Nationalstadion Warschau: Problemlösung für Dehnung und Bewehrung

Deutsche Kahneisen Gesellschaft

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In knapp vierjähriger Bauzeit entstand in der polnischen Hauptstadt Warschau ein neues Wahrzeichen: das „Stadion Narodowy w Warszawie”, eigens erbaut für die Fußball-EM 2012. Größtenteils unsichtbar, spielten beim Bau des Warschauer Nationalstadions JORDAHL® Produkte des Berliner Befestigungs- und Bewehrungstechnik-Spezialisten Deutsche Kahneisen Gesellschaft mbH eine wichtige Rolle.

Fußball auf einer der größten Tiefgaragen Polens

Neben dem eigentlichen Stadion am Weichselufer umfasste die Planung auch Räumlichkeiten für Büros, Konferenzräume, Physiotherapiepraxen oder Restaurants sowie eine der größten Tiefgaragen Polens mit 1.700 Stellplätzen in zwei Ebenen unterhalb der Spielfläche des Stadions. Das Stadion selbst ähnelt äußerlich einem Weidenkorb in den polnischen Nationalfarben und bietet Platz für rund 58.000 Besucher. Highlight ist die hängende, 55.000 m2 große Dachkonstruktion aus Stahl, von der sich 10.000 m2 öffnen lassen. Die variable Dachkonstruktion erlaubt somit die Durchführung von Sportevents und kulturellen Veranstaltungen auch bei widrigen Witterungsbedingungen. Aufgrund der geologischen Gegebenheiten ist das Stadion auf 14.000 Stahlbetonpfählen gegründet. Darüber erhebt sich die achtstöckige Fertigteil-Stahlbetonkonstruktion.

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Aufgrund seiner Größe (die Gesamtfläche des Objektes beträgt mehr als 200 000 m2, davon 130 000 m2 im unterirdischen Bereich) verfügt das Objekt über zahlreiche konstruktive Dehnungsfugen, bei denen die Übertragung von erheblichen Querkräften sichergestellt werden musste. Dies wurde durch den Einsatz einer zuverlässigen Lösung unter Nutzung der Doppelschubdorne JDSD und JDSDQ von JORDAHL möglich. Insgesamt wurden über 6.000 JORDAHL®-Schubdorne in den Größen von JDSD 25 HF bis zu JDSD 120 HF in die Konstruktion eingebaut.

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Durchstanzbewehrung ermöglicht geringe Konstruktionshöhe der Decken

Beim Bau der Tiefgaragendecke des Warschauer Stadions kamen JORDAHL® Durchstanzbewehrungen JDA zum Einsatz. Die Spielfläche des Stadions liegt auf der Decke der Tiefgarage, auf der sich während der Montage der Stahlkonstruktion Kräne mit einer Tragkraft von über 1.000 Tonnen bewegten. Zur Verringerung der Konstruktionshöhe der Decken war es deshalb erforderlich, die Durchstanzbewehrung JDA von JORDAHL® im Stützenkopfbereich einzusetzen. Zur Bewehrung wurden über 16.500 Anker aus Betonstabstahl in die Flächen von mehr als 135.000 m2 Flachdecken eingebaut.

Der Durchstanzwiderstand konnte so um 90 Prozent im Vergleich zu Deckenplatten ohne Durchstanzbewehrung erhöht werden. Die JORDAHL® Durchstanzbewehrung JDA ist für statische und dynamische Lasten für Deckenhöhen ab 18 cm bauaufsichtlich zugelassen: (Zul.-Nr: Z-15.1-214) nach DIN 1045-1 : 2008-08.

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Schnelle Umrüstung der Bestuhlung durch Einbau von JORDAHL® Ankerschienen

In den mehr als 2.000 Fertigbauteilen der Stadiontribünen wurden Ankerschienen und Montagewinkel zur Verbindung der Tribünen-Fertigteile eingesetzt. Dadurch war es möglich die Stadiontribünen zügig fertig zu stellen. Der zweite Einsatzbereich der Ankerschienen ist die Befestigung der Zuschauersitze. Die Bestuhlung muss der jeweiligen Veranstaltungsart angepasst werden können und demzufolge einfach und schnell zu montieren und zu demontieren sein.

Aus diesem Grund wurde die Befestigung der Sitze an die Fertigbauteile der Tribünen mittels 5.200 Ankerschienen JTA W40/22 und Hammerkopfschrauben JC von JORDAHL realisiert. Die hier verwendeten Ankerschienen besitzen die Europäisch-Technische Zulassung (ETA-09/0338).

Der Übergang zwischen der Stahlbeton- und Mauerkonstruktion wurde unter Verwendung von JORDAHL® Ankerschienen und JORDAHL® Mauerankern JMA ausgeführt.

Das neue Warschauer Stadion erfüllt mit seiner Fertigstellung jetzt alle UEFA/FIFA-Vorschriften. Die erste Bewehrungsprobe des Neubaus wird nicht nur von den Projektverantwortlichen des Bauvorhabens mit Spannung erwartet: Das Eröffnungsspiel der Europameisterschaft am 8. Juni 2012

Quellennachweis Bilder:

Bild 1 NCS/ J.Kolnik Bild 2, 3, 4 Deutsche Kahneisen Gesellschaft mbH

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