Bürogebäude in Hamburg
20354 Hamburg, Drehbahn 47-48
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Basisdaten zum Objekt
Objektkategorie
Büro- und Verwaltungsbauten
Objektart
Bürogebäude
Art der Baumaßnahme
Sanierung / Modernisierung
Lage und Umgebung
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Bürogebäude in Hamburg |
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Drehbahn 47-48 20354 Hamburg Deutschland |
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Ø-Note (0)
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Beteiligte Unternehmen
Architekt/Planer
MHM architects, Wien
Bauherr
STRABAG AG Deutschland
90425 Nürnberg
Tel. +49 911 8336-500
Fax +49 911 8336-529
Fachplanung
agn Leusmann, Hamburg
Generalbau
Ed. ZÜBLIN AG Direktion Nord
22087 Hamburg
Tel. +49 40 202080
Fax +49 40 20208354
Statik
Verwendete Produkte
Upheider Weg 94-98
33803 Steinhagen
Deutschland
Tel. +49 1805 750100
Fax +49 1805 750101
www.hoermann.de
Beschreibung
Objektbeschreibung
Mit der Neuordnung des Finanz- und Justizwesens sowie der Post nach der Reichsgründung 1871 wuchs in Hamburg der Bedarf an öffentlichen Verwaltungsbauten. Ausreichend Platz dafür boten die ehemaligen, zu einem Alleenring ausgebauten Wallanlagen. Die neue, repräsentative Oberpostdirektion am Stephansplatz wurde im Laufe der Jahre mit weiteren Gebäuden in den Nebenstraßen ergänzt, wie zum Beispiel der Remisenwerkstatt in der Drehbahn. Den tief in das Grundstück reichenden Klinkerbau mit einem überdachten Innenhof plante der in den 1920er- Jahren für bedeutende Postbauten in Hamburg zuständige Postbaurat C. Teucke in zwei Bauabschnitten (zwischen 1924 und 1930). Die schlichte, vertikal betonte Lochfassade des Vorderhauses, die von zwei seitlichen Resaliten gefasst wird, passt sich dem beengten Straßenraum an.
Prägend für den Innenhof sind die hohen Flügeltore, hinter denen Fuhrpark und Werkstätten Platz fanden. Der solide Bau hat viele Nutzer überstanden, bis sich die Strabag als neuer Bauherr vor zwei Jahren zu einer Generalsanierung entschloss. Da das Gebäude im Hamburger „Verzeichnis der erkannten Denkmäler“ Aufnahme fand, mussten alle Veränderungen mit der Denkmalbehörde abgesprochen werden. Der stärkste, von außen wahrnehmbare Eingriff war die Aufstockung um zwei Geschosse. Im Inneren wurden zwei Fahrstuhlkerne und ein Sicherheitstreppenhaus durchbrochen sowie eine Tiefgarage unterhalb des Innenhofes angelegt. Für die Unterkellerung war eine punktuelle Unterfangung der Fundamente notwendig geworden. Mit der neuen Stahlbetondecke erhielt auch der Innenhof eine neue Oberfläche. Unkonventionell erfolgt die Zufahrt von der Drehbahn durch die ehemalige Hofeinfahrt über den Innenhof in einen Durchladeaufzug, der die Autos in das Untergeschoss fährt. Den mit Natursteinen gepflasterten Hof begleiten an den Längsseiten die schweren, bogenförmigen Flügeltore, die denkmalpflegerisch instand gesetzt wurden. In zwei Jochen fehlten sie ganz. Auf eine Rekonstruktion hat man verzichtet.
Die ehemaligen Werkstatträume und der Innenhof sollten einer öffentlichen Nutzung vorbehalten bleiben. Während der Planungsphase ging der Bauherr noch davon aus, die nach neuestem technischem Stand ausgebauten Regelgeschosse jeweils nur an vier unabhängige, 400 Quadratmeter große Parteien vermieten zu können. Entsprechend sind im Erdgeschoss getrennte Eingangsbereiche mit Aufzugsanlagen vorgesehen. Drei der vier Bestandstreppenhäuser bleiben als Fluchttreppen erhalten, die in die seitlichen Toröffnungen an der Straße münden. Um die Vermietung musste sich der Bauherr keine Sorgen machen. Der Computerspieleentwickler Bigpoint übernahm alle Mietflächen, mit der Folge, dass die öffentliche Nutzung im Erdgeschoss jetzt privatisiert ist und die lichte, historische Dachkonstruktion nur für die Mitarbeiter erlebbar bleibt. Mit den zahlreichen Neubauten in der Umgebung und seinen prominenten Nachbarn, dem Side Hotel auf der einen und der Justizbehörde von Fritz Schumacher auf der anderen Seite, erscheint der alte Postbau wieder ganz jung.
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