Bürogebäude in Hamburg

20354 Hamburg, Drehbahn 47-48

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Mit freundlicher Unterstützung von Hörmann Verkaufsgesellschaft

  • © baubild/Stephan Falk/Hörmann KG, Berlin

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Basisdaten zum Objekt

 
 
 
 

Objektkategorie

Büro- und Verwaltungsbauten

Objektart

Bürogebäude

Art der Baumaßnahme

Sanierung / Modernisierung

 

Lage und Umgebung

 
 
 
 
53.5572848
9.9856835
Bürogebäude in Hamburg

Bürogebäude in Hamburg

Drehbahn 47-48

20354 Hamburg

Deutschland

 

Ø-Note

 
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 Beteiligte Unternehmen

 
 
 
 

Architekt/Planer

MHM architects, Wien

 

Bauherr

STRABAG AG Deutschland

 

90425 Nürnberg

Tel. +49 911 8336-500

Fax +49 911 8336-529

Fachplanung

agn Leusmann, Hamburg

 

Generalbau

Ed. ZÜBLIN AG Direktion Nord

 

22087 Hamburg

Tel. +49 40 202080

Fax +49 40 20208354

Statik

30161 Hannover

Tel. +49 511 3407983

Fax +49 511 34079840

 Verwendete Produkte

 
 
 
 

Upheider Weg 94-98

33803 Steinhagen

Deutschland

Tel. +49 1805 750100

Fax +49 1805 750101

info@hoermann.de

www.hoermann.de

 

Sectionaltore

 Zur Marke ALR 40

 Beschreibung

 
 
 
 

Objektbeschreibung

Viele der für Hamburg typischen Kontorhäuser aus den 1920er-Jahren sind bereits saniert. Die ehemalige Postliegenschaft in der Drehbahn, die sich durch einen großzügigen, verglasten Innenhof mit einer historischen Wagenhalle auszeichnet, steht jetzt nach einer Generalsanierung wieder als modernes Bürogebäude zur Verfügung. Ein junges Computerunternehmen fand in dem soliden Altbau ein neues Zuhause.

Mit der Neuordnung des Finanz- und Justizwesens sowie der Post nach der Reichsgründung 1871 wuchs in Hamburg der Bedarf an öffentlichen Verwaltungsbauten. Ausreichend Platz dafür boten die ehemaligen, zu einem Alleenring ausgebauten Wallanlagen. Die neue, repräsentative Oberpostdirektion am Stephansplatz wurde im Laufe der Jahre mit weiteren Gebäuden in den Nebenstraßen ergänzt, wie zum Beispiel der Remisenwerkstatt in der Drehbahn. Den tief in das Grundstück reichenden Klinkerbau mit einem überdachten Innenhof plante der in den 1920er- Jahren für bedeutende Postbauten in Hamburg zuständige Postbaurat C. Teucke in zwei Bauabschnitten (zwischen 1924 und 1930). Die schlichte, vertikal betonte Lochfassade des Vorderhauses, die von zwei seitlichen Resaliten gefasst wird, passt sich dem beengten Straßenraum an.

Prägend für den Innenhof sind die hohen Flügeltore, hinter denen Fuhrpark und Werkstätten Platz fanden. Der solide Bau hat viele Nutzer überstanden, bis sich die Strabag als neuer Bauherr vor zwei Jahren zu einer Generalsanierung entschloss. Da das Gebäude im Hamburger „Verzeichnis der erkannten Denkmäler“ Aufnahme fand, mussten alle Veränderungen mit der Denkmalbehörde abgesprochen werden. Der stärkste, von außen wahrnehmbare Eingriff war die Aufstockung um zwei Geschosse. Im Inneren wurden zwei Fahrstuhlkerne und ein Sicherheitstreppenhaus durchbrochen sowie eine Tiefgarage unterhalb des Innenhofes angelegt. Für die Unterkellerung war eine punktuelle Unterfangung der Fundamente notwendig geworden. Mit der neuen Stahlbetondecke erhielt auch der Innenhof eine neue Oberfläche. Unkonventionell erfolgt die Zufahrt von der Drehbahn durch die ehemalige Hofeinfahrt über den Innenhof in einen Durchladeaufzug, der die Autos in das Untergeschoss fährt. Den mit Natursteinen gepflasterten Hof begleiten an den Längsseiten die schweren, bogenförmigen Flügeltore, die denkmalpflegerisch instand gesetzt wurden. In zwei Jochen fehlten sie ganz. Auf eine Rekonstruktion hat man verzichtet.

Die ehemaligen Werkstatträume und der Innenhof sollten einer öffentlichen Nutzung vorbehalten bleiben. Während der Planungsphase ging der Bauherr noch davon aus, die nach neuestem technischem Stand ausgebauten Regelgeschosse jeweils nur an vier unabhängige, 400 Quadratmeter große Parteien vermieten zu können. Entsprechend sind im Erdgeschoss getrennte Eingangsbereiche mit Aufzugsanlagen vorgesehen. Drei der vier Bestandstreppenhäuser bleiben als Fluchttreppen erhalten, die in die seitlichen Toröffnungen an der Straße münden. Um die Vermietung musste sich der Bauherr keine Sorgen machen. Der Computerspieleentwickler Bigpoint übernahm alle Mietflächen, mit der Folge, dass die öffentliche Nutzung im Erdgeschoss jetzt privatisiert ist und die lichte, historische Dachkonstruktion nur für die Mitarbeiter erlebbar bleibt. Mit den zahlreichen Neubauten in der Umgebung und seinen prominenten Nachbarn, dem Side Hotel auf der einen und der Justizbehörde von Fritz Schumacher auf der anderen Seite, erscheint der alte Postbau wieder ganz jung.

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