis 24. Mai 2012 in einer Sonderausstellung thematisiert und stellt den Airbus 380 in Kontext mit der „Do X“.
Besonderen Wert haben die Architekten auf das Energiekonzept gelegt: In der Bodenplatte des Hangars ist zur Raumtemperierung ein Flächenheiz- und Kühlsystem integriert. Zuluftöffnungen im Wand-Bodenanschluss entlang der Nordund Südfassade, sowie Abluftöffnungen im Dach, regulieren die natürliche Lüftung der Halle. Auch eine effiziente Nutzung der Umweltenergien am Standort ist vorgesehen. Ein Geothermiefeld mit 81 Erdwärmesonden unterhalb des Gebäudes minimiert die mechanische Kälteerzeugung im Sommer. So werden die CO2-Emissionen, verglichen mit herkömmlichen Anlagen, auf die Hälfte reduziert. Während in der Haupthalle des Museums die historischen Originalflugzeuge und Modelle bestaunt werden, hört man draußen die heulenden Triebwerke der startenden und landenden Düsenjets. Spätestens dann wird den Besuchern klar, dass die Vergangenheit nahtlos in der Gegenwart angekommen ist. Zu den zahlreichen kulturellen Veranstaltungen und Events, die das Museum anbieten will, ist die Anreise selbstverständlich auch per Flugzeug möglich. Wer mit dem eigenen Jet einfliegen möchte, findet die Anflugskoordinaten auf der Internetseite des Museums. Insgeheim wird Friedrichshafen jetzt schon „Stadt der Lüfte“ genannt.
Zeichnungen und Unterlagen
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