Aufbau Haus in Berlin

10969 Berlin, Prinzenstraße 85

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Mit freundlicher Unterstützung von Hörmann Verkaufsgesellschaft

  • © baubild/Stephan Falk/Hörmann KG, Berlin

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Basisdaten zum Objekt

 
 
 
 

Objektkategorie

Wirtschaftsbauten

Objektart

Waren- und Geschäftshäuser

Art der Baumaßnahme

Umbau

 

Lage und Umgebung

 
 
 
 
52.5026909
13.409586
Aufbau Haus in Berlin

Aufbau Haus in Berlin

Prinzenstraße 85

10969 Berlin

Deutschland

 

Ø-Note

 
(2)
   

 Beteiligte Unternehmen

 
 
 
 

Architekt/Planer

Thinkbuild architecture, Jason Danzinger, Berlin

 

Bauherr

Entwicklungsgesellschaft mbH, Berlin, D

 

Leuchten und Lampen

studio dinnebier, Berlin

 

Statik

14057 Berlin

Tel. 030/3225121

Fax 030/3219273

 Verwendete Produkte

 
 
 
 

Upheider Weg 94-98

33803 Steinhagen

Deutschland

Tel. +49 1805 750100

Fax +49 1805 750101

info@hoermann.de

www.hoermann.de

 

Feuerschutztüren

 Zur Marke H 3
 Zur Marke HE 311
 Zur Marke HE 321
 

Rollgitter

 Zur Marke HG-A

 Beschreibung

 
 
 
 

Objektbeschreibung

Am Moritzplatz in Berlin ist ein Zentrum für professionelle Kreative entstanden, ein Projekt, das es in dieser Form bislang noch nicht gab. Aus der Initiative, innerstädtische Bestandsbauten an einem vernachlässigten Ort sinnvoll zu nutzen, gelang zwei Geschäftsleuten und den Architekten Clarke und Kuhn ein Neuanfang, der dem Bezirk Kreuzberg wichtige Impulse gibt.

Es mag Zufall sein, dass genau 50 Jahre nach dem Bau der Mauer der in ihrem Schatten gelegene Moritzplatz auf Westberliner Gelände, wieder langsam an Bedeutung gewinnt. Zwei ganz unterschiedliche Geschäftsleute mit einer gemeinsamen Vision gehören zu den Pionieren. Brachflächen, vernachlässigte Wohnsiedlungen mit hohem Leerstand, übten schon immer eine gewisse Faszination auf Kreative aus. Das machte den Investor Matthias Koch und Andreas Krüger, Inhaber des deutschlandweit unter Architekten und Modellbauern bekannten „Modulor“, auch so sicher, dass ihre Idee von einem Kreativhaus gelingen muss. Als das ehemalige Bechsteinhaus an der Ecke Prinzenstraße/Oranienstraße zum Verkauf stand, griffen die beiden zu.

Der typische 1970er-Jahre-Gewerbebau mit einer Fassade aus Waschbetonfertigteilen und einem umlaufenden Fensterband mit rötlich schimmerndem Glas hat während seiner knapp 40-jährigen Existenz gleich mehrmals den Besitzer gewechselt. Einer davon war die weltberühmte Klavierfabrik Bechstein, die bis zuletzt dem Haus als Namensgeberin erhalten blieb. Mit dem Umbau wurden die Berliner Architekten Clarke und Kuhn beauftragt, die eine Entkernung des alten Fabrikgebäudes und eine bauliche Ergänzung vorschlugen. Andreas Krüger beanspruchte viel Raum für seine Geschäftsidee „Planet modulor“, einem neuartigen Verbund von kleinen und mittleren Unternehmen aus Handel, Handwerk, Kunst und Kultur. Matthias Koch plante für den zuvor aus der Insolvenz geretteten Aufbau Verlag die beiden obersten Geschosse ein. Das Theater „Aufbau Kreuzberg“ und der „Prince Charles Club“, eine Galerie und ein Buchladen sollten ebenfalls auf seine Initiative hin im Haus Platz finden. Clarke und Kuhn gelang es, die zwei unterschiedlichen Raumprogramme geschickt miteinder zu verknüpfen. Sie setzten dem Altbau entlang der Prinzenstraße einen schmalen, auf das Tragwerk reduzierten Gebäuderiegel vor, der mit einem Kopfbau zum Moritzplatz überleitet und damit die Haupterschließung klar definiert. Wie in einem übergroßen Regal können sich die Kreativen hier auf sechs Ebenen präsentieren, sowohl zur Straße als auch zur begleitenden Stadtterrasse zwischen beiden Bauteilen. Dass die Idee nicht nur eine Generation überdauert, dafür sorgt „Wildfang“, der Kindergarten auf dem Dach des Hauses.

Das sorgfältig durchdachte raumpädagogische Konzept realisierte Janson Danzinger von thinkbuild architecture. Als Inspiration für die farbliche Gestaltung diente ihm das Bauhaus, insbesondere die Farbenlehre nach Johannes Itten. Der Anstrich der Räume sollte so weit wie möglich die Beziehung zur Natur herstellen, die durch die vorgegebenen Raumbedingungen stark eingeschränkt ist. Für das längliche Rechteck mit hohen Decken und nur wenigen Fenstern war vor allem auch die Qualität und Quantität der Beleuchtung von besonderer Bedeutung. Mit einer guten Idee, viel Engagement und einem verbindenden Neubau gelang es Planern wie Initiatoren, einem in seiner Bedeutung fast vergessenen Ort in der Mitte von Berlin wieder zu mehr Attraktivität zu verhelfen.

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