Aufbau Haus in Berlin
10969 Berlin, Prinzenstraße 85
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Mit freundlicher Unterstützung von Hörmann Verkaufsgesellschaft
Basisdaten zum Objekt
Objektkategorie
Wirtschaftsbauten
Objektart
Waren- und Geschäftshäuser
Art der Baumaßnahme
Umbau
Lage und Umgebung
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Aufbau Haus in Berlin |
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Prinzenstraße 85 10969 Berlin Deutschland |
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Ø-Note (2)
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Beteiligte Unternehmen
Architekt/Planer
Thinkbuild architecture, Jason Danzinger, Berlin
Bauherr
Entwicklungsgesellschaft mbH, Berlin, D
Leuchten und Lampen
studio dinnebier, Berlin
Statik
14057 Berlin
Tel. 030/3225121
Fax 030/3219273
Verwendete Produkte
Upheider Weg 94-98
33803 Steinhagen
Deutschland
Tel. +49 1805 750100
Fax +49 1805 750101
www.hoermann.de
Beschreibung
Objektbeschreibung
Es mag Zufall sein, dass genau 50 Jahre nach dem Bau der Mauer der in ihrem Schatten gelegene Moritzplatz auf Westberliner Gelände, wieder langsam an Bedeutung gewinnt. Zwei ganz unterschiedliche Geschäftsleute mit einer gemeinsamen Vision gehören zu den Pionieren. Brachflächen, vernachlässigte Wohnsiedlungen mit hohem Leerstand, übten schon immer eine gewisse Faszination auf Kreative aus. Das machte den Investor Matthias Koch und Andreas Krüger, Inhaber des deutschlandweit unter Architekten und Modellbauern bekannten „Modulor“, auch so sicher, dass ihre Idee von einem Kreativhaus gelingen muss. Als das ehemalige Bechsteinhaus an der Ecke Prinzenstraße/Oranienstraße zum Verkauf stand, griffen die beiden zu.
Der typische 1970er-Jahre-Gewerbebau mit einer Fassade aus Waschbetonfertigteilen und einem umlaufenden Fensterband mit rötlich schimmerndem Glas hat während seiner knapp 40-jährigen Existenz gleich mehrmals den Besitzer gewechselt. Einer davon war die weltberühmte Klavierfabrik Bechstein, die bis zuletzt dem Haus als Namensgeberin erhalten blieb. Mit dem Umbau wurden die Berliner Architekten Clarke und Kuhn beauftragt, die eine Entkernung des alten Fabrikgebäudes und eine bauliche Ergänzung vorschlugen. Andreas Krüger beanspruchte viel Raum für seine Geschäftsidee „Planet modulor“, einem neuartigen Verbund von kleinen und mittleren Unternehmen aus Handel, Handwerk, Kunst und Kultur. Matthias Koch plante für den zuvor aus der Insolvenz geretteten Aufbau Verlag die beiden obersten Geschosse ein. Das Theater „Aufbau Kreuzberg“ und der „Prince Charles Club“, eine Galerie und ein Buchladen sollten ebenfalls auf seine Initiative hin im Haus Platz finden. Clarke und Kuhn gelang es, die zwei unterschiedlichen Raumprogramme geschickt miteinder zu verknüpfen. Sie setzten dem Altbau entlang der Prinzenstraße einen schmalen, auf das Tragwerk reduzierten Gebäuderiegel vor, der mit einem Kopfbau zum Moritzplatz überleitet und damit die Haupterschließung klar definiert. Wie in einem übergroßen Regal können sich die Kreativen hier auf sechs Ebenen präsentieren, sowohl zur Straße als auch zur begleitenden Stadtterrasse zwischen beiden Bauteilen. Dass die Idee nicht nur eine Generation überdauert, dafür sorgt „Wildfang“, der Kindergarten auf dem Dach des Hauses.
Das sorgfältig durchdachte raumpädagogische Konzept realisierte Janson Danzinger von thinkbuild architecture. Als Inspiration für die farbliche Gestaltung diente ihm das Bauhaus, insbesondere die Farbenlehre nach Johannes Itten. Der Anstrich der Räume sollte so weit wie möglich die Beziehung zur Natur herstellen, die durch die vorgegebenen Raumbedingungen stark eingeschränkt ist. Für das längliche Rechteck mit hohen Decken und nur wenigen Fenstern war vor allem auch die Qualität und Quantität der Beleuchtung von besonderer Bedeutung. Mit einer guten Idee, viel Engagement und einem verbindenden Neubau gelang es Planern wie Initiatoren, einem in seiner Bedeutung fast vergessenen Ort in der Mitte von Berlin wieder zu mehr Attraktivität zu verhelfen.
Zeichnungen und Unterlagen
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